Das von Sun Microsystems entwickelte Java ist zum einen eine objektorientierte Programmiersprache, steht aber auch für die darauf basierende Java-Plattform, die es in einer Standard-Edition für den Desktop, als Micro-Edition für mobile Engeräte wie Handys und als Enterprise Edition für Webapplikationen gibt. Allesamt sorgen dafür, dass darauf basierende Programme vom darunter liegenden Betriebssystem unabhängig werden. Die Weiterentwicklung wird vom "Java Community Process" vorangetrieben, wodurch auch Drittanbieter Einfluss auf die Zukunft von Java haben. Aufgrund der Übernahme von Sun durch Oracle wird Java nun von Oracle vertrieben.
Im Tiobe-Index der beliebtesten Programmiersprachen für 2011 befindet sich Java erneut auf dem ersten Platz. Den größten Zuwachs hat dem Index zufolge Objective-C, gefolgt von C#.
28C3 Durch Hash-Kollisionen können Webserver lahmgelegt werden. Betroffen sind fast alle Webserver etwa mit PHP, ASP.Net und Java. Die Kollisionen können durch POST-Abfragen ausgelöst werden.
Wegen einer Sicherheitslücke in der von Oracle vertriebenen Java-Version werden die entsprechenden Pakete aus den Ubuntu-Repositories entfernt.
Ein Entwickler hat eine Sicherheitslücke im Betriebssystem vom Kindle Touch entdeckt, Amazons erstem E-Book-Reader mit Touchscreen. Er hat einen Jailbreak bereitgestellt, mit dem sich das Gerät entsperren lässt.
Wer Java auf seinem Mac benutzt, sollte ein Update machen. Eine neue Version beseitigt zahlreiche gefährliche Sicherheitslücken in der Laufzeitumgebung.
Wie bereits angekündigt, soll JavaFX künftig unter dem Namen OpenJFX als Open-Source-Projekt weitergeführt werden. Oracle hat nun weitere Details zur Übergabe an die Community erläutert.
Galileo Computing hat das Java-Standardwerk "Java ist auch eine Insel" von Christian Ullenboom in der mittlerweile 10. Auflage als Openbook zum kostenlosen Download veröffentlicht. Die Neuauflage widmet sich auch den Neuerungen von Java 7.
Rémi Forax will mit PHP-Reboot eine der populärsten Programmiersprachen neu erfinden. Er verspricht weniger $-Zeichen und Semikolons und Sicherheit von Hause aus.
Oracle hat JavaFX 2.0 veröffentlicht und gleichzeitig angekündigt, die Plattform der OpenJDK-Community zu übergeben. Künftig werden JavaFX-UI-Elemente direkt in Java entwickelt.
Oracle hat die Pläne für Java 8 genauer dargestellt. Während bei Java 7 noch wenig geändert wurde, soll Java 8 mit der Einführung der Projekte Lambda und Jigsaw wieder deutlich anders ausfallen.
Oracle will Java SE und das Java Developer Kit nicht länger unter der Operating System Distributor License for Java vertreiben. Damit dürfen Linux-Distributionen die offiziellen Java-Bibliotheken nicht mehr selbst zu Paketen schnüren und vertreiben.
Der Schweizer Entwickler Mario Torre will zusammen mit Clemens Eisserer einen Weg gefunden haben, um Java-Applikationen auf dem iPad auszuführen. Auch unter Android sollen sich auf diesem Weg normale Java-Programme nutzen lassen.
Oracle hat Java SE 7 zum Download freigegeben, das erste große Update der Java Standard Edition unter Leitung von Oracle. Vorher erschien schon das Java Development Kit 7.
Oracle hat pünktlich die finale Version des Java Developer Kit 7 freigegeben. JDK 7 enthält etliche Sicherheitsfunktionen sowie eine überarbeitete Dateisystem-Schnittstelle. Der Garbage-First-Collector ersetzt den Concurrent-Mark-Sweep-Collector.
Der Interessenverbund deutschsprachiger Java User Groups (iJUG) hat sich gegen eine Abspaltung einer freien Java-Version ausgesprochen. Der iJUG verlangt allerdings von Oracle ein Entgegenkommen.
SAP und Oracle sind nicht nur Konkurrenten, die vor Gericht um Schadensersatz in Milliardenhöhe streiten, die beiden sind ab sofort auch noch engere Partner, denn SAP beteiligt sich an Oracles Open-Source-Projekt OpenJDK.
Die Entwickler von GNU Hurd planen die offizielle Unterstützung des Kernels in Debian 7 Wheezy. Dazu werden Prämien ausgeschrieben und Java wird als GsoC-Projekt auf Hurd portiert.
Der JBoss Application Server 7 soll schneller starten und weniger Speicher verbrauchen als sein Vorgänger. Dazu haben die Entwickler den Java-Anwendungsserver modularisiert.
Oracle hat einen ersten und womöglich letzten Release Candidate der Java-Entwicklungsumgebung JDK 7 freigegeben. JDK 7 RC enthält keine wesentlichen Änderungen. Sollten keine gravierenden Fehler gefunden werden, wird es auch keine weiteren Vorabversionen mehr geben.
Unter dem Namen Indigo haben die Entwickler die Open-Source-IDE und Werkzeugsammlung Eclipse 3.7 freigegeben. Künftig gibt es Versionen speziell für Tester, für die Businessplattform Scout sowie für die Entwicklung mit mehreren Programmiersprachen.
Die freie Onlinebankingsoftware Hibiscus 2.0 unterstützt mTan sowie Chip-Tan und vervollständigt damit ihre Unterstützung für sämtliche TAN-Verfahren. Aus dem Plugin für das Java-basierte Jameica-Framework kann künftig auch direkt gedruckt werden.
Die Referenzimplemtierung von Java SE 7 soll auf dem OpenJDK basieren und komplett unter der GPL stehen, kündigt Oracle an. Damit wolle man dem Java-Ökosystem einen offeneren Charakter verleihen.
Der Java Community Process hat das Public Preview Ballot und damit Java Standard Edition 7 abgenickt. Allerdings bemängelten die Mitglieder Oracles Lizenz- und Veröffentlichungspolitik.
Oracles Java Runtime Environment ist in einer neuen Version veröffentlicht worden. Zahlreiche Sicherheitsmängel wurden beseitigt, so dass Anwender möglichst bald die neue Version nutzen sollten.
Einem Redakteur des Berliner Onlinemagazins Winfuture sind die Zugangsdaten zum Content Management System gestohlen worden. Der Angreifer veröffentlichte eine Nachricht mit Schadcode und manipulierte mehrere Downloads.
Die freie Entwicklungsumgebung Netbeans 7.0 ist als finale Version erschienen. Sie soll die erste IDE sein, die Java SE 7 vollständig unterstützt. Java 7 wird erst für Mitte des Jahres 2011 erwartet.
Red Hat arbeitet an einem Ersatz für Java: Das Project Ceylon soll die vielen Unzulänglichkeiten von Java ausgleichen und sich an modernen Programmiersprachen wie Groovy oder C# orientieren.
Das Exekutivkomitee des Java Community Process hat offiziell den Java Specification Request abgesegnet. Darin sind die Richtlinien für die nächste Version der Java Enterprise Edition 7 festgelegt.
Der Java-Erfinder James Gosling arbeitet künftig für Google. Das hat Gosling in seinem Blog angekündigt. Er hatte jahrelang für Sun gearbeitet, seinen Arbeitgeber aber nach der Übernahme durch Oracle verlassen.
Das Projekt Apache Harmony verliert seinen Project Management Chair Tim Ellison: Er hat seinen Rücktritt erklärt. Zuvor hatte schon Ellisons Arbeitgeber IBM die Unterstützung des Harmony-Projekts eingestellt und sich an Oracles Projekt OpenJDK beteiligt.
Die Beteiligten an dem Java Specification Request (JSR) haben die Spezifikationen für Java EE 7 abgesegnet. IBM schlug zudem vor, Java EE 7 als Basis für eine modulare Java Enterprise Edition 8 vorzubereiten.
Das Java Developer Kit JDK 7 ist in einer Vorabversion für die Öffentlichkeit freigegeben worden. Entwickler, Verteiler und Endanwender sollen die Software ausgiebig testen.
Google ist in den USA mit dem Versuch gescheitert, eine Klage von Oracle wegen der Verletzung von Urheberrechten an Java ohne weitere Beweisaufnahme entscheiden zu lassen. Das berichtet der Gründer der NoSoftwarePatents-Kampagne, Florian Müller, in seinem Blog.
Oracle hat in der Patchsammlung des Update 24 für Java den jüngst bekanntgewordenen Floating-Point-Bug sowie Fehler im Updater für Windows behoben. Acht der behobenen Fehler erreichen ein CVSS-Ergebnis von 10.0.
Durch einen Fehler beim Konvertieren einer Gleitkommazahl kann ein Denial of Service in Java ausgelöst werden. Der Floating-Point-Bug war zuvor auch in PHP möglich.
Oracle arbeitet an einer Satzung, nach der das OpenJDK-Projekt verwaltet werden soll. Die Statuten werden in Kooperation mit IBM, der Eclipse-Foundation und dem Java-Experten Doug Lea erarbeitet.
Ein Trojaner, der sich auf Windows, Mac OS X und Linux-Systemen ausbreitet, enthält selbst so gravierende Lücken, dass er sogar von Dritten ausgenutzt werden kann. Der in Java geschriebene Jnanabot verbreitet sich gegenwärtig über Facebook.
Es sollte eine Art Grand Theft Auto als Browsergame sein, jetzt stoppt Bigpoint nach einer Millioneninvestition sein ehrgeiziges Projekt Poisonville. Nach Angaben des Unternehmens sind die Probleme mit Java nicht in den Griff zu bekommen.
Entwickler bezeichnen den aktuellen Stand der Entwicklung von JDK 7 als Feature Complete. Den Status erreichte die nächste große Version der Entwicklungsumgebung eine Woche später als geplant. Trotzdem soll der gegenwärtige Fahrplan eingehalten werden.
Das Eclipse-Projekt Orion will die Entwicklungsumgebung in den Browser verlagern. Der Client und die dazugehörigen Werkzeuge basieren auf Javascript, der Server ist in Java geschrieben.
Apple hat erste Teile des Quellcodes einer quelloffenen Java-Version für Mac OS X veröffentlicht. Ziel ist eine Open-Source-Version des JDK 7, samt Cocoa-basierter Werkzeugsammlung.
Der Quellcode des Hudson-Projekts wird in einer Communityversion unter dem Namen Jenkins weitergeführt. Zuvor waren Gespräche mit Oracle über die Übertragung der Namensrechte gescheitert.
Die Angst um Unix-Patente, der Streit zwischen Google und den Kernel-Entwicklern um Android, der Verkauf und der Zwist zwischen Oracle und fast sämtlichen Open-Source-Projekten unter seiner Ägide hat die Open-Source-Gemeinde im Jahr 2010 beschäftigt. Ein Ende der Konflikte ist nicht in Sicht.
Der auf mobile Plattformen spezialisierte Softwareanbieter Myriad Group aus der Schweiz und Oracle verklagen sich gegenseitig. Inhaltlich und anwaltlich hat Myriads Vorgehen klare Parallelen mit Googles Verteidigung gegen Oracles Java-Patentklage.
Oracle bittet die Apache Software Foundation, ihre Entscheidung, den Java Community Process zu verlassen, nochmals zu überdenken und sich auch in Zukunft an der Weiterentwicklung von Java zu beteiligen.
Die Apache Software Foundation (ASF) macht ihre Drohung wahr und verlässt mit sofortiger Wirkung das Exekutivkomitee des Java Community Process (JCP). Sie kündigt zugleich an, sich komplett aus dem JCP zurückzuziehen.
Tim Peierls zieht sich aus dem Exekutivkomitee des Java Community Process (JCP) zurück, nachdem das Gremium Oracles Pläne für Java SE 7 durchgewunken hat. Er habe die Hoffnung aufgegeben, dass das Exekutivkomitee etwas Nennenswertes zustande bringe, sagte er.
Im Streit um die Lizenzbedingungen für Java hat sich Oracle in einer Abstimmung des Java Community Process gegen die Forderung der Apache Software Foundation durchgesetzt.
Die Community soll über den Umzug des Quellcodes des Hudson-Projekts von den Oracle-Servern auf das unabhängige Github entscheiden. Das sei nicht gegen Oracle gerichtet, schreibt Entwickler R.Tyler Croy in seinem Blog.
Oracle besteht auf die Namensrechte des Hudson-Projekts. Die Hudson-Community hatte damit gedroht, dessen Code von den Oracle-Servern auszulagern. Der Grund: Ein mehrtägiger Ausfall beim Umzug des Projekts verärgerte die Hudson-Entwickler.