Peer-to-Peer-Netze - insbesondere zum Tausch von Musik und Filmen - sind wohl ohne Frage eine der wesentlichen Wachstumskräfte für breitbandige Internetanschlüsse, die ohne zeitabhängige Abrechnung auskommen. Inwieweit sich das Konzept P2P ganz allgemein auch auf mobile Netze übertragen lässt, ist Thema eines Forschungsprojekts, das Siemens Communications zusammen mit der Universität Würzburg und der Universität Passau durchgeführt hat - schließlich suchen Netzbetreiber nach Möglichkeiten, den Traffic in ihren Netzen zu erhöhen, insbesondere im Hinblick auf UMTS. Zudem erschien mit MopiPhant jetzt eine eMule-Client für PocketPC.






Am Dienstag, den 29. März 2005, kam es im Streit zwischen Filmstudios und Plattenfirmen auf der einen Seite sowie Grokster, Streamcast (Morpheus) und Musikcity.Com auf der anderen Seite zu einer mündlichen Anhörung vor dem obersten US-Gerichtshof. Dem Fall kommt besondere Bedeutung zu, könnte ein Urteil des Supreme Courts doch das Urheberrecht in den USA grundlegend verändern.
Bei Musicload denkt man nun über neue Wege nach, wie der Musiktausch zwischen Privatleuten legal und unter Berücksichtigung der Rechteinhaber organisiert werden könnte. Das ursprüngliche Prinzip der Internettauschbörsen will T-Online beibehalten, die Rechteinhaber aber in das System einbinden und zudem für eine hohe Qualität der Audio-Dateien sorgen.
Napster ist mit seinem neuen Musik-Abo-Dienst Napster to Go offenbar recht erfolgreich, das Unternehmen hob jetzt seine Umsatzprognose für das aktuelle Quartal an. Der Dienst erlaubt während der Abo-Dauer einen unbegrenzten Musik-Download.
Der Peer-to-Peer-Spezialist Altnet hat Pläne für ein neues Geschäftsmodell für Tauschbörsen vorgestellt. P2P-Anbieter sollen dabei Einnahmen, die über Werbeeinblendungen in der Client-Software erzielt werden, mit Independent-Labels teilen.
Das FairSharing-Netzwerk, ein Zusammenschluss aus Bürgerrechtsorganisationen und politischen Bewegungen, fordert eine Legalisierung des Tauschens von Musik und Filmen zu privaten Zwecken. Dazu werden unter www.FairSharing.de Unterschriften von Betroffenen gesammelt, die mit der "FairSharing-Erklärung" bekennen sollen, dass sie privat Film- und Musikdateien getauscht haben und so möglicherweise gegen das Urheberrecht verstoßen haben.
In den USA bietet Napster mit "Napster to Go" seit kurzem ein Abo mit unbegrenzten Musikdownloads an. Das Angebot kann 14 Tage lang kostenlos getestet werden, nach Ablauf des Abos sorgt ein DRM-System aber dafür, dass die Musik ohne Bezahlung der Abo-Gebühr nicht länger abgespielt werden kann. Dies lässt sich aber offenbar mit sehr einfachen Mitteln umgehen.
Der Online-Musikanbieter Napster - vormals Roxio - will mit "Napster To Go" und seinem überarbeiteten Dienst Napster 3.0 samt einem neuen Geschäftsmodell Apple Marktanteile abjagen. So können Napster-Kunden künftig ihre mobilen MP3-Player gegen eine monatliche Gebühr mit Musik aus dem Napster-Katalog füllen, ohne dass der Anbieter die Mengen der heruntergeladenen Musiktitel beschränkt.
Die durch den ehemaligen Tracker-Aggregator Suprnova.org unterstützte kommerzielle Filesharing-Software Exeem ist nun in die offene Beta gegangen. Der Entwickler Swarm Systems Inc. will damit die Peer-to-Peer-Welt revolutionieren - das per Cydoor werbefinanzierte Exeem macht das von Bram Cohen entwickelte Filesharing-Protokoll BitTorrent unabhängig von zentralen Server-Anwendungen zur Dateitransfer-Organisation.
Der kalifornische Senator Kevin Murray hat jetzt einen Gesetzesvorschlag vorgelegt, nach dem das Anbieten von Peer-to-Peer-Software mit Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden soll. Damit will Murray den illegalen Tausch urheberrechtlich geschützter Werke eindämmen.
Mit einem neuen Überwachungsdienst will BayTSP Unternehmen aus der Software- und Unterhaltungsbranche im Kampf gegen unerlaubten Datentausch über Filesharing-Netzwerke unter die Arme greifen. Das als FirstSource bezeichnete Überwachungssystem soll die Nutzer aufspüren, die urheberrechtlich geschütztes Material als erste ins eDonkey-Netz oder in Bittorrent-Tracker einspeisten und für andere zum Download anbieten.
Das US-Unternehmen Altnet fordert Lizenzabgaben von kommerziellen P2P-Tauschbörsen, da diese nach Auffassung von Altnet deren Patente verletzen. Altnet hatte zuvor bereits die Recording Industry Association of America (RIAA) verklagt.
SightSound will Napster per Gericht wegen Patentverletzungen abschalten lassen, eine entsprechende Klage hat das Unternehmen bereits im Oktober 2004 eingereicht. Für den 3. März 2005 ist eine Anhörung bezüglich einer einstweiligen Verfügung angesetzt.
In verschiedenen Peer-to-Peer-Tauschbörsen wie etwa KaZaA sollen präparierte WMA- und WMV-Dateien in Umlauf sein, die bei der Wiedergabe mit dem Windows Media Player zahlreiche Pop-Up-Fenster öffnen und Adware installieren. Wie das US-Magazin PC World herausfand, stammen die entsprechenden Musikdateien von der Loudeye-Tochter Overpeer, die Verfahren anbietet, um den Tausch illegaler Dateien zu unterbinden.
Kaum hat die Filmindustrie ihren Kampf auf BitTorrent-Tracker und entsprechende, auf illegale Kopien verweisende Websites ausgedehnt, scheint es schon erste Opfer der angekündigten Klagewelle zu geben. Allen voran die Website SuprNova.org, die vorerst nicht wiederkommen soll - und wenn doch, dann nicht mit Links auf Torrents.
Nachdem in den USA die Filmindustrie laut US-Medienberichten mittlerweile auch BiTtorrent-Tracker ins Visier nimmt, geht in Deutschland nun der Musikindustrieverband IFPI gegen Betreiber von eDonkey-Servern und BitTorrent-Trackern wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen vor. In einem Golem.de bekannten Fall wurde ein Server, auf dem die Lugdunum-Software (eMule/eDonkey) läuft, vom Hosting-Anbieter abgeschaltet.
Der Supreme Court, der oberste Gerichtshof der USA, will sich mit den Tauschbörsen befassen. Im Verfahren zwischen Filmstudios und Plattenfirmen auf der einen Seite und Grokster, Streamcast (Morpheus) und Musikcity.Com auf der anderen Seite soll im März 2005 eine mündliche Verhandlung stattfinden. Zuletzt waren die Filmstudios und Plattenfirmen in der Berufungsinstanz gescheitert.
Mit BitTorrent entwickelte Bram Cohen eines der erfolgreichsten Filesharing-Protokolle, das mittlerweile für einen großen Teil des gesamten Internet-Datenverkehrs verantwortlich sein soll. Ein Nachteil von BitTorrent ist nur der Bedarf von zentralen Trackern, welche die einzelnen Quellen und Downloads verwalten. Die bisher eher auf Grund von Links zu größtenteils unerlaubten Spiel-, Video- und Musikkopien aufgefallene Website SuprNova will diese Abhängigkeit von zentralen Trackern und Webseiten durch Entwicklung eines "dezentralisierten" BitTorrent-Netzwerks aus der Welt schaffen.
Mit Snocap startet Napster-Gründer Shawn Fenning einen neuen Anlauf in Sachen Peer-to-Peer, diesmal aber in Kooperation mit Unterstützung der Musikindustrie. Snocap soll einen legalen Download-Dienst mit der Tiefe von P2P-Tauschbörsen bieten. Als erstes Major-Label hat Marktführer Universal Music seine Unterstützung zugesagt.
Im Rahmen universitärer Forschung soll mehr über die Ansichten von Tauschbörsen-Nutzern herausgefunden werden, die Kazaa, eMule, Bittorrent und Co. zum nicht immer legalen Download von Musik verwenden. Konkret geht es um die Einstellung zu Filesharing im Allgemeinen und Standpunkte zur aktuellen öffentlichen Debatte "abseits polemischer Diskussionen".
Die neue Version 3.0 der Peer-to-Peer-Software Kazaa soll Skype, eine populäre Voice-Over-IP-Telefoniersoftware, enthalten, teilten die Unternehmen mit.
Die US-Filmindustrie in Form der Motion Picture Association of America (MPAA) nimmt sich ein Beispiel an der Musikindustrie und will nun Nutzer von Tauschbörsen verklagen, die illegale Filmkopien tauschen, berichtet unter anderem das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Kreise.
Die deutsche Musikindustrie zieht eine positive Zwischenbilanz ihres Vorgehens gegen Musikanbieter in Tauschbörsen. Die Strafanzeigen gegen Tauschbörsennutzer hätten eine erkennbar abschreckende Wirkung, resümiert Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände.
StreamCast bietet seinen FileSharing-Client Morpheus nun in der neuen Version 4.5 und verspricht dank Unterstützung von NEOnet deutlich bessere Suchergebnisse. Dazu bilden Clients, die Morpheus 4.5 nutzen, ein eigenes P2P-Netz, aber auch andere Netze wie Gnutella, eDonkey und FastTrack (Kazaa) werden unterstützt.
Illegale Download aus Tauschbörsen schaden der Filmwirtschaft, zu diesem Ergebnis kommt die Studie "An empirical study of the effects of peer-to-peer filesharing on the film industry" von Victor Henning, Doktorand an der Professur für Marketing und Medien (Prof. Dr. Thorsten Hennig-Thurau) der Bauhaus-Universität Weimar. Negative Auswirkungen auf den Umsatz durch ein rechtliches Vorgehen gegen Tauschbörsennutzer sei nicht zu befürchten.
Bei jeder zweiten Datei in Tauschbörsen handelt es sich um Musik, so Media Control. Das Baden-Badener Marktforschungsinstitut will daher künftig auch aufweisen, welche Musiktitel in den Tauschbörsen hoch im Kurs stehen.
Mit Buchticket.de startet jetzt eine Online-Tauschbörse für Bücher. Das Tauschprinzip von Buchticket unterscheidet sich aber deutlich von allen bekannten Online-Tauschbörsen.
Wer künftig beim illegalen Kopieren von urheberrechtlich geschützten Werken, beispielsweise beim Herunterladen von Musik oder Kinofilmen aus Internet-Tauschbörsen, erwischt wird, riskiert bis zu drei Jahre Gefängnis oder eine Geldstrafe, berichtet die Zeitschrift Computerbild in ihrer aktuellen Ausgabe.
Die Staatsanwälte in den USA, darunter auch US-General-Staatsanwalt John Ashcroft, wollen jetzt strafrechtlich gegen kriminelle Peer-to-Peer-Netze vorgehen. Ein erstes Verfahren wurde bereits eingeleitet und Hausdurchsuchungen durchgeführt.
Der Absatzrückgang der Phonowirtschaft fiel im ersten Halbjahr 2004 mit 2,9 Prozent deutlich geringer aus als in den letzten drei Jahren. Die Gründe dafür sieht die Industrie vor allem in einer attraktiven Repertoirepolitik der Musikfirmen sowie in dem konsequenten Vorgehen gegen Nutzer von Tauschbörsen. Auch der Verkauf von Klingeltönen entwickle sich rasant und vor allem der DVD-Absatz legte zu.
Sonic Solutions übernimmt den Bereich Consumer Software von Roxio für rund 80 Millionen US-Dollar. Roxio will sich künftig voll auf den Vertrieb digitaler Musik konzentrieren und benennt sich in Napster um.
Es war nicht anders zu erwarten: Noch vor dem aktuellen Produktstart finden sich in P2P-Tauschbörsen illegale Kopien von Doom 3, die von tausenden von Rechnern herunter geladen werden.
Die P2P-Tauschbörse iMesh hat einen Prozess mit der "Recording Industry Association of America" (RIAA) außergerichtlich beigelegt. Den iMesh-Betreibern war von der Musikindustrie vorgeworfen worden, im erheblichem Umfang die Verletzung von Urheberrechten zu fördern.
Mit mod_bt hat Tyler MacDonald ein Apache-Modul veröffentlicht, mit dem Apache 2 zum BitTorrent-Tracker wird. Mittels Perl oder PHP kann dabei direkt auf die Tracker-Daten zugegriffen werden. Langfristig soll mod_bt zu einer Lösung ausgebaut werden, die es Webmastern erlaubt, große Downloads auf einfache Weise über BitTorrent abzuwickeln.
Mit einer Gesetzesvorlage für den so genannten "Inducing Infringement of Copyrights Act of 2004" sorgt der US-Senator Orrin Hatch derzeit für Wirbel in den USA. Hatch will erreichen, dass zukünftig nicht mehr unbedingt diejenigen von der Medienindustrie verklagt werden, die urheberrechtlich geschützte Werke zum Up- oder Download anbieten, sondern vielmehr diejenigen, welche die Nutzer zu einem derartigen Verhalten anstiften. Nach Meinung der Electronic Frontier Foundation (EFF) könnte dies unter anderem zu einem Verbot von Apples iPod führen.
Lawrence Lessig, Professur für Jura an der Stanford Universität und Vorstandsmitglied der Free Software Foundation, hat in dem Blog auf seiner Homepage auf einen Gesetzesentwurf des US-Senators Orrin G. Hatch aufmerksam gemacht: Nach dem Willen von Hatch sollen zukünftig nicht mehr unbedingt diejenigen von der Medienindustrie verklagt werden, die urheberrechtlich geschützte Werke zum Up- oder Download anbieten, sondern vielmehr diejenigen, welche die Nutzer zu einem derartigen Verhalten anstiften. Hat Hatch mit seinem Vorschlag Erfolg, könnte dies unter anderem ein Verbot von P2P-Software mit sich bringen.
Gegen die Vormachtstellung des iTunes Music Store ist in den USA schwer anzukommen - die zahlreichen Konkurrenten können bisher nur einen Bruchteil der Downloads vermelden, die Apple bereits vorzuweisen hat. Auch der von Roxio gestartete neue Napster-Dienst dümpelt bisher eher vor sich hin, was man nun aber durch eine ungewöhnliche Promotion-Aktion ändern will: Wer sich für ein Napster-Jahresabonnement anmeldet, bekommt einen hochwertigen MP3-/WMA-Player von Rio geschenkt.
Obwohl Peer-to-Peer-Systeme vor allem durch den Tausch von populärer Musik die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit erlangt haben, so gibt es doch viele Möglichkeiten, die Technik legal zu nutzen. Auf der Konferenz "Wizards of OS 3" stellte der Cambridge-Professor Ross Anderson Beispiele für die legitime Nutzung von Peer-to-Peer-Technik zur kostengünstigen verteilten Datenspeicherung für Online-Bibliotheken und Museen bis zur Rettung des überfrachteten Usenet vor.
FastTrack, Betreiber der Musiktauschbörse "Kazaa", hat vor dem Europäischen Markenamt ein Widerspruchsverfahren gegen die Eintragung des Namens der Tauschbörse verloren, dies teilte jetzt die von der Nemetschek AG mit dem Widerspruch beauftragte Wirtschaftskanzlei Selting & Baldermann mit. Sollte die Entscheidung vor einem deutschen Gericht im Rahmen einer Unterlassungsklage bestätigt werden, wäre es "Kazaa" nicht mehr möglich, wie bisher unter diesem Namen aufzutreten.
Nachdem die amerikanische Musikindustrie bereits seit Monaten Nutzer von Tauschbörsen auf Grund von Urheberrechtsverletzungen verklagt und in hohem Umfang außergerichtliche Einigungen gegen hohe Bußgeld-Zahlungen erwirkt, vermeldet die Branche in einer Pressemitteilung der Phonoverbände nun auch in Deutschland die ersten "erfolgreichen Verfahren gegen illegale Musikanbieter". Ein Auszubildender aus Cottbus wurde nun zu einer Zahlung von 8.000 Euro verpflichtet.
Der kostenlose, universelle Filesharing-Client Shareaza, bisher nur für Windows erhältlich, hat nach langer Beta-Phase endlich die Version 2.0 erreicht - außerdem bietet das Programmierteam den Quelltext der Software nun unter einer Open-Source-Lizenz zum Download an.
Wer in Italien Songs über eine Tauschbörse anbietet oder herunterlädt, muss zukünftig mit drastischen Strafmaßnahmen rechnen: Wie The Register berichtet, hat das Parlament in Italien einer Gesetzesvorlage zugestimmt, die Up- und Download-Vorgänge urheberrechtlich geschützter Werke ab sofort als strafbare Handlung einstuft.
Loudeye bietet über seine Tochter Overpeer einen erweiterten Dienst an, der den Tausch illegaler Dateien über Peer-to-Peer-Systeme besonders effektiv verhindern soll. Loudeye garantiert im Rahmen eines Service Level Agreements eine Effektivität von 99 Prozent.
Die populäre Filesharing-Software Kazaa steht mit der neuen Version 2.6.3 erstmals auch in deutscher Sprache zur Verfügung. Zudem wurde das Programm auch um einige kleine Merkmale erweitert.
Die "Grüne Jugend" hat heute in Berlin ihre zentrale Europawahl-Kampagne copy4freedom.de gestartet. Mit diversen Motiven, einer Copy4freedom-CD, einem Remix-Wettbewerb mit Daniel Cohn-Bendit und einer umfangreichen Kampagnen-Webseite will der Jugendverband der Grünen seine zentralen Forderungen für die europäische Wissens- und Informationsgesellschaft unterstreichen.
Beim Domain Name System handelt es sich zwar um eine weltweit verteilte Datenbank, einige Teile sind aber dennoch zentralisiert. Das Distributed-DNS-Projekt (DDNS) hat sich nun zum Ziel gesetzt zu untersuchen, inwieweit das DNS wirklich vollkommen dezentral geführt werden kann und einen ersten Prototypen einer entsprechenden P2P-Software veröffentlicht.
Mit zahlreichen Klagen gegen Tauschbörsenbenutzer versucht die Musikindustrie derzeit weltweit, die beständig zunehmende Flut an Musik-Downloads einzudämmen - aus Angst vor hohen Schadenersatzforderungen sollen die Anwender dazu gebracht werden, keine urheberrechtlich geschützten Lieder mehr herunterzuladen. Der Wittener Konsumforscher Markus Giesler widerspricht allerdings den von der Industrie gemachten Äußerungen, dass man beim Datentausch über das Netz mit rechtlichen Folgen zu rechnen habe - ein Risiko sei praktisch kaum vorhanden.
Die Musikindustrie musste in Kanada im Kampf gegen die für Umsatzrückgänge verantwortlich gemachten Filesharing-Nutzer eine schwere Niederlage einstecken: Richter Konrad von Finckenstein urteilte am 31. März 2004, dass die Adressen von 29 angezeigten Filesharing-Nutzern nicht herausgegeben werden müssen, da die Personen nicht für die illegale Musikdistribution zur Verantwortung gezogen werden könnten.
Der Musikindustrie geht es alles andere als gut: 2003 war das sechste Jahr in Folge mit massiven Verkaufsrückgängen, alleine im Vergleich zu 2002 fiel der Umsatz um knapp 20 Prozent. Abhilfe sollen jetzt Gerichtsverfahren nach Vorbild der amerikanischen RIAA schaffen: Wie Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände, bekannt gab, werden ab sofort in Deutschland Verfahren gegen illegale Musikanbieter in Tauschbörsen eingeleitet.
File-Sharing hat so gut wie keinen Einfluss auf die Plattenverkäufe, zu diesem Schluss kommt eine Studie von Felix Oberholzer, Professor an der Harvard Business School, und Koleman Strumpf, Professor an der Universität North Carolina in Chapel Hill, die die Effekte von File-Sharing auf Plattenverkäufe statistisch untersucht hat.
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