Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat Vorschläge zu Legalisierung von File-Sharing über Peer-to-Peer-Netze veröffentlicht. Den Bürgerrechtlern schwebt eine freiwillige Gebühr von 5,- US-Dollar pro Monat für Nutzer von File-Sharing-Diensten vor. Im Gegenzug soll das Herunterladen von Musik über Tauschbörsen erlaubt werden.
Das von dem Softwareunternehmen Neofonie realisierte und gemeinsam mit dem Deutschen Forschungsnetz betriebene Portal nimmt nun den Pilotbetrieb auf und integriert drei Peer-To-Peer-basierte wissenschaftliche Anwendungen für das verteilte, kooperative, wissenschaftliche Arbeiten in Kommunikationsnetzen.
Laut eines Berichts von ZDNet Australien hat die Urheberrechts-Abteilung des australischen Musikindustrie-Verbandes ARIA unter anderem Hausdurchsuchungen bei Sharman Networks und Brilliant Digital veranlasst. Dabei soll es dem ARIA-Ableger MIPI (Music Industry Piracy Investigations) um das Sammeln von Beweisen im Kampf gegen Tauschbörsen-Betreiber gehen, mittels deren Software auch Raubkopien verbreitet werden.
Neben Freenet gibt es mit Mute seit Dezember 2003 ein zweites Filesharing-Netz, das anonymes Filesharing ermöglichen soll. Im Gegensatz zu beliebten Filesharing-Netzen wie Gnutella, Fasttrack und eDonkey bzw. Overnet oder Alternativ-Konzepten wie Bittorrent werden hier direkte Kontakte und unverschlüsselte Dateitransfers beim Up- und Download vermieden.
Der vom DFN-Verein mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geförderte Peer-To-Peer-Dienst für den Austausch wissenschaftlicher Dokumente "Science-To-Science" soll ab 1. Juli 2003 in einer Beta-Version zur Verfügung stehen. Das Projekt soll die Machbarkeit eines Peer-To-Peer-basierten Dienstes zum Austausch wissenschaftlicher Informationen auf Grundlage des Gigabit-Wissenschaftsnetzes (G-WiN) untersuchen und prototypisch implementieren.
Das Free Network Project hat seine Peer-to-Peer-Software Freenet jetzt in einer neuen Version veröffentlicht. Unter anderem verfügt Freenet 0.5.1 im Vergleich zur bisherigen Version 0.5.0.7 über eine als Forward Error Correction (FEC) bezeichnete Fehlerkorrektur.
Peer-to-Peer-(P2P-)Netzwerke stellen nach den meisten Studienergebnissen die beliebteste Art des Musiktauschens im Internet dar. Umstritten hingegen ist immer wieder, ob diese Art von Musikkonsum zu Lasten des normalen Tonträgerabverkaufs geht. Nun ist eine Studie erschienen, nach deren Ergebnissen der Tonträgerkauf bei P2P-Benutzern doch zurückgeht.
Laut MSNBC arbeitet Microsoft derzeit an einer Art neuer Instant-Messaging-Anwendung, die Gruppen von zwei bis maximal zehn Teilnehmern verbinden soll. Die threedegrees getaufte Software soll nicht etwa die Produktivität, sondern das soziale Miteinander steigern - neben Chatten und dem gemeinsamen Musikhören soll damit auch das Abspielen von Animationen oder Klängen sowie die Darstellung von Bildern bzw. Fotos auf dem Rechner der anderen Teilnehmer möglich sein.
Die Software Locutus will eine dezentralisierte Suche nach Dateien auf Basis eines P2P-Netzwerkes ermöglichen und damit das Suchen nach passenden Dokumenten stark vereinfachen. Die Software setzt dabei auf Microsofts .NET auf, weswegen das Download-Archiv bei nicht installiertem .NET auf 20 MByte anwächst.
Laut US-Medienberichten hat der Betreiber des Filesharing-Netzwerks Kazaa, Sharman Networks, die Film- und Musikindustrie nun mit einer Gegenklage bedacht. Erst Mitte Januar urteilte ein US-Richter, dass die US-Unterhaltungsindustrie im US-Staat Kalifornien Klage gegen das unliebsame Unternehmen mit Firmensitz im pazifischen Raum und Niederlassung im australischen Sydney erheben kann.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung will Wissenschaftlern helfen, Informationen besser nutzen zu können. Dafür unterstützt das Ministerium den Aufbau eines Peer-To-Peer-Neztwerks bis zum Jahr 2004 mit einer Summe von 450.000 Euro.
Seit Ende Februar 2002 funktionierte das Filesharing-Tool Morpheus von Streamcast/Musiccity.com eingeschränkt bis gar nicht, auch Musiccity.com war selbst kurzzeitig offline. Firmenchef Steve Griffin hat sich nun offiziell zu den Hintergründen geäußert; erst sei man Opfer einer massiven Denial-of-Service-Attacke geworden, dann wurden die Morpheus-Clients der Nutzer angegriffen und deren Registry-Einträge verändert.
Das australische Unternehmen Sharman Networks Limited hat nach eigenen Angaben Teile des Betriebsvermögens der niederländischen Firma KaZaA übernommen, darunter die Website KaZaA.com. Die Übernahmedetails wurden nicht mitgeteilt.
Die Filesharing-Community KaZaA bietet ihre "KaZaA Media Desktop" getaufte Filesharing-Software vorläufig nicht mehr zum Download an. Damit sollen potenzielle Schadenersatzansprüche seitens der klagenden Buma/Stemra, der niederländischen Verwertungsgesellschaft für Musik und Texte, minimiert werden.
Mit dem internen Projekt uServ haben einige Mitarbeiter von IBMs Almaden Research Center ein innovatives Web Hosting und Content Sharing Tool entwickelt. Dies ermöglicht es Mitarbeitern, im weltweiten Intranet von IBM Dateien auf einfache Weise auszutauschen und den eigenen Desktoprechnern zum Web-Server zu machen. Doch uServ ist mehr als ein einfacher "Personal Webserver".
Anfang Oktober reichten 29 der größten Medienunternehmen eine Sammelklage gegen die Filesharing-Gemeinschaften Consumer Empowerment, Grokster und MusicCity ein, die allesamt FastTracks Peer-to-Peer-Technologie "P2P Stack" nutzen. Die Electronic Frontier Foundation (EFF) wird nun zumindest MusicCity beistehen, wie die US-Bürgerrechtsorganisation auf der O'Reilly Peer-to-Peer and Web Services Conference mitteilte.
Nach einer Studie von Jupiter MMXI sind in Europa mehr als die Hälfte der User, die sich am Filesharing beteiligten, nach der zwangsweisen Schließung der Musiktauschbörse Napster ganz vom Filesharing abgesprungen.
Microsoft hat sich mit 51 Millionen US-Dollar an Groove Networks beteiligt, die Software für dezentralisierte Plattformen entwickeln, mit der Unternehmen sicher Daten untereinander austauschen können sollen.
Die Anwendung EvoChess ist ein über das Internet verteiltes Softwaresystem, welches von seinen Anwendern gesteuert, aber ansonsten eigenständig, vollkommen neue Schachprogramme wachsender Spielstärke entstehen lassen soll. Hinter qoopy verbirgt sich die Idee, eine einheitliche Umgebung für verteilte, netzlastige Anwendungen zu entwickeln.
Nach neunmonatigem Schattendasein ist nun das Unternehmen Kontiki offiziell mit Geldmitteln von rund 18 Millionen US-Dollar gegründet worden. Die Firma will ein Peer-to-Peer-Netzwerk und die dazugehörige Software entwickeln, mit dem Unternehmen die Vorteile des Datei-Sharings nutzen können. Die Firma wurde von ehemaligen Mitarbeitern der Firma Netscape ins Leben gerufen.
Optimistisch beurteilt die Unternehmensberatung Frost und Sullivan die Chancen von Peer-to-Peer-Netzwerken im Unternehmensbereich. Bis 2004 soll die Zahl der Peer-to-Peer-Softwarelizenzen, die im vergangenen Jahr praktisch noch bei Null lag, die Millionengrenze überschritten haben.
Die Hamburger Lightcube GmbH hat mit der Auslieferung seiner objektorientierten 3D-Middleware gxSDK begonnen. Dabei handelt es sich um ein Softwarepaket zur Entwicklung von internetfähigen 3D-Anwendungen, 3D-Chatwelten und 3D-Spielen für Windows-PCs.
Auf O'Reillys Peer-to-Peer-Konferenz bereits angekündigt, hat Sun Microsystems das Projekt JXTA in Form eines Prototypen jetzt offiziell vorgestellt. Das Forschungprojekt JXTA soll die Basis zur nächsten Generation des "Network Computing" darstellen und einen einfachen Zugriff auf Daten anderer Rechner erlauben, in gewisser Anlehnung an Napster.
Nachdem bereits tausende von Internet-Nutzern einen Teil ihrer brachliegenden Computer-Rechenleistung für die Suche nach Außerirdischen, nach der nächsthöchsten Primzahl oder Schwächen in Verschlüsselungsalgorithmen bereitstellen, kann man sich nun aktiv an der Krebsforschung beteiligen: Intel, United Devices und US-Krebsforscher haben ein solches Programm ins Leben gerufen und stellen die entsprechende Software zum Download zur Verfügung.
Sun übernimmt mit InfraSearch jetzt einen Anbieter von Peer-to-Peer-(P2P-)Suchtechnologien. Damit will man vor allem das eigene P2P-Projekt Juxtapose (JXTA) stärken, das neue Wege des Distributed Computing erforschen soll.
Hersteller von Antivirensoftware warnen vor einem neuen Wurm namens "Mandragore", der sich über den Peer-to-Peer-Dienst Gnutella ausbreitet. Bereits im Mai 2000 hatte Seth MacGann in der Sicherheitsmailingliste auf diese Sicherheitslücke hingewiesen, ausgenutzt wurde sie bisher aber nicht.
Auf der O'Reilly Peer-to-Peer Conference hat Sun Chief Scientist Bill Joy Suns JXTA-Initiative vorgestellt, die eine Basis-Infrastruktur für Peer-to-Peer- Applikationen schaffen soll. JXTA ist ein Open-Source-Projekt und soll unter der Apache License veröffentlicht werden.
CenterSpan übernimmt den gescheiterten Online-Tauschdienst für 9 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen war von U.S. Bankruptcy Court in Los Angeles versteigert worden.
Mit RealSystem iQ, RealNetworks neuester Streaming-Technologie, sollen Anbieter ihr Audio- und Video-Angebot von mehreren miteinander kommunizierenden Servern gleichzeitig streamen können. Der Empfänger wird dabei jeweils mit dem Server verbunden, zu dem er die beste Verbindung und beste Datenrate erhält.
IBM will mit der Technologie-Initiative "Storage Tank" ein universelles Speicher-System für Netzwerke entwickeln, das es ermöglicht, Daten über verschiedene Datenträger, Plattformen und Betriebssysteme zu teilen.
Geht es nach den Softwaretechnikern, war Napster nur der Anfang. Eigentlich sind Peer-to-Peer-Technologien (P2P) nichts Neues, doch kann die Netzwerktopologie mit neuen Anwendungskonzepten auch im Businessalltag Erfolge feiern.
Gestern hat der Musik-, Video- und Bildertauschdienst Scour.com seinen Tauschdienst eingestellt. Das Unternehmen war bereits zuvor in finanziellen Nöten gewesen. Laut Scour wurde die eigene Software, ähnlich Napster, bisher sieben Millionen Mal heruntergeladen.
Intel-CTO Patrick Gelsinger kündigte heute, am letzten Tag des Intel Developer Forums, die Gründung einer Industriearbeitsgruppe für Peer-to-Peer Computing an. Diese soll sich der Analyse von kritischen Punkten von Peer-to-Peer Computing wie Sicherheit, Speichermanagement und Interoperabilität widmen.