Google hat seinen kostenlosen E-Mail-Dienst Gmail noch gar nicht offiziell gestartet, da erblickt bereits eine Windows-Software das Licht der Welt, die einen POP3-Zugriff auf Googles E-Mail-Postfach nachreicht.

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Wie ein Sprecher von Google gegenüber Golem.de erklärte, sei nicht geplant, den Speicherplatz der Mail-Postfächer von Gmail von 1 GByte auf 1.024 GByte aufzustocken. Ein von zahlreichen Medien übernommener Beitrag der US-News-Seite News.com hatte berichtet, dass die Gmail-Konten künftig mit einer Speicherkapazität von 1 Terabyte ausgestattet würden.
Mit Gmail will Google den E-Mail-Umgang revolutionieren und setzt dazu auf die Verwaltung von E-Mails in Konversationen - einer Art Thread-Modus- und den Einsatz von Labels, die ähnliche Funktionen bieten wie Verzeichnisse. Zudem steht jedem Nutzer der schier unfassbare Speicherplatz von 1 GByte zur Verfügung. Finanziert wird all das über kontextbezogene Werbung, weshalb aus- und eingehende E-Mails automatisch ausgelesen werden, was massive Kritik von zahlreichen Datenschützern nach sich zog. Golem.de hatte die Möglichkeit, den noch in einem internen Beta-Test befindlichen Dienst zu testen.
Mehrere US-amerikanische Datenschutz- und Bürgerrechts-Organisationen fordern Google in einem offenen Brief dazu auf, den Datenschutz des kürzlich angekündigten E-Mail-Dienstes Gmail zu verbessern und bis dahin den bisher nur für Beta-Nutzer zugänglichen Dienst abzuschalten. Besonders wird bemängelt, dass Gmail den Inhalt von E-Mails automatisch ausliest, um anhand der gesammelten Daten passende Werbung auszuliefern.
Lange gab es Gerüchte, Google würde ins E-Mail-Geschäft einsteigen, nun kündigt Google im Stile eines Aprilscherzes einen E-Mail-Dienst mit einer Speicherkapazität von 1 GByte pro Postfach an. Auf Grund der Ankündigung liegt aber die Vermutung nahe, dass es sich bei dem Dienst um einen Aprilscherz handelt, denn ungewöhnlich ist die Ankündigung auch für Googles Verhältnisse allemal.
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