Nachdem die Free Software Foundation einen ersten Entwurf für eine überarbeitete GNU General Public Licence (GPL) vorgelegt hat, begann auf der Linux-Kernel-Mailingliste (LKML) eine Diskussion darüber. Linux ist derzeit dediziert unter der GPL v2 lizenziert und könnte somit inkompatibel zu Version 3 der Lizenz werden. Einen Konsens über eine Neulizenzierung gibt es jedoch noch nicht.
Wie angekündigt hat die Free Software Foundation heute einen ersten Entwurf für eine überarbeitete GNU General Public License (GPL) vorgelegt. Die am weitesten verbreitete und damit auch wichtigste Lizenz für freie Software und Open Source soll in einige Kernpunkten den veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst werden, um auch in Zukunft dafür zu sorgen, dass freie Software frei bleibt.
Viele Themen bestimmten das Jahr 2005, einige davon wollen wir in unserem vierteiligen Jahresrückblick noch einmal Revue passieren lassen. Der Blick nach hinten mit etwas Abstand lässt das Eine oder Andere deutlicher werden und bietet zugleich Stoff zum Nachdenken, nachdenken über das, was 2006 zu erwarten ist. Der erste Teil richtet seinen Blick auf die Themen freie Software, freies Wissen und freie Dokumente, aber auch Patente spielen eine Rolle.
Die Free Software Foundation (FSF) hat heute zusammen mit dem Software Freedom Law Center (SFLC) einen Fahrplan zur Überarbeitung der GNU General Public License (GPL) vorgelegt. Ein erster Entwurf der GPLv3 soll am 16. Februar 2006 im Rahmen der "International Public Conference for GPLv3" am Massachusetts Institute of Technology (MIT) vorgelegt werden.
Unter dem Namen Gnubuntu könnte ein Ubuntu-Linux-Derivat entstehen, das ausschließlich auf von der Free Software Foundation (FSF) abgesegnete Software setzt. Mark Shuttleworth, Begründer der Ubuntu-Distribution, hat dies bereits mit GNU-Gründer Richard Stallman besprochen.
Die Free Software Foundation Europe (FSFE) hat einen Antrag eingereicht, um sich am europäischen Kartellverfahren gegen Microsoft zu beteiligen. Microsoft wurde zwar bereits von der EU-Kommision zur Zahlung von 500 Millionen Euro verurteilt, doch die FSFE vermutet, dass sich der Softwarehersteller die Solidarität seiner Gegner erkauft.
Die Free Software Foundation (FSF) bereitet sich auf die Veröffentlichung eines ersten Vorschlags der "GPLv3" vor und startet das "GPL Version 3 Development and Publicity Project". Auf der Plattform will die FSF tausende von Organisationen, Software-Entwicklern und Nutzern zusammenbringen, um im ganzen Jahr 2006 die GPL 3 zu diskutieren.
Die Reaktionen auf die Ablehnung der Richtlinie zu "computerimplementierten Erfindungen" fallen geteilt aus. Während sich Softwarepatent-Kritiker und Open-Source-Entwickler erfreut zeigen und ihr Augenmerk mitunter nun auf die vom Europäischen Patentamt bereits erteilten Patente richten, geben sich die Industrieverbände ZVEI und BDI enttäuscht. Mit der Entscheidung des EU-Parlaments sei eine "Chance für einheitlichen Rechteschutz bei der Patentierung verpasst" worden.
Die GPL soll gegen den Clayton Antitrust Act (15 US Code Section 26) verstoßen, indem sie versuche, Preise für Computersoftware festzuschreiben. Dieser Meinung ist zumindest Daniel Wallace, der die FSF mit diesem Argument im US-Bundesstaat Indiana verklagt hat. Er drängt auf ein Verbot der GPL.
Die Free Software Foundation Europe (FSFE) und das Samba Team haben der Europäischen Kommission Bedingungen vorgelegt, mit denen Microsoft dazu gebracht werden soll, die Auflagen der ersten Instanz des Europäischen Gerichtshofs vom Dezember 2004 zu erfüllen. Die Entwickler fordern eine 'Interface Definition Language' (IDL) und eine Beschreibung der verwendeten Verschlüsselungsmethoden von Microsoft.
Auf Seiten der EU ist man nicht zufrieden mit Microsofts Bemühungen, den Auflagen der Europäischen Kommission nachzukommen. Man denke bereits über Strafgebühren für jeden Tag nach, an dem Microsoft den Auflagen nicht angemessen nachkommt, berichtet das Wall Street Journal. Stein des Anstoßes ist demnach vor allem die Windows-Version ohne Media Player, die nicht so funktioniere wie von der EU gefordert. Die FSFE kündigte derweil an, Microsoft Beine machen zu wollen.
Mit ihrem Fellowship-Programm will die Free Software Foundation Europe (FSFE) neue Unterstützer gewinnen, um "Freiheit im digitalen Zeitalter zu schützen". Dazu bietet die gemeinnützige Organisation ihren Fellows unter anderem ein Web-Portal mit Blog-Funktion und eine OpenPGP-SmartCard an.
Zuerst wollte Richard Stallman mit GNU nur ein freies Betriebssystem entwickeln, dieses Ziel ist heute mit GNU/Linux weitgehend verwirklicht. Nun zielt Stallman auf die letzte unfreie Bastion im Rechner ab, das BIOS - einst eher unveränderlicher Bestandteil der Hardware, ist es heute ein austauschbares Stück Software.
Bradley M. Kuhn, bislang Executive Director der Free Software Foundation (FSF), verlässt die Organisation. Er wird künftig als Chief Technology Officer am Software Freedom Law Center tätig sein. Seine Aufgaben übernimmt Peter T. Brown.
Die Free Software Foundation Europe (FSFE) meldet wiederholt Bedenken wegen Microsofts Umsetzung der von der EU-Kommission ausgesprochenen Auflagen an. Dabei geht es vor allem um die Freigabe von Informationen über Schnittstellen, durch die sich die FSFE diskriminiert sieht.
Die "World Intellectual Property Organization", kurz WIPO, eine von 16 spezialisierten Agenturen der Vereinten Nationen, hat der Free Software Foundation Europe (FSFE) jetzt den Status eines Beobachters zuerkannt. Die WIPO widmet sich hauptsächlich globalen Regeln rund um das geistige Eigentum, von Urheber- über Marken- bis hin zum Patentrecht.
Die Free Software Foundation Europe (FSFE) kämpft an vielen Fronten für freie Software in Europa. Golem.de sprach mit Georg Greve, Präsident der FSFE, über deren Engagement im Monopolverfahren gegen Microsoft, mögliche Gefahren durch Softwarepatente sowie Sinn und Unsinn von Trusted Computing.
Das derzeit gültige Copyright treibt schon seltsame Blüten: Während man seit Jahrhunderten beliebig und frei aus Texten zitieren darf, macht man sich heute sofort strafbar, wenn man auch nur eine Sekunde Filmmaterial ohne Erlaubnis des Urhebers benutzt. Eltern müssen Angst haben, dass ihre Kinder ein Micky-Maus-Bild auf ihre Homepage packen - auch das verstößt gegen geltendes Recht. Einer der vehementesten Kritiker an dieser Rechtssituation ist Lawrence Lessig, Professor für Jura an der Stanford Universität und Vorstandsmitglied der Free Software Foundation. Golem.de sprach mit ihm am Rande der Konferenz Wizards of OS 3 über seinen Kampf gegen das Copyright und sein neues Buch Free Culture.
In diesem zweiten Teil unseres Interviews spicht Eben Moglen, Professor für Recht und Rechtsgeschichte an der Columbia Law School in New York und unter anderem Justiziar für die Free Software Foundation, über freie Netze, seine Forderung zur Freigabe des Frequenz-Spektrums, SCOs Feldzug gegen Linux und die Zukunft des US-Urheberrechts. Im ersten Teil des Interviews sprach Moglen über die Zukunft der GPL, Microsoft sowie die Gefahren, die durch Trusted Computing und Softwarepatente für freie Software drohen.
Eben Moglen ist Professor für Recht und Rechtsgeschichte an der Columbia Law School in New York und unter anderem als Justiziar für die Free Software Foundation tätig. Golem.de sprach am Rande der Konferenz Wizards of OS 3 mit Moglen über die Zukunft der GNU General Public License (GPL), Microsoft sowie die Gefahren, die durch Trusted Computing und Softwarepatente für freie Software drohen. Moglens Ansichten über freie Netze, seine Forderung zur Freigabe des Frequenz-Spektrums, SCOs Feldzug gegen Linux und die Zukunft des US-Urheberrechts folgen im zweiten Teil unseres Interviews, der am Freitag, den 18. Juni 2004, erschienen ist.
Die Free Software Foundation Europe FSFE will ab sofort an jedem ersten Montag eines Monats einem "einflussreichen" Europäer per E-Mail erklären, was Softwarepatente für ihn und sein Land, seine Firma oder Organisation bedeuten würden. Der erste Adressat soll der künftige Deutsche Bundespräsident Horst Köhler sein.
SCO dehnt den Streit mit IBM und um Unix weiter aus. So soll die Free Software Foundation (FSF) im Streit mit IBM als Zeuge auftreten und alle Dokumente bezüglich der GPL und deren Durchsetzung seit 1999 sowie einen großen Teil ihrer E-Mail-Kommunikation vorlegen.
Mit Lawrence Lessig hat die Free Software Foundation (FSF) ein weiteres prominentes Mitglied in den Vorstand berufen. Lessig hält eine Professur für Jura an der Stanford Universität und zählt zu den prominentesten Wissenschaftlern im Bereich des Urheberrechts.
Georg Greve, Präsident der Free Software Foundation Europe (FSFE), hält das derzeit zu Ende gehende Kartellverfahren von EU-Kommissar Mario Monti gegen den Softwarekonzern Microsoft für eine "absurde Phantomdiskussion". "Proprietäre Softwarehersteller bedrohen die Freiheit der Informationsgesellschaft insgesamt und Brüssel debattiert darüber, ob es ausreichend oder doch schon zu hart ist, einen Konzern zur Veröffentlichung der einen oder anderen Schnittstelle zu verpflichten", so Greve.
Ein Kommentar auf den Seiten der Free Software Foundation hat in den letzten Tagen für erhebliche Verwirrung um die neue Apache Lizenz 2.0 geführt. Diese sei zwar eine Lizenz für freie Software, aber zur GPL inkompatibel, heißt es auf den Seiten der FSF. Die Apache Group widerspricht dieser Darstellung.
Red Hat überträgt der Free Software Foundation (FSF) sämtliche Urheberrechte an seinem Open-Source-Betriebssystem eCos. Die FSF wird damit zum einzigen Verwalter aller Urheberrechte des Embedded-Betriebssystems.
SCO-Chef Darl McBride hat einmal mehr in einem offenen Brief Stellung zu SCOs Vorgehen gegen Linux bezogen. Dabei kündigte er an, dass dies nur der erste einer ganze Serie von Briefen ist, in denen er die Kritik an SCOs Vorgehen im Einzelnen richtig stellen werde, schließlich werde es noch mindestens 18 Monate dauern, bis das eigentliche Verfahren vor Gericht verhandelt wird. Dabei steht zunächst die "Unrechtmäßigkeit" der GPL im Fokus von McBrides Darstellung.
Nachdem am 21. November 2003 bekannt wurde, dass Unbekannte eine Sicherheitslücke im Linux-Kernel nutzten und in die Server des Debian-Projekts eingedrungen sind, wurden jetzt auch Einbrüche in Server von Gentoo und der Free Software Foundation (FSF) bekannt.
Die Free Software Foundation (FSF) bittet kalifornische Käufer von Microsoft-Software um ihre Microsoft-Gutscheine. Microsoft-Kunden in Kalifornien erhalten im Rahmen eines Vergleichs Gutscheine als Ausgleich für überhöhte Softwarepreise. Die Gutscheine können beim Kauf von Hard- und Software diverser Hersteller eingesetzt werden.
Eben Moglen, Justiziar der Free Software Foundation und Professor für Recht und Rechtsgeschichte an der Columbia Law School, greift Mark Heise, Anwalt von SCO im Verfahren gegen IBM, scharf an. Dieser hatte gegenüber dem Wall Street Journal behauptet, die von der Free Software Foundation herausgegebene GNU General Public License, unter der auch Linux steht, sei ungültig, da sie gegen US-Bundesrecht verstoße.
Der zentrale FTP-Server des GNU-Projekts steht bereits seit geraumer Zeit unter fremder Kontrolle. Ein Nutzer hatte im März 2003 eine Sicherheitslücke ausgenutzt und so Root-Zugriff auf der Maschine erlangt. Derzeit ist man dabei, die Integrität der auf dem Server zur Verfügung stehenden Dateien zu prüfen und diese auf einem Ersatz-System einzuspielen. Bislang gehen die Verantwortlichen aber davon aus, dass kein Source-Code des GNU-Projekts verändert wurde.
Im Streit um angebliche Urheberrechtsverletzungen durch Linux schickt sich nun auch die Free Software Foundation (FSF) an, Gegenmaßnahmen zum Schutz freier Software zu ergreifen. Offenbar erwägt man in kommenden Versionen der GNU Compiler Collection (GCC) die Unterstützung für SCOs Software zu streichen. Der GCC besitzt sowohl unter Linux als auch unter anderen Unix-Derivaten eine hohe Verbreitung.
Vom 15. bis 18. Juli 2003 findet in Paris eine Vorbereitungskonferenz für den "World Summit on the Information Society" statt, bei dem im Auftrag der UN-Hauptversammlung über die Zukunft und Richtung der Informations- und Wissensgesellschaft beraten werden soll. Nominiert vom Koordinierungskreis der deutschen Zivilgesellschaft zum WSIS, wird Georg Greve, Präsident der FSF Europe, als Mitglied der deutschen Regierungsdelegation am Treffen teilnehmen.
Im Streit zwischen SCO und IBM meldet sich nun auch die Free Software Foundation in Person von Eben Moglen zu Wort. Zwar wolle er das eigentliche Verfahren mangels valider Informationen nicht kommentieren. Einige Aussagen von SCO-Sprechern hätten aber die Legitimität freier Software in Frage gestellt, "diese Aussagen erfordern eine Antwort", so Moglen.
Die Free Software Foundation Europe hat auf einer Generalversammlung in Mailand am vergangenen Wochenende nach zwei Jahren ihres Bestehens eine erste positive Zwischenbilanz gezogen. Zugleich wurden Georg Greve und Jonas Öberg als Präsident bzw. Vize-Präsident bestätigt. Werner Koch löst hingegen Dr. Peter Gerwinski als Bürochef ab.
Nach dem Start des "Associate Membership Programms" startet die Free Software Foundation jetzt auch ein so genanntes "Corporate Patronage Programm". Ähnlich der Assoziativen Mitgliedschaft für Privatpersonen öffnet sich die FSF mit dem neuen Programm nun auch Unternehmen.
Die Free Software Foundation (FSF) hat am Wochenende auf dem Free and Open Source Software Developers' Meeting (FOSDEM) den Jura-Professor Lawrence Lessig mit dem fünften, jährlich verliehenen FSF-Award für "Fortschritte Freier Software" ausgezeichnet. Überreicht wurde die Auszeichung durch den Präsidenten und Gründer der FSF, Richard Stallman.
Eben Moglen, Rechtsberater der Free Software Foundation (FSF) und Jura-Professor an der Columbia University Law School in New York, hat ein Statement zur außergerichtlichen Einigung im Kartellrechtsstreit der Vereinigten Staaten gegen Microsoft veröffentlicht. Nach Meinung der FSF sollte der durch Microsoft hinzugefügte "Wortschwall" entfernt werden, der den Wert der Einigung eliminiert.
Freie Software wird mithin auch als "Open Source" bezeichnet. Dies sei in erster Linie einer Marketing-Kampagne der Open-Source-Initiative (OSI) zu verdanken, doch die Free Software Foundation Europe will nun wieder verstärkt den Begriff Freie Software in den Vordergrund rücken. Der Versuch, "Open Source" als Marke für Freie Software zu etablieren, sei fehlgeschlagen.
Die Free Software Foundation (FSF) und FSMLabs haben sich im Streit um RTLinux geeinigt. Die FSF hatte FSMLabs vorgeworfen, mit ihrem Echtzeitbetriebssystem RTLinux die GNU General Public License zu verletzen.
Die Free Software Foundation (FSF) hat jetzt offiziell erklärt, dass "RTLinux" von Victor Yodaiken und seiner Firma FSMLabs die GPL verletzt. Das Echtzeitbetriebssystem RTLinux erweitert den unter der GNU General Public License stehenden Linux-Kernel um Echtzeit-Interrupt-Handling, das in der verwendeten Form von Yodaiken patentiert ist.
Microsoft bietet auf seiner "Shared Source"-Website jetzt eine FAQ (Frequently Asked Questions) an, die Microsofts Verständnis von offenem Source Code und geistigem Eigentum näher erläutert. Microsoft greift in den fünf Fragen Open-Source-Lizenzen im Allgemeinen und die GPL im Besonderen an und sieht Linux, dessen Code unter der GPL steht, als Gefahr für die gesamte Software-Industrie an.
Zum Verkaufsstart anlässlich der Systems kommt der Prototyp des ID-PRO-Kommunikationsservers PAUL unter den Hammer - versehen mit den Unterschriften von einigen der bekanntesten Vertretern der Community. Im Internet kann unter id-pro.com/auktion schon ab Donnerstag, den 19. Oktober 2000 mitgesteigert werden. Der prismenförmige Server basiert komplett auf Open-Source-Software und so soll auch der Erlös aus der Auktion der Open-Source-Community zugute kommen.