Gleiches Recht für alle Daten - das ist die Forderung der Befürworter der Netzneutralität. In den USA haben sie sich durchgesetzt: Dort hat die Regulierungsbehörde Federal Communications Commission die Gleichbehandlung aller Datenpakete festgeschrieben. Zu den Gegnern gehören die Netzbetreiber, die den Datenverkehr regulieren wollen. Manche befürworten sogar eine Netzmaut, um bestimmte Diensteanbieter zu bevorzugen. Auch die Unterhaltungsindustrie ist gegen die Gleichbehandlung aller Daten. Sie möchte am liebsten jeden P2P-Datenverkehr sperren.
Piratenchef Schlömer holt die alte Forderung "Netze in Nutzerhand" wieder hervor und will das Festnetz der Deutschen Telekom wegen der DSL-Drosselungspläne verstaatlichen.
Die Deutsche Telekom muss wegen der Drosselung von DSL-Verbindungen Fragen der Wettbewerbsbehörde beantworten. Zuvor hatte bereits die Bundesnetzagentur nachgefragt und die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen eine Abmahnung zugestellt.
Die Piraten schrecken vor einer konsequenten digitalen Demokratie zurück. Die Basis kann auch in Zukunft keine verbindlichen Positionen im Internet beschließen.
Über 175.000 Menschen haben eine Petition gegen die DSL-Drosselungspläne der Telekom unterzeichnet. Nun soll es auch auf der Straße Proteste dagegen geben.
Die Telekom will wegen des massiven Unmuts der Nutzer und Drucks von Verbraucherschützern und Bundesnetzagentur weiter Flatrates anbieten, nur eben teurer. Die Telekom ignoriere die Kritik an ihrer DSL-Drosselung nicht, verspricht Obermann.
Noch im Jahr 2013 will die EU den Mitgliedstaaten Empfehlungen zum Schutz eines freien Internetzugangs zu allen Angeboten machen. Ein Sprecher äußerte sich dabei zu den Drosselplänen der Telekom aber sehr vorsichtig.
Die Telekom darf ihre Flatrate-Verträge nicht so drosseln, dass eine "zeitgemäße Nutzung des Internets unmöglich wird", meinen Verbraucherschützer. Sie haben den Netzbetreiber abgemahnt und wollen gegen die neuen Vertragsbedingungen klagen.
Die Bundesnetzagentur sieht Klärungsbedarf bei den Plänen zur Abschaffung der DSL-Flatrate bei der Telekom. Ein regulatorischer Eingriff werde geprüft, um Transparenz und Netzneutralität zu wahren.
Viele konkurrierende Festnetzbetreiber wollen keine Drosselung einführen und erwarten eine Massenabwanderung beim größten DSL-Anbieter. Eine Protestpetition gegen die Abschaffung der Flatrate hat bereits 90.000 Unterzeichner.
In einem Brief an Telekom-Chef René Obermann zeigt sich Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) "besorgt" über die Pläne der Telekom, ab 2013 eine Drosselung von Internetanschlüssen einzuführen. Das sieht auch die Verbraucherschutzministerin ähnlich.
In kurzer Zeit haben fast 10.000 Menschen eine Petition gegen die Abschaffung der Flatrate durch die Deutsche Telekom unterzeichnet. Bei jedem neuen Unterstützer der Petition bekommt die Telekom eine E-Mail zugesandt.
Nicht die Kosten für den Breitbandausbau, sondern die Kontrolle über die Inhalte sind die wahren Gründe für das Ende der Flatrate bei der Telekom. Das ist gefährlich, weil es das Prinzip der Netzneutralität zerstört - und das geht jeden an.
Die SPD will mit einer Gesetzesinitiative versuchen, das Ende der Flatrate bei der Deutschen Telekom zu stoppen. Die Netzneutralität sei die Grundlage für die Freiheit und Innovationsfähigkeit des Internets.
Die Telekom macht ihre Drohung für eine Drosselung für DSL-Internetzugänge wahr. Angaben dazu, bei welchen Datenvolumen gedrosselt wird, hat der Konzern auch bereits gemacht.
Drei Jahre lang hat die viel kritisierte Enquetekommission im Bundestag ums Internet gestritten, herausgekommen ist ein Ausschuss. Welche der übrigen 400 Empfehlungen der Kommission umgesetzt werden, ist aber völlig offen.
Youtube müsse die Kapazitäten seiner Server anpassen, um Probleme beim Abspielen seiner Videos zu lösen, so ein Sprecher der Telekom. "Die Telekom drosselt die Übertragung von Youtube nicht", sagte er.
Ein Autor der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wirft der Telekom vor, mit ihren Plänen zur Drosselung im Festnetz zwischen guten hauseigenen und schlechten Daten von der Konkurrenz zu unterscheiden.
Die Bundesnetzagentur geht der Frage nach, welche Provider die Netzneutralität einschränken und den Datenverkehr bestimmter Anwendungen drosseln. Dabei ist die Behörde auf die Mithilfe von Internetnutzern angewiesen.
Vodafone darf nicht unbegrenztes Surfen versprechen und im Kleingedruckten Peer-to-Peer-Anwendungen und Instant Messaging ausschließen. Und mehr noch: Netzneutralität müsse gesetzlich festgeschrieben werden, fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband.
Politik kann transparenter sein, Bürger stärker beteiligen. Das hat die Bundestagsenquete bewiesen. Einen Konsens, wie Politik mit dem Netz umgehen soll, fand sie nicht.
Der zweitgrößte französische Internetprovider Free sorgt mit einem kleinen Firmwareupdate für seine DSL-Router derzeit für Diskussionen. Die neue Firmware enthält die Betaversion eines Adblockers, der Werbung schon auf dem Router ausfiltert.
Tim Berners-Lee, Entwickler des WWW und Chef des W3C, hat sich gegen eine Neuorganisation des Internets ausgesprochen. Das derzeitige System funktioniere gut. Eine Umstrukturierung könnte die Stabilität beeinträchtigen und neue Probleme schaffen.
In Dubai beginnt die Konferenz der ITU, auf der unter anderem über eine neue Internetkontrolle verhandelt wird. Kritiker, darunter Vinton Cerf, warnen davor, dass das die Freiheit des Internets gefährden könne.
Vodafone verteidigt sich gegen die Digitale Gesellschaft. Instant Messaging, P2P und Voice over IP sei in den meisten aktuellen Vodafone-Tarifen ohne Zusatzkosten enthalten. Wenn nicht, könnte es hinzugebucht werden.
Vodafone Deutschland verbiete in vielen Tarifen Instant Messaging, P2P und Voice-over-IP. Mit der Umstellung von Arcor-DSL auf LTE wird das auch die früheren Festnetzkunden treffen, warnt die Digitale Gesellschaft.
Der neue Sharehoster Mega soll trotz Sperrung durch Gabun und Hackerangriffe wie geplant starten, sagt Kim Dotcom. Der Launchtermin ist der 20. Januar 2013.
In den USA kooperieren Rechteinhaber und Internetprovider im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen. Warum er das Modell für ungeeignet hält, erklärt der Telekommunikationsrechts-Experte Stefan Engeln im Interview.
Aktivisten haben eine Erklärung über die Freiheit des Netzes verfasst. Solche Manifeste gibt es immer wieder - und das ist ein schlechtes Zeichen.
Re:publica 2012 EU-Kommissarin Neelie Kroes hat das Abkommen Acta auf der Re:publica für erledigt erklärt. Kein Grund zum Jubel, denn sie macht deswegen keine netzfreundlichere Politik.
Konservative Netzpolitiker machen es der politischen Konkurrenz von Digitaler Gesellschaft und D64 nach: Der Verein CNetz will in der Union Lobby für das Internet sein.
Mit Deep Packet Inspection überwachen europäische Mobilfunk- und Festnetzbetreiber ihre Kunden, um Peer-to-Peer und Voice-over-IP auszubremsen oder zu blockieren. Laut der EU-Regulierungsstelle Berec wird damit die Netzneutralität verletzt.
Die Republikaner sind im US-Senat mit ihrem Antrag gegen Netzneutralität gescheitert. Die von der Federal Communication Commission im Dezember 2010 erlassenen Regeln zum freien Datenverkehr sollen Ende des Monats in Kraft treten.
Die am Donnerstag im Bundestag verabschiedete Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) erlaubt es, die Verkehrsdaten der Nutzer zeitlich unbegrenzt aufzuzeichnen. Die Ermittlungsbehörden haben darauf Zugriff.
Die Internet-Enquete blockiert sich selbst. Damit vertut sie die Chance, Netzpolitik voranzubringen. Und schlimmer noch: Sie fördert Verdrossenheit.
Wirtschaftsvertreter rufen die deutsche Politik zu einem Umdenken in Sachen Netzpolitik auf. Unter anderem fordert der CDU-Wirtschaftsrat, den ohnehin schon starken Datenschutz in Deutschland nicht weiter zu verschärfen.
Die Bundestagsenquete wollte empfehlen, Netzneutralität im Gesetz zu verankern. Die Koalition hat das verhindert. Opposition und Sachverständige sind verärgert.
KPN, Vodafone und Deutsche Telekom dürfen VoIP und Messaging in ihren Mobilfunknetzen in den Niederlanden nicht mehr blockieren oder mit Gebühren belegen. Ein entsprechendes Gesetz für Netzneutralität hat das Parlament verabschiedet.
Google verhandelt in aller Stille mit Netzbetreibern, um Wege zu finden, wie mit dem wachsenden Datenvolumen von Youtube-Videos umzugehen ist.
Youtube wächst und wächst - am vergangenen Wochenende hat Googles Videoportal erstmals an nur einem Tag über drei Milliarden Videoabrufe gezählt. Ein Trost für Telekom-Kunden: Auch sie sollen bald Youtube-Videos ohne Unterbrechungen sehen können.
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy will den G8-Gipfel auf die schärfere Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen einschwören. Die Netzcommunity ist dort nicht vertreten. Das dem Gipfel vorgelagerte eG8-Forum soll neben Regierungsvertretern nur Sponsoren vorbehalten sein, die bis zu 500.000 Euro zahlen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel soll auf dem eG8-Forum in Paris ein Urheberrecht im Sinne der Internetnutzer einfordern. Dafür tritt der Verbraucherzentrale Bundesverband ein, der für ein Recht auf Privatkopie streitet. Doch Unionsfraktionsvize Günter Kringsim ist empört.
Neubot geht der Frage nach, ob der eigene Provider bestimmte Applikationen ausbremst und ist in der mittlerweile vierten stabilen Version 0.3.7 für Windows, Linux und Mac OS X erschienen.
In immer mehr Ländern der Welt werden Inhalte im Internet zensiert, Blogger verhaftet oder staatliche Attacken gegen unliebsame Webseiten ausgeführt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der teilstaatlichen US-Organisation Freedom House.
Öffentlich-rechtliche und private Medienunternehmen haben sich zur Deutschen Content Allianz zusammengeschlossen. Sie fordern von der Politik, die Interessen von Medienunternehmen besser im Internet durchzusetzen und von ihrer "einseitigen Fokussierung auf die technischen Infrastrukturen" abzurücken.
re:publica 2011 Deutschland bekommt ein Pendant zur Electronic Frontier Foundation: Die Organisation Digitale Gesellschaft will die Rechte der Nutzer stärken.
Google finanziert die Entwicklung von Programmen, die das Internet transparent machen. Damit sollen Nutzer feststellen können, ob der Datenverkehr verlangsamt oder ob Daten manipuliert werden.
Die Gewerkschaft Verdi soll sich für eine Stärkung der Presse-, Informations- und Meinungsfreiheit im Internet einsetzen. Das fordert die Verdi-Fachgruppe Medien. Diese Forderung richtet sich gegen ein Positionspapier des Bundesvorstandes der Gewerkschaft aus dem Jahr 2010.
Verizon hat Klage gegen die von der FCC durchgesetzte Netzneutralität eingereicht. Der Netzbetreiber glaubt, dass die US-Regulierungsbehörde nicht die Kompetenz hat, solche Regeln zu erlassen.
Am heutigen Dienstag wird die US-Regulierungsbehörde FCC über Netzneutralität abstimmen. Da FCC-Chef Julius Genachowski über eine Mehrheit verfügt, wird die FCC voraussichtlich zwei neue Regeln verabschieden, die die Netzbetreiber zur Gleichbehandlung des Datenverkehrs sowie zur Transparenz beim Netzwerkmanagement verpflichten.
Der größte US-Kabelnetzbetreiber Comcast bittet mit Level 3 einen der größten Backbone-Provider weltweit zur Kasse, damit dieser Daten an Comcast-Kunden weiterleiten kann, beispielsweise Internetseiten und Videos, die Comcast-Kunden abrufen wollen. Comcast widerspricht, dass es sich um einen Angriff auf die Netzneutralität handle und wirft Level 3 vor, für sein Content-Delivery-Network (CDN) eine Sonderbehandlung zu fordern.
Den wohl ersten WLAN-Router mit USB-2.0-Anschluss für den Zugriff auf externe Speichermedien bietet Netgear mit seinem neuen Produkt WGT634U. Die USB-Laufwerke stehen dann über den Router im Netzwerk zur Verfügung und können zum Datenbackup, Datenaustausch oder als Mediafile-Server genutzt werden - auf Wunsch auch über das Internet.
(W-lan Router Mit Usb)
Ernsthafte Flugsimulationen gibt es kaum noch. Eine der letzten verbliebenen ist X-Plane 10 für Windows, Mac OS X und Linux. Golem.de hat sich ins virtuelle Cockpit gesetzt und den Flugsimulator mit mehreren Rechnern und iPads als Instrumente gespielt.
(X-plane)
Dell hat sich viel Zeit mit seinem Ultrabook gelassen und mit dem XPS 13 ein Gerät geschaffen, das in erster Linie gut aussehen soll. Herausgekommen ist aber auch ein gut ausgestattetes Notebook. Im Test störten uns vor allem die Temperaturempfindlichkeit und das Touchpad von Cypress.
(Dell Xps 13)
Google hat auf seiner Entwicklerkonferenz Google I/O mit Nexus Q einen Konkurrenten für Apple TV vorgestellt. Die kleine Kugel bringt sämtliche Medien auf den Fernseher, ist aber auch erheblich teurer als Apples TV-Box.
(Nexus Q)
Das Elektronikkaufhaus Media Markt wird das Android-Smartphone Nexus 4 zu einem höheren Preis als Google auf den Markt bringen. Außerdem wird es bei Media Markt erst einen Monat später zu haben sein.
(Google Nexus 4)
Der Dust Donut ist eine Gummiabdichtung, die um Canon-Objektive herumgeschlungen wird, damit sie eine wetterdichte Verbindung zur Kamera eingehen.
(Canon)
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