Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat zum 1. Februar 2011 ihre Regeln zur Prüfung von Computer- und Videospielen verändert. Die neuen USK-Grundsätze sollen für mehr Klarheit und Transparenz sorgen.
Seit die umstrittene Neufassung des Jugendmedienschutzstaatsvertrags vom Tisch ist, suchen die Initiatoren nach einem neuen Ansatz. Bei einem Treffen in München wurde darüber diskutiert - und die Gegenargumente der Netzgemeinde gehört.
Bioware kann das Rollenspiel Dragon Age 2 auch in Deutschland ohne Schnitte veröffentlichen. Die Jugendschützer der USK haben der Originalversion eine Freigabe für Erwachsene erteilt.
Trotz Widerständen des bayerischen Sozialministeriums erscheint Dead Space 2 auch in Deutschland - und zwar in der ursprünglich von der USK für Erwachsene freigegebenen Version. Daran hat auch eine sechste Prüfung nichts mehr geändert.
Der Einspruch des bayerischen Sozialministeriums gegen die USK-Freigabe von Dead Space 2 hat Folgen: Electronic Arts kann den Erscheinungstermin für die deutsche Version nicht halten. Der Publisher befürchtet Grauimporte.
Rogue Warrior, Unreal Tournament 3 und eine ganze Reihe weiterer EU-Versionen von Computerspielen hat die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) auf den Index gesetzt. Im Falle von Medal of Honor sieht sie sogar Anzeichen dafür, dass eine Beschlagnahmung droht.
Eigentlich hat die USK dem Actionspiel Dead Space 2 bereits eine Freigabe "ab 18" erteilt. Jetzt legt das bayerische Sozialministerium offiziell Einspruch ein. Die Folge: Das Spiel muss erneut im Hinblick auf Jugendschutz überprüft werden - zum sechsten Mal.
Zimperlich geht es in Homefront nicht zu, trotzdem erscheint der Ego-Shooter von THQ auch in Deutschland ohne Schnitte gegenüber dem US-Original - allerdings mit einer USK-Freigabe erst "ab 18".
Der Verband der britischen Internetprovider ISPA hat sich gegen einen globalen Filter für Pornografie im Internet ausgesprochen. Der Jugendschutz sei Aufgabe der Eltern, die ISPs stellten entsprechende Werkzeuge bereit. Einzelne Provider halten das Vorhaben der Regierung für nicht durchführbar.
Medienberichten zufolge plant die britische Regierung, den Internetprovidern der Inseln die Auslieferung pornografischer Inhalte generell zu verbieten. Surfer, die sie dennoch sehen wollen, müssen sich in einem Opt-In-Verfahren dafür freischalten lassen. Das soll für besseren Jugendschutz sorgen.
Die Novellierung des Jugendmedienschutzstaatsvertrags (JMStV) ist gestoppt, die Spielebranche sieht sich vor einem Scherbenhaufen - denn nun ist unklar, wie Jugendliche künftig vor gewalthaltigen Spielen im Internet geschützt werden sollen.
Das erste Dead Space kam erst beim dritten Anlauf durch die Prüfung der USK, bei Teil 2 muss Electronic Arts nun ein Detail im Multiplayermodus ändern. In internationalen Partien müssen sich die Spieler aus anderen Ländern an die deutsche Fassung anpassen.
Webseiten müssen zumindest vorerst nicht mit Alterskennzeichen versehen werden: Die Novelle des Jugendmedienschutzstaatsvertrages wird Anfang 2011 nicht in Kraft treten. Das Regelwerk hat keine Chance mehr, im Landtag von Nordrhein-Westfalen eine Mehrheit zu bekommen.
Kurz vor der Veröffentlichung des Serious Games 1378 km gibt es neue Proteste: Die Bundestagsfraktion von CDU und CSU sieht in dem Grenzzaun-Actionspiel ein "banales Killerspiel". Fast gleichzeitig stellt ein israelisches Mod-Team sein Projekt vor - das noch mehr Angriffsfläche bietet.
Die Unternehmen der Spielebranche sollen mit dem voraussichtlich ab 2011 gültigen Jugendmedienschutzstaatsvertrag klarkommen: Das ist das erklärte Ziel der USK. Dazu veröffentlicht die Einrichtung ein modulares Angebot.
Der Suchmaschinenanbieterverband Suma will die Ratifizierung des neuen Jugendmedienschutzstaatsvertrages der Länder (JMStV) verhindern und schießt sich dazu auf die Grünen-Politiker aus NRW ein. Die Gesellschaft für Informatik e. V. (GI) fordert derweil eine dringende Änderung, aktuell sei der JMStV für den Jugendschutz wirkungslos.
Die ersten Blogs kündigen ihre Schließung an, Datenschützer und Unternehmen schimpfen - trotzdem gilt es als sicher, dass alle Landesparlamente der Novelle des Jugendmedienschutzstaatsvertrages zustimmen und das Gesetz Anfang 2011 in Kraft tritt.
Im Dezember 2010 stimmt die SPD im Landtag von Nordrhein-Westfalen über den neuen Jugendmedienschutzstaatsvertrag ab. Der AK Zensur hat jetzt einen offenen Brief veröffentlicht, der die Partei zum Stopp der neuen Regelungen auffordert. Über 50 teils namhafte Unterzeichner unterstützen die Initiative.
Die britische Abgeordnete Claire Perry will die Internetprovider für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor pornografischen Inhalten in die Pflicht nehmen.
Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat entschieden: Ab sofort steht die deutschsprachige, nur mit dem Pegi-Logo gekennzeichnete und meist aus Österreich stammende Version von Call of Duty: Black Ops vorläufig auf dem Index.
World of Warcraft steht im Mittelpunkt des witzig gemachten Kurzfilms "/afk". Der erzählt von einem jungen Onlinerollenspieler, der eines Tages einen Drachen töten möchte - gegen den entschiedenen Widerstand seiner Therapeutin.
Der Vergabeausschuss des halbstaatlichen Filmfernsehfonds Bayern will zehn Projekte mit einer Gesamtsumme von 413.000 Euro fördern. Der höchste Betrag entfällt auf den Bereich Prototypenentwicklung: Hier können drei Projekte mit insgesamt 196.000 Euro rechnen.
Na also, geht doch: Immerhin ein kleiner Skandal ist Black Ops gelungen - dank Kuba, dessen staatliche Nachrichtenagentur sich über ein virtuelles Attentat auf Fidel Castro empört. Das Actionspiel glorifiziere die "illegalen Angriffe der Regierung der Vereinigten Staaten gegen Fidel".
Die Deutsche Polizeigewerkschaft in Hessen hat ein Verbot bestimmter Computerspiele gefordert. Damit will sie nach eigenen Angaben schädlichen Einflüssen auf psychisch labile Kinder und Jugendliche begegnen.
Es gibt wahrscheinlich Menschen, die sich über die Klage von EA gegen die USK freuen - zum Beispiel die Politiker und Pädagogen, die das deutsche Jugendschutzrecht verschärfen wollen. Computerspielern bringt die Neuauflage der uralten Diskussion hingegen nichts.
Ist Medal of Honor ein Antikriegsspiel? Dieser Meinung ist offensichtlich Electronic Arts. Weil eine ungeschnittene Version des Ego-Shooters bei der USK keine Altersfreigabe bekommen hat, kündigt der Publisher rechtliche Schritte an.
Wie gehen die USA mit Gewalt in Computerspielen um? In einer mehrere Stunden langen Verhandlung vor dem obersten US-Gericht ging es unter anderem um Vergleiche mit Märchen und Videos von Hundekämpfen. Nach Ansicht amerikanischer Medien überzeugte die Spielebranche vor Gericht.
Die Spieleindustrie und weitere Lobbyverbände gegen Kalifornien und andere Bundesstaaten: Ab dem 2. November 2010 beginnen vor dem höchsten US-Gericht die Anhörungen um den Schutz von Minderjährigen vor gewalthaltigen Inhalten. Es geht nicht nur um Spiele.
Wer das nächste Call of Duty in Deutschland auf PC spielen möchte, muss es hierzulande kaufen - Versionen aus anderen Ländern lassen sich nicht über Steam aktivieren. Unklar ist noch, ob auch die Fassung aus Österreich von der Importsperre betroffen ist.
Das Entwicklerstudio Treyarch, der Publisher Activision und eine Gruppe von Leakern streiten sich offenbar um eine Version des Ego-Shooters Call of Duty: Black Ops, die aus einem Presswerk gestohlen worden sein soll. Ein Betroffener, der das Spiel besitzen soll, behauptet nach viel Wirbel, es gar nicht zu haben.
Die Jugendorganisation der Piratenpartei bezieht Stellung zum Jugendschutz in Computerspielen und anderen Medien. Auf ihrer Bundesversammlung haben die Jungen Piraten unter anderem gefordert, die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien abzuschaffen.
Es hat nichts genützt: Obwohl Electronic Arts darauf verzichtet, den Spieler im Multiplayermodus von Medal of Honor als Taliban antreten zu lassen, wird der Ego-Shooter nicht in den Läden des amerikanischen Militärs erhältlich sein.
Der Fall erinnert an die Aufregung von Google Street View: Das Onlinenetzwerk Stayfriends will in Deutschland rund 20.000 Schulen fotografieren - ohne vorher um Erlaubnis zu fragen.
Die ersten Vorwürfe, unter anderem vom britischen Verteidigungsminister, hat Electronic Arts noch weggesteckt - jetzt wurde der Druck durch die US-Armee offenbar doch zu groß: Der Publisher gibt Spielern doch keine Möglichkeit, im Multiplayermodus als Taliban zu kämpfen.
Die Karlsruher Hochschule für Gestaltung hat die Veröffentlichung von 1378 km abgesagt. Das Programm soll zu einem späteren Zeitpunkt mit einer begleitenden Diskussion erscheinen. Wann, ist unklar.
In früheren Call of Duty ist der Zombie-Multiplayermodus noch der Jugendschutz-Schere zum Opfer gefallen - in Black Ops haben die Untoten alle Schnitte der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) überlebt.
Noch ist das Serious Game 1378 km nicht veröffentlicht, trotzdem sorgt der an der deutschen Grenze angesiedelte Ego-Shooter 1378 km für Empörung bei Opfern des DDR-Regimes und bei Politikern. Eine erste Anzeige liegt vor.
Anfang November 2010 verhandelt das höchste US-Gericht über ein Gesetz, das Gouverneur Schwarzenegger 2004 unterzeichnet hat. Es geht um eine mögliche Verschärfung der Jugendschutzbestimmungen. Activision Blizzard spricht bei dem Verfahren offiziell für die Branche.
Offiziell hat Activision noch keine Schnittpläne für das nächste Call of Duty. Österreichische Händler melden, dass es die - wahrscheinlich einzige - deutschsprachige Ausgabe des Actionspiels ohne inhaltliche Änderungen bei ihnen geben wird.
Der virtuelle Krieg in Afghanistan erscheint hierzulande entschärft: Electronic Arts entfernt auf Druck der USK einige Elemente aus dem Ego-Shooter Medal of Honor. Der umstrittene Multiplayermodus ist nicht betroffen.
Call of Duty gegen Medal of Honor - das wäre eine Möglichkeit, mit Innovation bei der Grafik, dem Gamedesign oder mit anderen knackig-frischen Inhalten zu glänzen. Doch Electronic Arts und Activision liefern sich stattdessen einen Wettstreit um die größtmögliche Geschmacklosigkeit.
Politiker haben keine Ahnung von Computerspielen? Darüber kann man schimpfen - oder versuchen, es zu ändern. Im Herbst 2010 findet im Berliner Bundestag die erste LAN-Party für die 622 Abgeordneten statt. Auch Programme mit Gewaltinhalten sollen dabei sein.
Der britische Verteidigungsminister bittet Händler, den Ego-Shooter Medal of Honor nicht in ihr Angebot aufzunehmen. Auch ein Sprecher des deutschen Bundeswehrverbandes übt heftige Kritik an dem Spiel, in dem der Spieler in Afghanistan kämpft.
Nach monatelangen Verhandlungen mit chinesischen Behörden hat Blizzard es geschafft: Die Erweiterung Wrath of the Lich King für World of Warcraft darf auch in der Volksrepublik erscheinen. Im Rest der Welt ist das Addon bereits seit Ende 2008 verfügbar.
Kein Blut, das Abschießen von einzelnen Körperteilen ist nicht möglich - das kennen deutsche Spieler bereits aus Fallout 3. Auch beim Nachfolger New Vegas muss Bethesda hierzulande eine stark geschnittene Version veröffentlichen.
Die ungekürzte Version von Call of Duty 6 lässt sich hierzulande nicht mehr über Steam aktivieren. Das bedeutet: Wer sich jetzt eine Importfassung des indizierten Spiels besorgt, kann damit nichts anfangen - auch, wenn er erwachsen ist.
Wälder ergeben aus der Luftperspektive unzüchtige Grafiken, aufgereihte Einheiten bilden schlüpfrige Wörter? Im ersten Starcraft war das Blizzard egal, in Starcraft 2 ist das anders: Der Entwickler überwacht die Mulitplayer-Maps und entzieht Spielern unter Umständen die Veröffentlichungsrechte.
In China sind eine Reihe von neuen Gesetzen in Kraft getreten: So müssen Onlinespiele für jüngere Zielgruppen ohne Gewalt auskommen. Generell gilt ab dem 1. August 2010 die Pflicht, seinen echten Namen anzugeben.
"Ausgrenzung und Angst helfen nicht gegen Gewalt" steht über einem offenen Brief, den der Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler (VDVC) an das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden geschrieben hat.
Die bayerische Justizministerin Beate Merk stellt einen Zusammenhang zwischen den Nachrichten über sexuelle Gewalt in einem Ferienlager und sogenannten Killerspielen her. Sie erneuert die CSU-Forderung nach einem Verbot und verlangt das Sperren von Kinderpornos im Internet.
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