Das X Window System wird vor allem unter Unix-Systemen zur Anzeige der grafischen Benutzeroberfläche genutzt. Dabei teilt sich das System in Server und Client, wobei der Client auch auf einem entfernten Computer laufen kann, da das X Window System netzwerktransparent arbeitet. Die bekanntesten Implementationen sind X.org und XFree86.
Das gerade veröffentlichte Mesa 8.0 unterstützt OpenGL 3.0 vollständig, allerdings nicht für alle Grafikchipsätze. Außerdem kann Mesa 8.0 mit Android genutzt werden. Zahlreiche obsolete Treiber wurden ebenfalls entfernt.
Der Displayserver Wayland ist in einer Testversion veröffentlicht worden. Es ist die erste Version, die die Entwickler offiziell freigeben. Im Laufe des Jahres 2012 sollen der Code und das API in einer stabilen Version 1.0 erscheinen.
Der Displayserver Wayland soll demnächst in einer stabilen Version erscheinen. Zuletzt erhielt das Projekt Patches für Multitouch und Oberflächentransformationen. Auch der Compositing-Manager Weston läuft bereits stabil.
ARMs Grafikkern Mali erhält einen Open-Source-Treiber, der allerdings nicht von dem Unternehmen stammt, sondern durch Reverse Engineering entstanden ist.
Der Bildschirmschoner in einigen Linux-Distributionen kann ohne Passwort deaktiviert werden. Ein Fehler im X-Server von X.org ermöglicht das Entsperren des Bildschirms mit einer Tastenkombination.
Ein neuer GEM-Treiber soll ohne Hardwarebeschleunigung in 3D rendern und damit Compositing für Linux-Desktops ermöglichen. VGEM soll die bisherigen Softwarelösungen wie Llvmpipe beschleunigen und auch mit anderen DRI-Treibern verwendet werden können.
Mit weiteren Funktionen für OpenGL 3.0 und verbesserter Hardwareunterstützung haben die Entwickler die Grafikbibliothek Mesa 7.11 veröffentlicht. Eine vollständige Unterstützung für OpenGL 3.0 wird erst in Mesa 8.0 erwartet.
Mesa 7.11 ist als zweiter Release Candidate erschienen. Die Grafikbibliothek unterstützt unter anderem AMDs Llano-Fusion sowie Intels Ivy-Bridge-Chipsatz. Die finale Version soll in Ubuntu 11.10 integriert werden.
Mit einem Patch für X.org soll es unter Linux-Distributionen mit der Dienstverwaltung Systemd möglich sein, Mehrfachsitzungen samt Hotplugging zu verwenden. Für das Hotplugging ist Udev zuständig.
Canonical und Fedora setzen in Zukunft auf Wayland und beteiligen sich an dem Projekt. Eine erste experimentelle Version steht unter der aktuellen Ubuntu-Version zur Verfügung. Spätestens bis Ubuntu 12.04 soll Wayland X.org ersetzen.
Der KDE-Entwickler Martin Gräßlin schlägt Änderungen für den Kwin vor. So soll eine Binärschnittstelle für Effekte etabliert werden. Die Effekte selbst könnten zukünftig auch in Javascript geschrieben werden.
Zukünftig sollen Anwendungen das Compositing des Fenstermanagers Kwin beeinflussen können. Ziel der KDE-Entwickler ist es, dass beispielsweise ein Videospiel die Desktopeffekte automatisch abschaltet, wenn sie nicht gebraucht werden.
Am aktuellen Xserver 1.10.0 sind in erster Linie Verbesserungen und Korrekturen vorgenommen worden. Wesentliche Änderungen wurden auf Version 1.11 verschoben, etwa Randr 1.4.
In den kommenden Versionen der KDE SC wird der Compositing-Manager Kwin um die Unterstützung der Grafikschnittstelle OpenGL ES 2.0 erweitert. Damit kann KDE künftig auch mit Hardwarebeschleunigung auf mobilen Geräten laufen.
Die Hardwarebeschleunigung in Firefox 4 wird für Linux nicht standardmäßig aktiviert. Der Grund: Die 3D-Beschleunigung der meisten Treiber führt zu Darstellungsproblemen und sogar zu Abstürzen.
In der aktuellen Version 7.6 von X.org verwendet der X-Server unter Linux Udev zur Hardwareerkennung statt wie bisher HAL. Zudem wurde XCB eingeführt und soll X.org insgesamt beschleunigen. Die Entwickler haben zusätzlich Korrekturen und Verbesserungen in den zahlreichen Modulen eingepflegt.
Damit Wayland mit anderen quelloffenen Werkzeugsammlungen verwendet werden kann, stellt Entwickler Kristian Høgsberg den Displayserver unter die LGPLv2. Damit sind Entwickler verpflichtet, eingebrachte Änderungen auch anderen zur Verfügung zu stellen.
X.org ist in seinem jetzigen Zustand nicht zukunftsfähig, meint Keith Packard, selbst Entwickler bei X.org. Gegenwärtig seien darin noch zu viele Altlasten enthalten. Langfristig müssten die Komponenten ausgelagert und die Rolle des Xservers neu definiert werden.
Fedora soll bereits in der Version 15 eine experimentelle Version des Wayland-Grafikservers bekommen. Das teilte Adam Jackson in einer E-Mail an die Entwicklermailingliste mit. Langfristig könne Wayland als Standardgrafikserver Einzug in die Linux-Distribution halten.
Mit einem schlichten Forumseintrag reagiert Nvidia auf die Nachricht aus dem Hause Canonical, die Xorg-Alternative Wayland in Ubuntu einzupflegen: "Wir haben keine Pläne für die Unterstützung von Wayland".
Ubuntu will für seinen Unity genannten Desktop künftig den Displayserver Wayland verwenden statt X.org. Auf diesem Weg soll der Desktop mit Hardwarebeschleunigung versehen und das Nutzungserlebnis verbessert werden.
Mit iLIVEx bietet Starnet eine iPad-Applikation an, die Apples Tablet zu einem X-Terminal macht. So kann auf dem Gerät ein Linux- oder Unix-Desktop genutzt werden.
X.org 1.9 verbessert vor allem die Stabilität des X-Servers für Linux. Die Software wurde diesmal pünktlich freigegeben und soll beispielsweise mit Ubuntu 10.10 ausgeliefert werden. Die meisten Änderungen erlebten DRI2 und RandR.
Über eine Schwachstelle in der Speicherverwaltung von Linux kann ein lokaler Angreifer unter Umständen Root-Rechte erlangen. Das Problem wurde bereits in einigen Versionen des offiziellen Linux-Kernels repariert, in Version 2.6.27.52 steht die Reparatur noch aus.
Der freie X11-Server X.org ist in der Version 1.8.0 erschienen. Die Entwickler haben dabei von der HAL-Implementierung auf Udev umgestellt. Alternativ zur zentralen Konfigurationsdatei xorg.conf können ab sofort Hardwarekomponenten auch in einzelnen Konfigurationsdateien in der Verzeichnisstruktur /etc/X11/xorg.conf.d abgelegt werden.
Sun stellt seine Arbeiten an X.org unter die allgemeine X.Org-Lizenz. Rund 500 Dateien tragen einen Copyright-Hinweis von Sun.
Mit erheblicher Verspätung hat das Projekt X.org seinen X-Server in der Version 1.7.0 veröffentlicht. Er unterstützt unter anderem Eingaben mit mehreren Cursors gleichzeitig.
Das X.org-Projekt erwägt Veränderungen an seinem Entwicklungs- und Veröffentlichungsprozess. Neue Funktionen sollen in getrennten Entwicklerzweigen reifen und neue Versionen nach klarem Zeitplan veröffentlicht werden.
Mit einiger Verzögerung haben die X.org-Entwickler den Code für die nächste Version 7.5 eingefroren und bereiten ihn jetzt auf die Veröffentlichung vor. Ende September 2009 könnte es so weit sein.
Das Netbook-Linux Moblin verwendet jetzt als erste Linux-Distribution einen X-Server, der ohne Root-Rechte läuft. Das erhöht vor allem die Sicherheit des Systems. Erst vor kurzem hatten Intel-Entwickler Patches veröffentlicht, die das möglich machen.
Der Intel-Entwickler Jesse Barnes hat einen Patch veröffentlicht, um den X-Server ohne Root-Rechte laufen zu lassen. Möglich wird das unter anderem durch neue Techniken wie Kernel Modesetting. Der Verzicht auf Root-Rechte erhöht vor allem die Sicherheit des Systems.
Abermals mit Verspätung ist jetzt eine neue Version des X-Servers von X.org erschienen. Die neue Version 1.6 des Unix-Grafikservers enthält die Direct Rendering Infrastructure 2 (DRI2) und RandR wurde erweitert. Andere Funktionen wurden erneut auf eine spätere Version verschoben.
Der Linux-Entwickler Chris Ball hat den VNC-Server Vino so aufgebohrt, dass dieser mehrere Eingabegeräte unterstützt. Zunutze macht er sich dabei den Multi-Pointer X Server, der von Peter Hutterer entwickelt wurde.
Das XFree86-Projekt hat eine neue Version seines X-Servers veröffentlicht. Die neue Version 4.8.0 enthält Sicherheitsupdates und verbessert die automatische Konfiguration des X-Servers.
Der frühere IBM-Topmanager Mark Papermaster darf bei Apple nicht die Führung der iPod- und iPhone-Sparte übernehmen. IBM hatte Papermaster verklagt, weil er sich nicht an die vertraglich vereinbarte einjährige Stillhaltefrist hielt. Ein Gericht in New York gab IBM erst einmal recht.
Wayland soll ein X-Server für Linux werden, der ohne viel Ballast auskommt. So soll sich Wayland dann beispielsweise für eingebettete Systeme eignen. Integriert sind nur Funktionen, die den X-Server nicht zu komplex werden lassen.
Einer von IBMs Top-Managern, der Server- und Prozessor-Experte Mark Papermaster, wechselt zu Apple. IBM befürchtet, dass Papermaster Geschäftsgeheimnisse verrät und klagt, da dieser nicht wie vertraglich vereinbart ein Sabbatjahr einlegt, sondern sofort beim Konkurrenten Apple anfängt.
Über ein Jahr nach der letzten Veröffentlichung und mit reichlich Verspätung im Zeitplan ist nun X.org 7.4 verfügbar. Die neue Version soll in einigen Bereichen schneller arbeiten und enthält neue Treiber.
Canonical, die Firma hinter Ubuntu, will Entwickler und Designer einstellen, die sich der Benutzerfreundlichkeit freier Software widmen. Die Entwickler sollen dabei mit den freien Projekten zusammenarbeiten. Im Juli 2008 hatte Canonical-Chef Mark Shuttleworth gefordert, der Linux-Desktop müsse sich mehr an Apple orientieren.
Die nächste X.org-Version 7.4 wird nun doch ohne Direct Rendering Infrastructure 2 (DRI2) erscheinen. Das liegt daran, dass die Speicherverwaltung ausgetauscht wird und DRI2 nun erst an die neue Technik angepasst werden muss.
Der Code von Xgl wurde aus dem X.org-Quelltextverwaltungssystem entfernt. Xgl wurde als vollwertiger X-Server entwickelt, der OpenGL zum Rendern verwendet. So wurden transparente Fenster und andere Desktopeffekte möglich. Die Konkurrenztechnik Aiglx gelangte jedoch zu einer größeren Verbreitung.
Der bisher separat entwickelte Multi-Pointer X Server (MPX) wird Teil von X.org. Künftige Versionen des X-Servers werden so mehrere Eingabegeräte unterstützen. Selbst eine Multi-Touch-Eingabe ist mit MPX möglich.
David Airlie hat seinen X-Server dazu gebracht, dass dieser ohne Root-Rechte startet. Zwar ist dies bisher nur ein Versuch, er geht aber davon aus, dass ein X-Server schon bald gänzlich ohne Root-Rechte laufen könnte. Dies ist vor allem bei der Betrachtung von Sicherheitsaspekten relevant.
Die X.org-Entwickler arbeiten daran, eine erste Version der Direct Rendering Infrastructure 2 (DRI2) in ihren X-Server zu integrieren. DRI gewährt Programmen den Zugriff auf die Hardware, um direktes Rendering, etwa für OpenGL-Anwendungen, zu nutzen. Ziel der Neufassung ist unter anderem ein einfacheres Design.
Der Compositing-Window-Manager Compiz wurde in der Version 0.6 veröffentlicht und enthält neue Standard-Plug-Ins. Zudem verwendet Compiz nun ein Meta-Datensystem auf XML-Basis sowie ein neues Logging-Framework.
Mit etwas Verspätung haben die Entwickler die Version 7.3 ihrer freien Implementierung des X-Window-Systems veröffentlicht. X11R7.3 bringt unter anderem den X-Server X.Org 1.4 mit, der den Umgang mit wechselnden Eingaberäten verbessert.
Der Entwickler des "Multi-Pointer X Server" (MPX) hat diesen um Unterstützung für Multi-Touch-Eingabe erweitert. In Verbindung mit einem Touchpad lässt sich so auch ein Linux- oder Unix-System durch Berührung und Gesten bedienen. Zum Ausprobieren gibt es die neuen Funktionen derzeit noch nicht.
Mit X11R7.2 ist nun die dritte modulare Version des X-Servers erschienen. Verbesserungen an den Funktionen für 3D-Effekte sowie ein neues Sicherheits-Framework zählen zu den Neuerungen dieser Version. Darüber hinaus sind unter anderem auch neue Versionen der Grafikchip-Treiber enthalten.
In dem X-Server von X.org stecken mehrere Sicherheitslücken, die zu Integer Overflows führen können. Ausgenutzt werden können sie zwar nur von einem bereits authentifizierten Client, betroffen sind allerdings alle Versionen seit X.org 6.8.2. Patches stehen bereits zum Download bereit.
Der Window-Manager Compiz ist in der Version 0.3.6 erschienen, mit der KDE-Nutzer erstmals die KDE-Fensterdekorationen in Verbindung mit Compiz einsetzen können. Compiz nutzt OpenGL-Beschleunigung um so in Verbindung mit X-Server-Erweiterungen wie Aiglx und Xgl grafische Effekte auf dem Desktop darzustellen.
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