Als Rapid Prototyping wird die Herstellung von Werkstücken nach einem am Computer erstellten 3D-Modell bezeichnet. Sogenannte 3D-Drucker bauen die Teile aus Kunststoff oder Metall. So lassen sich schnell Prototypen für Tests bauen. Werden diese Verfahren in der Fertigung angewandt, heißen sie Rapid Manufacturing.
Belgische und niederländische Wissenschaftler haben zum ersten Mal einen kompletten Unterkiefer ersetzt. Die Prothese, die sie der 83-jährigen Patientin implantiert haben, wurde von einem 3D-Drucker aus Titanpulver aufgebaut.


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Über The Pirate Bay können Nutzer ab sofort auch 3D-Designs tauschen. Die Objekte sollen sie dann von einem 3D-Drucker aufbauen lassen.
Das US-Magazin Make hat eine Anleitung veröffentlicht, wie sich Gegenstände aus transparentem Aluminium herstellen lassen. Scotty lässt grüßen.
CES 2012 Cubify heißt eine Rapid-Prototyping-Plattform, die das US-Unternehmen 3D Systems eröffnet hat. Dazu gehören ein 3D-Drucker für Endkunden, ein 3D-Druckdienst und eine Datenbank mit 3D-Objekten. Diese kann der Nutzer aber auch selbst erstellen - etwa mit einer Kinect.
CES 2012 Replicator, das neue Modell des 3D-Drucker-Herstellers Makerbot, kann zweifarbig ausdrucken.
CES 2012 Statt in einer Pressemitteilung ein neues Gerät anzupreisen, hat das New Yorker Unternehmen Makerbot Industries ein Textadventure veröffentlicht. Darin sind Hinweise auf den neuen 3D-Drucker des vom Rapid-Prototyping-Aktivisten Bre Pettis gegründeten Unternehmens versteckt.
Selbermachen im 21. Jahrhundert heißt, Objekte im 3D-Drucker aufzubauen. Ein Designer aus den USA hat ein Gerät entworfen, das nur 500 US-Dollar kosten soll. Der Nutzer kann damit auch weitere 3D-Drucker herstellen.
US-Forscher haben ein Verfahren entwickelt, um aus gedruckten 2-D-Mustern dreidimensionale Gegenstände zu machen. Dazu werden ein Tintenstrahldrucker, ein Spezialkunststoff und eine Wärmelampe eingesetzt.
Platinen für Computer könnten in absehbarer Zeit aus dem 3D-Drucker kommen. Der Chef eines 3D-Druck-Dienstleisters aus den USA schätzt, dass die Komponenten in etwa zwei Jahren per Rapid Manufacturing aufgebaut werden.
Er ist bunt und lustig geformt und soll Rapid Prototyping ins Kinderzimmer bringen: Origo ist ein 3D-Drucker für Kinder im Alter von etwa zehn Jahren.
Nutzer können beim französischen Unternehmen Sculpteo auch Objekte aus Silber erstellen lassen, zum Beispiel selbst gestaltete Schmuckstücke. Die Objekte werden dann in bewährter Manier im 3D-Drucker aufgebaut und anschließend mit Silber überzogen.
Aus Südengland kommt das erste Rapid-Prototyping-Flugzeug: Die Drohne Sulsa wurde in wenigen Tagen im 3D-Drucker erstellt.
Designstudent Markus Kayser nutzt die Kraft der Sonne, um Sahara-Sand zu schmelzen. Über eine Linsenkonstruktion wird das Licht so stark gebündelt, dass der Sand flüssig wird. Doch damit nicht genug. Im Sinterverfahren entstehen mit einem einfachen 3D-Drucker aus dem Sand Gegenstände.
Am Massachusetts Institute of Technology (MIT) ist eine CNC-Fräsmaschine entwickelt worden, die selbst mit einem 3D-Drucker im Rapid-Prototyping-Verfahren ausgedruckt werden kann. Das Gehäuse wird einfach zusammengesteckt und mit Werkzeugen, Schritt- und Steppmotoren versehen.
Wissenschaftler der TU Wien haben einen 3D-Drucker konstruiert, der Werkstücke aus flüssigem Kunstharz aufbaut. Der Mikro Printer wiegt nur anderthalb Kilogramm und ist so groß wie eine Milchtüte.
Der US-Konzern General Electric hat eine Abteilung für Entwicklung neuer Herstellungsverfahren eröffnet. Ziel ist, Bauteile im 3D-Druck aufzubauen.
Computertomographen liefern 3D-Bilder aus dem Körper, die jedoch als zweidimensionale Bilder ausgegeben werden. US-Radiologen wollen aus den 3D-Bildern mit Hilfe von Rapid-Prototyping-Methoden 3D-Modelle erstellen. Diese sollen eine bessere Planung einer Operation ermöglichen.
Cebit Das irische Unternehmen Mcor Technologies stellt auf der Cebit 2011 einen 3D-Drucker vor. Das Gerät erstellt dreidimensionale Objekte aus Papier. Es klebt A4-Blätter zusammen und schneidet das Objekt Schicht für Schicht aus.
Rapid Prototyping mal ganz anders: Auf einer wissenschaftlichen Konferenz haben Wissenschaftler demonstriert, wie sie mit dem 3D-Drucker Körpergewebe herstellen. Damit wollen sie in Zukunft lebendige Implantate erschaffen.
"Fabbing", das Ausdrucken von dreidimensionalen Gegenständen, könnte dank Open Source die Produktionsgesellschaft umkrempeln. Noch aber sind die Geräte zu frickelig.
Kupfer ist ein wichtiger Werkstoff, kann jedoch derzeit nicht durch selektives Laserschmelzen verarbeitet werden. Forscher von Fraunhofer ILT haben das Rapid-Manufacturing-Verfahren so modifiziert, dass künftig Bauteile doch aus dem roten Metall aufgebaut werden können.
Rapid Prototyping in der Musik: Ein Wissenschaftler am MIT hat mit Hilfe eines 3D-Druckers eine Querflöte hergestellt.
Das kanadische Unternehmen Kor Ecologic hat ein Plugin-Hybridauto entwickelt, dessen Kunststoffkarosserie von einem 3D-Drucker aufgebaut werden soll. Derzeit existiert allerdings erst ein verkleinertes Modell des Ökoautos.
Rapid Prototyping wird erschwinglicher: Nach Hewlett Packard bringt auch das US-Unternehmen Z Corporation zwei 3D-Drucker auf den Markt, die für einen niedrigen fünfstelligen Betrag zu haben sind. Das Farbgerät ist dabei deutlich teurer als das, das nur monochrome Gegenstände herstellt.
Sculpteo ist ein neuer Rapid-Prototyping-Dienstleister. Nutzer können digitale 3D-Modelle hochladen und Sculpteo druckt sie aus.
Günstigere Flugzeugwartung per Rapid Manufacturing - das war das Ziel eines Projektes des Fraunhofer Instituts für Lasertechnik (ILT). Die Forscher haben gezeigt, dass sich auch hoch beanspruchte Turbinenteile aus Metallstaub aufbauen lassen.
Der Hardwarehersteller Hewlett-Packard (HP) wird zwei 3D-Drucker auf den Markt bringen. Mit den Geräten lassen sich im Rapid-Prototyping-Verfahren Werkstücke aus Kunststoff aufbauen. Beide 3D-Drucker sollen ab Mai 2010 verfügbar sein.
In Manchester hat das erste Fab Lab eröffnet. Dabei handelt es sich um eine mit Rapid-Prototyping-Werkzeugen ausgestattete Werkstatt, in der Nutzer selbst entworfene Gegenstände herstellen können.
Marcelo Coelho und Amit Zoran vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben einen Essensdrucker entwickelt, der ähnlich wie industrielle Rapid-Prototyping-Maschinen arbeitet. Der Cornucopia soll Zutaten schichtweise auftragen und sogar kochen können. Noch ist Cornucopia nur ein Konzeptdesign.
RFID-Chips ertragen Temperaturen nur bis etwa 100 Grad. Deshalb konnten sie bisher nicht in Bauteile aus Metall integriert werden. Fraunhofer-Forscher haben ein Rapid-Manufacturing-Verfahren entwickelt, mit dem Metallteile mit RFID-Chips ausgestattet werden können.
Wenn eines Tages Menschen auf fernen Himmelskörpern leben, können sie nicht von der Erde aus mit Material versorgt werden und müssen Gegenstände selbst herstellen. Das wird noch dauern, doch die Nasa hat schon eine Möglichkeit entwickelt, schnell und mit wenig Materialaufwand Werkstücke aus Metall zu fertigen.
Ein Glas aus dem Drucker? Das geht. Forscher aus den USA haben eine Rapid-Prototyping-Methode entwickelt, bei der Glasgefäße und Glasgegenstände mit dem 3D-Drucker hergestellt werden können. Sie müssen dann nur noch gebrannt werden.
Zwei Wissenschaftler in den USA haben einen Roboter nach dem Vorbild einer Fledermaus entwickelt. Der etwa handgroße Flugroboter soll zur Aufklärung dienen, aber auch dem wissenschaftlichen Fortschritt.
Das niederländische Unternehmen Shapeways erzeugt mit Hilfe eines computergesteuerten Produktionsprozesses Flachreliefs aus Fotos, die der Kunde selbst hochladen kann. Scheint Licht durch das dünne, halbtransparente Material, erscheint das Foto.
Die Open-Source-Initiative Fritzing hat vor wenigen Tagen eine neue Betaversion ihrer gleichnamigen Software veröffentlicht. Das Programm ist für Designer und Künstler gedacht, die elektronische Geräte entwerfen.
In den USA gibt es derzeit einen Boom, Gegenstände selbst herzustellen: Der technische Fortschritt macht Rapid-Prototyping-Maschinen auch für Normalbürger erschwinglich. Aktivist Bre Pettis erklärt Golem.de die Faszination des Selbermachens.
Das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung hat mit einem Maschinenbauunternehmen und einem Roboterhersteller zwei Rapid-Prototyping-Verfahren entwickelt, die die Betriebsabläufe in Gießereien rationalisieren: Roboter sollen künftig den Gießereiarbeitern das mühsame Erstellen von Gussformen für große Teile abnehmen.
Forscher am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen haben ein Simulationsprogramm entwickelt, das die innere Struktur und die Dichteverteilung des Knochenmaterials berechnet. Mit diesen Daten lassen sich Knochenimplantate erstellen, die aus Metallstaub im Rapid-Prototying-Verfahren mit einem Laser gesintert werden.
Der Brite Adrian Bowyer hat einen 3D-Drucker entwickelt, der auch für Heimnutzer erschwinglich ist. Mit diesem Gerät können die Nutzer die unterschiedlichsten Gegenstände aus Kunststoff herstellen - sogar die Teile für einen neuen 3D-Drucker.
Im Mai 2007 hatte der Druckerhersteller Desktop Factory einen 3D-Drucker für 5.000,- US-Dollar angekündigt - nun können Vorbestellungen für den Desktop Factory 125 ci aufgegeben werden. Mit den Vormerkungen sichert sich der Hersteller allerdings einen zinslosen Kredit: Jeder Interessent muss nämlich 10 Prozent Anzahlung leisten.
In der Industrie sind sie für die schnelle Erstellung von Prototypen längst Alltag: die "Fabber". Im Netz findet sich jetzt eine ausführliche Anleitung, um solch ein Gerät auch selbst zu bauen.
Wissenschaftler der Technischen Universität Clausthal entwickeln zurzeit mit Förderung der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) ein neuartiges Verfahren zum Aufbau keramischer Prototypen. Im Forschungsschwerpunkt "Rapid Prototyping" am Institut für Nichtmetallische Werkstoffe soll so durch selektives Laser-Sintern der Aufwand der Modell- und Formenherstellung für komplexe keramische Körper drastisch verringert werden.
Metallteile vom Computer räumlich ausdrucken lassen - was am heimischen PC eher selten möglich sein dürfte, spielt im Maschinenbau eine große Rolle. Mit verschiedenen Verfahren werden in diesen Branchen heute Prototypen und Formen für Spritzguss-Anlagen, Düsen für Extruder oder andere Werkzeuge hergestellt. Die Begriffe Rapid Prototyping und Rapid Tooling deuten an, worum es geht: Geschwindigkeit zählt, wenn neue Produkte gefertigt und auf dem Markt eingeführt werden sollen. Ein Verfahren, mit dem sich auch geometrisch komplexe metallische Werkstücke direkt von den CAD-Daten ausdrucken lassen, wird erstmals in Europa vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen eingesetzt.
In den USA gibt es derzeit einen Boom, Gegenstände selbst herzustellen: Der technische Fortschritt macht Rapid-Prototyping-Maschinen auch für Normalbürger erschwinglich. Aktivist Bre Pettis erklärt Golem.de die Faszination des Selbermachens.
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