Derzeit arbeiten auf der ganzen Welt laut einer aktuellen Erhebung gut 1 Million Industrieroboter, die meisten in Japan. Dort arbeiten knapp 300 Roboter unter 10.000 Menschen. Deutschland liegt in der Robotisierung der Industrie auf einem guten Platz, weit vor den USA.















Microsofts Robotics Developer Studio (RDS) 2008 ist fertig. Die für die Roboterentwicklung gedachte Programmierumgebung verspricht in nunmehr dritter neuer Hauptversion überarbeitete Werkzeuge, mehr Flexibilität beim Kompilieren und das Erzeugen von schnelleren Anwendungen.
Das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung hat mit einem Maschinenbauunternehmen und einem Roboterhersteller zwei Rapid-Prototyping-Verfahren entwickelt, die die Betriebsabläufe in Gießereien rationalisieren: Roboter sollen künftig den Gießereiarbeitern das mühsame Erstellen von Gussformen für große Teile abnehmen.
Honda hat ein Geh-Assistenz-System vorgestellt. Es soll Menschen beim Treppensteigen, Hinhocken und Aufstehen unterstützen. Das System trägt einen Teil des Körpergewichts und soll so Beinmuskulatur und Gelenke entlasten.
Der japanische Elektronikkonzern Oki und der Büromöbelhersteller Okamura haben gemeinsam einen robotischen Schreibtischstuhl entwickelt. Lehne und Sitzfläche des Möbelstücks passen sich automatisch dem Körperbau des Nutzers an und unterstützen seine Bewegungen.
Die dänische Künstlergruppe N55 hat ein Haus konstruiert, das sich auf sechs robotischen Beinen fortbewegt. Das Haus, das derzeit im britischen Cambridge besichtigt werden kann, soll traditionell nomadisch lebenden Menschen wie den Roma ein zeitgemäßes Domizil bieten.
Sanft wie eine übergroße Libelle schwirrt ExoFly durch die Lüfte. Derzeit noch auf der Erde, genauer gesagt rund um die Universität von Delft, wo der Flugroboter mit entwickelt wurde. In ferner Zukunft soll er jedoch über die Oberfläche ferner Planeten schweben und Pfadfinder für laufende oder fahrende Roboter spielen.
Im Rahmen des EU-Projektes Lirec untersuchen Forscher, wie Roboter beschaffen sein müssen, damit Menschen sie als Hilfe im Haushalt akzeptieren. Im Interview mit Golem.de erklärt Martin Diruf von der Universität in Bamberg, dass ein Roboter wie Pleo Vorurteile gegen Roboter abschwächen kann, dass aber Emotionalität nicht ausreicht, um eine langfristige Beziehung zwischen Mensch und Maschine aufzubauen.
Wissenschaftler aus Kalifornien haben eine Methode entwickelt, die es Robotern erleichtert, Menschen oder anderen Robotern zu folgen. Das System analysiert Hinweise, die auf eine Änderung der Bewegungsrichtung deuten, und kann so die Richtungsänderung antizipieren. Ziel ist, dass Roboter Menschen besser folgen können.
Ein robotisches System, das ein Israeli entwickelt hat, ermöglicht es Gelähmten, aus dem Rollstuhl aufzustehen und zu gehen. ReWalk besteht aus computergesteuerten und motorisierten Beinschienen. Exoskelette aus Japan und den USA verleihen Menschen Riesenkräfte.
Zum Abschluss des Intel Developer Forums 2008 durfte traditionell "Chief Technology Officer" Justin Rattner seine Vision der Technologiezukunft verbreiten. Und recht visionär und nahe an der Science-Fiction sagte Rattner voraus, dass die Grenzen zwischen Mensch und Maschine bis zum Jahr 2050 verschwimmen könnten. Dafür konnte er auch einige praktische Demonstrationen zeigen, darunter die drahtlose Übertragung von elektrischer Energie mit hoher Leistung.
US-Wissenschaftler haben einen Unterwasserroboter gebaut, der selbstständig hochauflösende Karten vom Meeresgrund erstellt. Bei seinem ersten Einsatz hat er geeignete Orte für den Aufbau unterseeischer Forschungsstationen ausgemacht.
Toyota hat einen kleinen Roboter als Transportfahrzeug für Menschen vorgestellt. Der Autohersteller beschreibt den Winglet als das Alltagstransportmittel der Zukunft. Die Bedienung ist jedoch gewöhnungsbedürftig.
Während es den deutschen Zweibeinern 2006 nur zum dritten Platz in der Fußballweltmeisterschaft reichte, konnten sich die deutschen Roboter auch 2008 wieder gegen die Konkurrenz durchsetzen: Roboter aus Deutschland gewannen beim RoboCup im chinesischen Suzhou gleich mehrere Weltmeistertitel.
Forscher des norwegischen Unternehmens Sintef entwickeln einen Roboter, der sich wie eine Schlange bewegt. Der flexible Roboter soll sich durch waagerechte und senkrechte Rohre bewegen und nach Lecks suchen.
Das US-Unternehmen iRobot wird den Unterwasserroboter Seaglider kommerziell herstellen. Dazu hat der Roboterhersteller eine Lizenzvereinbarung mit den Entwicklern von der Universität in Seattle getroffen. Für den ursprünglich für Forschungszwecke entwickelten Seaglider hat iRobot militärische Anwendungen im Sinn.
Die Europäische Union will ihren Etat zur Förderung von Robotik und Automation drastisch steigern. Bis zum Jahr 2010 will die Union 400 Millionen Euro bereitstellen. Das ist doppelt so viel wie bisher.
Tisch decken, Speisen und Getränke servieren, Gäste bedienen - dafür war früher der Butler zuständig. Geht es nach Forschern von einem Stuttgarter Fraunhofer Institut, soll künftig der Care-O-bot dem Menschen im Haushalt zur Hand gehen.
Wissenschaftler in den USA haben mikroskopisch kleine Roboter gebaut, die auf bestimmte Signale hin Muster bilden oder Aufgaben im Nanobereich erledigen können. Weil sie sich im Aufbau minimal voneinander unterscheiden, reagieren sie unterschiedlich auf das gleiche elektrische Signal. Sie sollen unter anderem in der Zellforschung eingesetzt werden.
Wissenschaftler erforschen derzeit intensiv die Auswirkungen des Klimawandels auf die Pole. Um besser Daten in diesen unwirtlichen Gegenden sammeln zu können, haben Wissenschaftler in den USA Snomotes entwickelt. Das sind autonom agierende Roboter, die in Schwärmen das ewige Eis bereisen und vor Ort Daten sammeln.
Roboter dürfen Menschen nicht verletzen, forderte der Science-Fiction-Autor Isaac Asimov vor knapp 60 Jahren. Die Realität hat ihn längst überholt: Auf einer Waffenmesse haben ein amerikanischer Roboterhersteller und ein australischer Waffenbauer einen neuen Kampfroboter vorgeführt. Eine der möglichen Anwendungen sei die Kontrolle von Menschenmassen.
Roboter aus Deutschland und Japan haben in einem internationalen Wettbewerb als Beste abgeschnitten. Ihnen gelang es als einzigen, in einer simulierten Weltraummission alle Aufgaben zu bewältigen. Der nächstplatzierte Roboter löste nur die Hälfte der Aufgaben.
Der Roboter Asguard bewegt sich auf speziellen Rädern, die die Vorteile von Fahren und von Laufen vereinen. Das macht den Roboter sehr wendig und prädestiniert ihn für Einsätze beispielsweise in Katastrophengebieten.
Fahrzeuge auf Rollen sind bewährte Fortbewegungsmittel. Doch sie kommen nicht überall hin. Sie können beispielsweise nicht in Krater auf fremden Planeten vordringen. Die Robotiker des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz haben deshalb Laufroboter entwickelt, die sich auch in unzugänglichem Gelände fortbewegen können. Die Vorbilder fanden sie in der Natur.
Das Stanford Research Institute (SRI) hat einen Roboter vorgestellt, der auch in der Senkrechten nicht den Halt verliert. Dank einer Technik mit der Bezeichnung Elektroadhäsion kann er die Wände hochfahren.
Rohstoffe wie Erdöl werden an Land knapp, die Suche verlagert sich ins Meer, vor allem in die Tiefsee. Dort übernehmen Maschinen die Wartung oder Inspektion von Anlagen auf dem Meeresgrund, die bislang umständlich von Hand gesteuert werden. Die Forschungsgruppe Robotik des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen entwickelt derzeit ein System, das die Arbeit mit Unterwasser-Robotern vereinfachen soll.
Raytheon Sarcos hat einen Roboteranzug entwickelt, der dem Film "Iron Man" entsprungen sein könnte, nur dass er auch in der Realität funktioniert. Zwar fliegt sein Träger nicht durch die Gegend, hunderte von Kilos kann er mit dem Exoskelett jedoch mühelos stemmen, verspricht das Rüstungsunternehmen, das seine Erfindung, die schon länger bekannt ist, jetzt demonstrierte. Die Entwickler ließen durchblicken, woher sie ihre Inspirationen nehmen - SciFi gehört dazu.
Die erfolgreiche Aufklärung des unmittelbaren Gefechtsfeldes entscheidet häufig, ob ein Militäreinsatz erfolgreich verläuft oder nicht. Seit Jahrtausenden versuchen Soldaten deshalb, die Position ihrer Feinde festzustellen, während sich die Gegner so gut wie möglich zu schützen versuchen. Mit einer neuen Form von Drohnen soll das US-Militär in urbanen Gefechtsfeldern Aufklärung betreiben: mit Roboter-Insekten.
Wissenschaftler der Universität von Toronto haben einen wenige Millimeter großen robotischen Greifer entwickelt, der nur minimale Kraft ausübt. Er greift und transportiert selbstständig mikroskopisch kleine Zellen, ohne sie zu beschädigen.
Haben Roboter Gefühle? Im Roman schon - man denke nur an Marvin, das depressive Maschinenwesen aus Douglas Adams' Romanserie "Per Anhalter durch die Galaxis" oder an den vom Blitz beseelten Hollywood-Roboter aus "Nummer 5 lebt!". In der Realität sieht es anders aus. Doch das wollen europäische Wissenschaftler ändern und künstlichen Wesen Emotionen und Persönlichkeit verleihen. Dabei geht es nicht nur um Roboter, sondern auch um andere virtuelle Lebensformen.
Der US-Konzern Raytheon hat ein robotisches Exoskelett entwickelt, das die Leistungsfähigkeit von Soldaten erhöhen soll. Der Roboteranzug unterstützt die Bewegungen des Menschen mit hydraulischen Muskeln. So kann er zum Beispiel große Gewichte heben.
Microsoft hat auf der "RoboBusiness Conference and Exposition" in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania eine neue Testversion seines Roboter-Betriebssystems "Robotics Studio" veröffentlicht. Diese soll nun von Partnern, Kunden und Entwicklern getestet werden. Die endgültige Version soll im Lauf des Jahres 2008 erscheinen.
Das Militär möchte lieber Roboter als Soldaten zum Kampfeinsatz ins Feld schicken. Britische Friedensaktivisten hingegen wollen verhindern, dass künftig Maschinen über Leben und Tod von Menschen entscheiden. Sie wollen deshalb autonome Kampfroboter ächten lassen.
Der Biologe Holk Cruse von der Universität Bielefeld hat die Bewegungen von Stabheuschrecken beobachtet und seine Erkenntnisse auf die Robotik übertragen. Er ist überzeugt, auf diese Weise bessere Roboter zu bauen - auch wenn er in Wirklichkeit etwas ganz anderes herausfinden will. Im Hamburger Körberforum hat er kürzlich seine Forschungsergebnisse vorgestellt.
IRobot, ein Hersteller von Haushalt-Roboterstaubsaugern, hat eine Ausschreibung des US-Militärs gewonnen. Dabei geht es um die Entwicklung eines kleinen Roboters, der von den Truppen im Feld zum Aufbau von WLAN-Kommunikationsnetzen verwendet werden soll. Die LANdroids sollen sogar geworfen werden können und bauen nach ihrer Landung selbstständig untereinander Funknetzwerke auf.
Roboter mit Persönlichkeit werden ein wichtiger Teil unserer Zukunft sein, ist David Hanson überzeugt. Golem.de sprach mit dem Robotiker aus den USA über die intelligenten Roboter der Gegenwart und darüber, welche Anforderungen gegeben sein müssen, damit sie in Zukunft friedlich mit uns zusammenleben.
Die Universität Michigan hat Forschungsgelder für ein auf fünf Jahre angelegtes Forschungsprojekt erhalten, das zum Ziel hat, ein winziges Roboter-Spionageflugzeug mit einer Länge von gerade einmal 16 cm zu entwickeln, das äußerlich einer Fledermaus ähnelt.
Weltraum und Roboter, das gehört zusammen wie - nun: wie R2-D2 oder C-3PO und Star Wars. Aber nun ist aus der Science Fiction Science Reality geworden: In den letzten Tagen haben Astronauten auf der internationalen Weltraumstation einen Weltraumroboter zusammengebaut. Letzte Arbeiten werden sie am heutigen Montag ausführen, dann soll Mr. Dextre voll einsatzfähig sein.
Laserpointer sind praktische Geräte. Fotofreaks und Power-Point-Junkies kommen ohne die optischen Zeiger oft nicht aus. Forscher in den USA haben nun eine neue Anwendung für einen solchen Laserpointer gefunden: als Fernbedienung für einen Roboter.
Pleo, der Kuschelroboter im Dinosaurier-Look, war auf der CeBIT 2008 eine der großen Attraktionen. In Hannover hat der US-Hersteller Ugobe auch für Deutschland den Verkaufsstart für den Roboter bekanntgegeben, der hierzulande für 299,- Euro erhältlich sein wird.
Die Software des neuseeländischen Unternehmens Massive hat Orks und Elben in "Herr der Ringe" und Ratten in "Ratatouille" zum Leben erweckt. Jetzt werden damit Evakuierungen simuliert, um Gebäude sicherer zu machen.
Präzisionsarbeit ist bei Operationen am Gehirn das A und O - und sie wird schon heute häufig mit Roboterunterstützung durchgeführt. Das MRT-Gerät selbst (Magnetresonanztomographie), ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung der Gewebestrukturen, ist für Operationsroboter bislang unerreichbar. Das soll sich mit dem neuroArm, den Forscher der Universität Calgary entwickeln, nun ändern.
Orthopäden am Aachener Universitätsklinikum testen einen neuen Großroboter im Operationssaal. Das Ungetüm soll während einer Operation Röntgengeräte steuern, die hochauflösende dreidimensionale Bilder des Patienten liefern.
Technik an sich ist weder gut noch böse - dennoch erschreckt die Entwicklung kleiner bewaffneter Kampfroboter in Verbindung mit menschlichen Bedienern, die ihre Steuerung per Head-Tracking und Videobrille übernehmen.
Damit Roboter sich in für sie fremden Umgebungen zurechtfinden können, bedarf es einer ausgefeilten Sensorik. Neben Techniken wie Radar, Infrarot und Video gibt es auch die Nachfrage nach einem Tastsinn. Um den zu entwickeln, orientieren sich Forscher an der Natur - und in diesem Fall an den Tasthaaren von Ratten.
Ein niederländischer Tankstelleinhaber will sich die Arbeit erleichtern: Er hat einen Roboter konstruiert, der die Autos betankt. Der Roboter nutzt eine Datenbank mit den in den Niederlanden angemeldeten Fahrzeugtypen.
Die Zeiten von Robotern mit kühlem mechanischen Design wie Sonys Aibo scheinen vorbei. Roboter mit Persönlichkeit wie der Zeno liegen derzeit im Trend. Großer Renner im Weihnachtsgeschäft in den USA war ein knuddeliger Dinosaurier-Roboter namens Pleo, den das kalifornische Unternehmen Ugobe für rund 350,- US-Dollar auf den Markt gebracht hat.
Amerikanischen Wissenschaftlern ist es erstmals gelungen, einen Roboter mit Gedankensignalen zu steuern. Ein Affe auf einem Laufband setzte den Roboter auf der anderen Seite des Erdballs in Bewegung. Die Forscher erhoffen sich daraus Erkenntnisse für die Entwicklung eines Bewegungsapparates für Gelähmte.
Spätestens seit Sonys robotischem Kuscheltier Aibo erfreuen sich intelligente Maschinen großer Beliebtheit bei Kindern. Der Hersteller WowWee präsentiert in Las Vegas auf der CES 2008 mehrere neue Roboter - für Kinder und Eltern.
Mit Maschinenmusik verbindet man die Musik von Bands wie Kraftwerk oder kraftvolle Technobeats, weniger jedoch klassische Klänge. Die entlockte jedoch ein von Toyota entwickelter Roboter mit einer Geige. Der japanische Autohersteller will seine Robotiksparte in den kommenden Jahren stark ausbauen. Die japanische Regierung fördert diese Zukunftsbranche.