Diskussionen über Indizierungen von Computerspielen werden in der Öffentlichkeit zwar oft geführt, entbehren aber meistens der nötigen juristischen Grundlage. Um Aufklärung darüber zu bekommen, wann und vom wem ein Computer- oder Videospiel indiziert werden kann und was eine Indizierung für Spielehersteller, Käufer und Betreiber von Fan-Sites bedeuten kann, sprachen wir mit Rechtsanwalt Thorsten Feldmann.
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hat scharfe Maßnahmen gegen Anbieter pornografischer Inhalte im Internet gefordert. Auch Sperrungsverfügungen sind im Gespräch.
Im Rahmen der Leipziger GC-Games Convention geht am 29. August 2002 unter der Internetadresse www.zavatar.de Deutschlands größte Datenbank für Computerspiele, Bildungssoftware und Informationsprogramme offiziell ans Netz. Sämtliche Daten stammen aus Europas größtem Archiv für digitale Produktionen der Unterhaltungssoftware in Berlin.
Mehrere LAN-Party-Veranstalter, Portale und Clans aus Deutschland haben sich zusammengetan und die Aktion "U18" ins Leben gerufen, mit der man verhindern will, dass auf LAN-Partys ohne Altersfreigabe indizierte Spiele angeboten werden und damit die ganze Szene in Verruf gebracht wird. Künftig sollen LAN-Partys, deren Mindestalter für Teilnehmer unter 18 Jahren liegt, aus den Datenbanken entfernt und somit nicht mehr beworben werden, wenn diese Veranstaltungen nicht gesetzeskonform abgehalten werden.
Mit "America's Army - Operations Recon" bieten die US-Streitkräfte derzeit einen kostenlosen Ego-Shooter zum Download an. Die Tatsache, dass das Werbespiel auch hier zu Lande immer häufiger als kostenlose Beilage in Computerspiel- und Jugendmagazinen auftaucht, macht nun dem Deutschen Kinderhilfswerk Sorgen und bezeichnet den militärischen Ego-Shooter als "Propagandaspiel".
Die Berliner Polizei hat am vergangenen Freitag ein Internet-Cafe in der Machnower Straße in Berlin-Zehlendorf geschlossen und versiegelt. Nach vorangegangenen Ermittlungen habe sich der Verdacht von Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz erhärtet - insbesondere da Kinder dort den beliebten, aber erst ab 16 Jahren freigegebenen First-Person-Shooter Counter Strike spielten.
Auch der Bundesrat hat heute der Neuregelung des Jugendschutzes zugestimmt. Unter anderem wird das Indizierungsverfahren der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien neu geregelt. Die Behörde kann künftig auch ohne Antrag tätig werden und ist zudem in Zukunft auch für Online-Medien zuständig.
Der umstrittene Ego-Shooter Counterstrike kommt nicht aus den Schlagzeilen und dem Fadenkreuz der Politik. Zur Entscheidung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften, das Computerspiel "Counter-Strike" in der amerikanischen Version nicht zu indizieren, erklärte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Christine Bergmann, dass man den Fall nach Inkrafttreten des neuen Jugendschutzgesetzes nochmals aufgreifen werde.
Anlässlich der 1. Lesung des rot-grünen Entwurfes eines Jugendschutzgesetzes im Deutschen Bundestag erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Familie, Senioren, Frauen und Jugend der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Eichhorn, dass der Schwerpunkt der Reform des Jugendschutzes eine wirksame Prävention sein muss.
Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte für den 16. Mai 2002 um 18.00 Uhr zu einem weiteren vorbereitenden Gespräch für den Runden Tisch "Gewalt in den Medien" ins Bundeskanzleramt eingeladen. Auf die Bildung dieses Runden Tisches hatten sich der Bundeskanzler sowie die Intendanten der öffentlich-rechtlichen und der privaten TV-Sender am 2. Mai verständigt.
Das Bundeskabinett hat als Reaktion auf die Ermordung von 16 Menschen am Erfurter Gutenberg-Gymnasium eine Neuregelung des Jugendschutzgesetzes beschlossen. Unter anderem wird das Indizierungsverfahren der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien neu geregelt. Die Behörde kann künftig auch ohne Antrag tätig werden und ist zudem in Zukunft auch für Online-Medien zuständig.
Nach dem Amoklauf von Erfurt stellt sich die Frage nach den Konsequenzen, die aus diesem schrecklichen Ereignis zu ziehen sind - und was Politik, Medien und Gesellschaft tun können, um derartigen Gewalttaten wirksam vorzubeugen. Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte unmittelbar nach der Bluttat für eine gesamtgesellschaftliche Debatte über das Thema Gewalt und die Darstellung von Gewalt, insbesondere in elektronischen Medien, plädiert.
Über 5600 Produktionen von 196 Antragstellern aus zehn Ländern wurden seit 1994 bei der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) geprüft. Im Jahr 2000 trafen 81 Produktionen mehr als im Vorjahr bei der USK ein: 930 gegenüber 849 im Jahr 1999.
Nicht nur nach Ansicht des auch für die Jugendpolitik des Landes Baden-Württemberg zuständigen Sozialministers Dr. Friedhelm Repnik hat das Internet auch seine Schattenseiten. Die Zahl jugendgefährdender Inhalte nehme zu und müsse bekämpft werden - notfalls auch durch Bußgelder.
Jeder zweite Lehrer in Deutschland und den USA hält Internetfilter für ein wichtiges Instrument, um Schüler vor rechtsextremen oder pornografischen Internetseiten zu schützen. Dies ist das Ergebnis einer Allensbach-Umfrage im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, für die 117 deutsche und 70 amerikanische Lehrer befragt wurden.
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