Die Wau-Holland-Stiftung (Wauland) hat das Ziel, die Freiheitsideale des 2001 gestorbenen Datenphilosophen und CCC-Gründers Wau Holland zu bewahren und weiterzuführen. Mit Spendengeldern werden Projekte und Aktionen gefördert, die den Stiftungszielen entsprechen. Beispiele sind die Aktion gegen Wahlcomputer, die Unterstützung der Anonymisierungsplattform TOR und die Whistleblower-Plattform Wikileaks.
Die Wau-Holland-Stiftung hat den Rechenschaftsbericht für Wikileaks aus dem Jahr 2010 vorgelegt. Danach erhielt die Organisation im vergangenen Jahr Spenden in Höhe von über 1,3 Millionen Euro und gab rund 400.000 Euro aus. Zu den Ausgaben zählen nicht die Anwaltskosten von Gründer Julian Assange.
Die Wau-Holland-Stiftung hat rechtliche Schritte gegen Paypal eingeleitet. Die eBay-Tochter hatte der gemeinnützigen Stiftung ein Paypal-Konto gesperrt, auf das Spendengelder für Wikileaks eingingen.
Die Kreditkartenunternehmen Mastercard und Visa haben Wikileaks gesperrt. Die Organisation kann keine Spenden mehr über die Karten der beiden Unternehmen entgegennehmen. US-Behörden sperren den Zugang zu den Seiten von Wikileaks.
Die Aufsichtsbehörde in Kassel verlangt eine Stellungnahme der Wau-Holland-Stiftung, einer der weltweit größten Geldgeber von Wikileaks. Im schlimmsten Fall droht der Stiftung die Aberkennung des Steuerprivilegs - könnten die Geldgeber ihre Spenden nicht mehr von der Steuer absetzen.
Die schwedischen Strafverfolgungsbehörden haben mitgeteilt, dass alle benötigten Unterlagen bei der britischen Polizei vorliegen, um einen Haftbefehl gegen Julian Assange zu erwirken. Assange soll sich in Südostengland aufhalten. Sein Anwalt erklärte, Assange sei zu einem Treffen mit der Polizei bereit.
Paypal hat das Konto von Wikileaks permanent gesperrt: Die Enthüllungsplattform sei an illegalen Aktivitäten beteiligt und verstoße somit gegen die Nutzungsbedingungen, so die Begründung des Bezahldienstes.
Wikileaks plant die Gründung einer eigenen Stiftung in Deutschland, um das Spendengeld der gemeinnützigen Organisation zu verwalten. Außerdem sollen weitere Mitarbeiter rekrutiert werden, die sich um die Koordination von Freiwilligen kümmern sollen.
Wikileaks gibt erstmals Einblicke in seine Spenden- und Finanzpolitik. Ein paar entscheidende Fragen lässt die Seite für Geheimnisverräter dabei noch offen.
Die Wau-Holland-Stiftung arbeitet mit dem Chaos Computer Club (CCC) am Aufbau eines Archivs der Hackerbewegung. In diesem möchten sie die 25-jährige Geschichte der Hacker sammeln und öffentlich zugänglich machen. Derzeit erinnern die Wau-Holland-Gedenktage online an den Mitbegründer des CCC, der 2001 starb.
Mit der im September 2003 als gemeinnützig anerkannten Wau Holland Stiftung (WHS) soll das Lebenswerk ihres 2001 verstorbenen Namensgebers durch geeignete archivarische Aufbereitung der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt und Möglichkeiten geschaffen werden, diese Gedanken in die Praxis einzubringen und Projekte weiterzuführen. Wau Holland war deutscher Journalist, Computer-Aktivist, Philosoph, Gründungsmitglied und Alterspräsident des Chaos Computer Clubs (CCC).
Wau Holland, Gründungsmitglied und Alterspräsident des CCC, starb am Morgen des 29. Juli 2001 an den Folgen eines bereits im Mai erlittenen Schlaganfalls.
Die Reaktionen auf die Schließung von Megaupload könnten nicht unterschiedlicher ausfallen als die der GVU auf der einen und der Piratenpartei auf der anderen Seite. Mit welchen Konsequenzen aber müssen die Nutzer rechnen?
(Megaupload User In Deutschland Gefährdet?)
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