Überwiegend pessimistisch gestimmt über die Aussichten der im vergangenen Dezember beschlossenen Reform der internationalen Internetverwaltung ICANN zeigten sich die Verwalter der nationalen Domain-Länderkürzel auf dem zweitägigen 4. Treffen des ICANN-Studienkreises am 3. und 4. Februar 2003 in Berlin. Etwa 150 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft waren der Einladung des NETCOM Instituts Leipzig und der deutschen Registrierungsstelle DENIC eG gefolgt, um dort das Thema "Internet Governance 2003: ICANN in der Reform" zu diskutieren.
Die Zahl der Internetdomains mit der Endung .de nähert sich der 6-Millionen-Schwelle. Die zentrale deutsche Domain-Registrierungsstelle Denic in Frankfurt rechnet damit, dass diese Zahl kurz nach den Weihnachtsfeiertagen überschritten wird. 1998 lag die Zahl der .de-Domains noch bei knapp 300.000.
Internet Security Systems hat zwei ernsthafte Sicherheitslücken im Berkeley Internet Name Domain Server (BIND) gefunden, dem meist genutzten DNS-Server. Allerdings habe man noch keine Attacken verzeichnet, die die Lücke ausnutzen. Betroffen sind sowohl BIND 8 bis 8.3.3-REL als auch BIND-4-Installationen bis 4.9.10-REL.
Am 21. Oktober gab es heftige Distributed-Denial-of-Service-(DDoS-)Attacken auf die 13 Root-Server des Domain Name System (DNS), die für die Umsetzung von Domains zu IP-Adressen im Internet verantwortlich sind.
Die "Internet Corporation for Assigned Names and Numbers" (ICANN) hat der Internet Society (ISOC) die Verwaltung der Registrierungsstelle der .ORG-Domain übertragen. Ab 1. Januar soll die neue, von der ISOC extra gegründete gemeinnützige Organisation "Public Interest Registry" (PIR) die Top-Level-Domain .ORG unter ihre Fittiche nehmen.
Markenpiraterie verursacht nach Schätzungen weltweit einen Schaden von 300 Milliarden US-Dollar pro Jahr - besonders oft trifft es Software, Prozessoren oder Zigaretten und Luxuswaren. Aber auch Medikamente und Ersatzteile von Flugzeugen und Fahrzeugen können betroffen sein. Nun haben die November AG und Siemens ein biologisches Codierungsverfahren entwickelt, das die eindeutige Identifikation echter Produkte fälschungssicher erlauben soll.
Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hat jetzt einen Vorschlag für die zukünftige Verwaltung der Top-Level-Domain ".org" vorgelegt. Dem ICANN Board wird empfohlen, ab 1. Januar 2003 die Verwaltung der TLD .org, die derzeit noch VeriSign abwickelt, an die Internet Society (ISOC) zu übertragen.
Mit der Inbetriebnahme von neuen Nameservern in Stuttgart, London und Tokio baut die DENIC ihr Netz an Nameservern weiter aus. In den nächsten Wochen kommen außerdem noch Rechner an zwei Standorten in den USA (Elmsford, NY und San Jose, CA) hinzu.
Die europäischen Domain-Registrierungsstellen haben in einer gemeinsamen Stellungnahme an das amerikanische Handelsministerium ihre Forderung nach einer Verschlankung der internationalen Internet-Organisation ICANN bekräftigt. Im Zuge der anstehenden Reform drängen sie darauf, dass ICANN sich auf die Funktion als technische Koordinierungsstelle beschränkt. Es bestehe keine Notwendigkeit, Verantwortlichkeiten, die bereits national geregelt seien, auf ICANN zu übertragen.
Mit der Software DNSbox will die Issociate GmbH i.G. die Domainverwaltung vor allem für kleine Unternehmen und Privatleute vereinfachen. Die DNSbox wird im Internet betrieben und über einen sicheren Zugang konfiguriert.
Wer derzeit die Website www.apple.de besucht, landet nicht auf der deutschsprachigen Homepage des Computerherstellers Apple. Stattdessen landet man auf einer kargen Text-Website mit aufspringendem Werbefenster für einen Druckerzubehör-Händler.
Gute Domainnamen sind ein knappes Gut, um das schon viele kostspielige juristische Auseinandersetzungen geführt wurden. Doch schlampig gepflegte Datenbanken der Provider blockieren zahlreiche Domains und verhindern deren Wiederverwendung, so das IT-Magazin iX in seiner aktuellen Ausgabe.
Zahlreiche Domaininhaber haben in den vergangenen Tagen Post mit einer Rechnung für eine so genannte "Domain-Überprüfung" erhalten. Die DENIC eG als Registrierungsstelle für DE-Domains weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass es sich dabei nicht um eine Rechnung für die DE-Domain handelt.
Laut der regionalen Domainstatistik der Registrierungsstelle DENIC für das Jahr 2001 schließt der Osten Deutschlands bei der Nutzung von Internetdomains zum Westen auf, auch wenn die absolute Zahl der DE-Domains in einigen Gebieten der neuen Bundesländer noch weit unter dem Niveau der alten Länder liege. Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen konnten der DENIC zufolge gegenüber dem Jahr 2000 Steigerungsraten von mehr als 50 Prozent verbuchen.
Eine Neufassung der Aufnahmebestimmungen soll zukünftig einem größeren Kreis von Interessenten die Mitgliedschaft in der DENIC eG ermöglichen. Die Generalversammlung des Domainverwalters hat einer entsprechenden Beschlussfassung zugestimmt. Nach den neuen Regelungen ist eine Mitgliedschaft für jeden möglich, der Domains verwaltet, über eine stabile finanzielle Grundlage verfügt und eine umfassende fachliche Kompetenz im Bereich der Domainverwaltung nachweisen kann.
Mit Rückendeckung durch die US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) hat der für Nordamerika gewählte ICANN-Direktor Karl Auerbach gegen die "Internet Corporation for Assigned Names and Numbers" (ICANN) geklagt, um ihm einen angemessenen Zugang zu den Geschäftsunterlagen der gemeinnützigen Organisation zu ermöglichen. Laut kalifornischem Gemeinnützigkeits-Gesetz ("nonprofit law") sind Gesellschaften verpflichtet, ihren Direktoren alle benötigten Informationen zugänglich zu machen, das ICANN-Management hätte dies jedoch nicht befolgt.
Domainnamen, die mit einer Zeichenfolge beginnen, die zukünftig zur Kennzeichnung einer Domain mit Sonderzeichen (so genannte Internationalisierte Domainnamen, IDN) dienen wird, können vorerst unter .de nicht mehr registriert werden. Betroffen sind alle Domainnamen, bei denen an der dritten und vierten Stelle ein Bindestrich steht, wie etwa zq--beispiel.de.
Nur wenige Domaininteressenten aus dem Ausland haben von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, .de-Domains zu registrieren. Das ergab eine Auswertung der deutschen Domainverwaltungsstelle DENIC.
Seit Anfang 2002 können Domainnamen unterhalb fast aller weltweit verfügbaren Top-Level-Domains bei der Deutschen Telekom registriert werden. Das Unternehmen will so sein Angebot an Web-Services vervollständigen, das von Web-Hosting über Business-Homepages bei der Tochter T-Online und Shoplösungen bis zu elektronischen Marktplätzen reicht.
Die DENIC ist als Registrierungsstelle für DE-Domains unter keinen Umständen verpflichtet, bei der Registrierung von Domainnamen diese in irgendeiner Form zu überprüfen. Dies geht aus der schriftlichen Urteilsbegründung des Bundesgerichtshofes zum Fall "ambiente.de" hervor, die jetzt vorliegt.
Im Internet sorgen von der Denic verschickte Rechnungen für Aufruhr, in denen eine Summe von 58,- Euro (entspricht etwa 114,- DM) eingefordert wird. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um "gefälschte" Zahlungsaufforderungen, wie sie jüngst immer wieder auftauchten, sondern um offizielle Rechnungen von der Denic.
Zum allgemein verbindlichen und zentralen Root Server System unter der Verwaltung der ICANN gibt es keine Alternative. Hinter diese Feststellung des ICANN-Präsidenten Stuart Lynn in einem Grundsatzpapier stellt sich jetzt auch die deutsche Registrierungsstelle DENIC. Alternative Domain Name Systeme (DNS) würden dem Internet schaden.
Die Welle an gefälschten Rechnungen für Internet-Domains reißt nicht ab: In vielen Briefkästen von Besitzern einer de-Domain lag am heutigen Montag eine fingierte Rechnung einer so genannten "DID - Deutsche Internet Domainregistrierung". Für eine dubiose Dienstleistung wird darin eine Zahlungsaufforderung in Höhe von 1.223,80 DM verlangt.
Bei der Nutzung von Internet-Domainnamen gibt es große regionale Unterschiede, insbesondere zwischen den neuen und alten Bundesländern. Dies ist eines der Ergebnisse der ersten umfassenden Domainstatistik, die die Registrierungsstelle DENIC heute in Frankfurt veröffentlichte. Basierend auf den Zahlen der offiziellen DENIC-Datenbank (mit Stand Ende 2000) erlaubt sie einen detaillierten Überblick über die räumliche Verteilung der in Deutschland registrierten Domainnamen und deren zeitliche Entwicklung.
Wie schon Ende April 2001 ist eine dubiose Firma dabei, gefälschte Domain-Rechnungen an ahnungslose Domaininhaber zu versenden. Diesmal handelt es sich nach Angaben der DeNIC um die so genannte Zentrale zur Registrierung Deutscher Web-Domains ZRW.
In einem Grundsatzurteil entschied der 1. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes (BGH) am Donnerstag, dass die DENIC weiterhin Domainnamen nach dem Prioritätsprinzip registrieren kann und nicht selbst prüfen muss, ob mit der Eintragung Rechte Dritter verletzt werden. Nur in seltenen Ausnahmefällen, wenn die Rechtsverletzung offensichtlich ist, muss die DENIC einschreiten. Dies setzt aber nach Auffassung des Gerichts ein unanfechtbares gerichtliches Urteil oder eine vergleichbare Rechtsposition voraus.
Die ICANN hat jetzt die Verträge mit den Registraren der neuen Top-Level-Domains .biz und .info unterzeichnet. Damit ist der Weg frei für die ersten neuen Top-Level-Domains (TLD) seit über zehn Jahren. Afilias, der Registrar von .info, kündigte den Start von .info bereits für Ende Juni 2001 an.
Die Generalversammlung der DENIC eG hat am 25. April turnusgemäß einen neuen Aufsichtsrat gewählt. Der alte Aufsichtsrat der 1991 gegründeten deutschen Domainvergabestelle wurde in seinem Amt bestätigt, bis auf Ulrike Jendis, die nicht mehr kandidierte.
Der Internet-Provider Inter.net (Snafu) warnt seine Kunden vor einem Betrüger, der gefälschte Rechnungen an Domain-Besitzer verschickt und bei Missachtung mit Domain-Abschaltungen droht. Auch die deutsche Domainnamen-Vergabestellte DeNIC reagierte bereits auf diese bizarren Geldforderungen.
VeriSign hat sich mit der ICANN über ein neues Abkommen bezüglich der Top-Level-Domains .com, .net und .org geeinigt. Demnach wird VeriSign die Funktion als Registry für .org bereits im nächsten Jahr abgeben und auch .net soll ab 2006 neu ausgeschrieben werden. Im Gegenzug soll VeriSign langfristig die Registry-Funktion für .com bleiben.
Das Computer Emergeny Response Team (CERT) warnt vor Fehlern im DNS-Server des Internet Software Consortiums (ISC), dem Berkeley Internet Name Domain (BIND). Ein Patch steht bereit.
Nach der letzten Woche, in der Microsofts Website gleich zweimal für mehrere Stunden eine Auszeit nahm, will Microsoft jetzt Lehren aus den DOS-Attacken ziehen. Auch am Freitag legten Angreifer Microsofts Website zweimal mit Denial-of-Service-Attacken auf Microsofts Netz kurzzeitig lahm.
Am Morgen des 25. Januar wurde Microsoft Opfer einer Denial-of-Service-Attacke, die auf die Router der Redmonder verübt wurde. Infolgedessen war der Zugriff auf einige Microsoft-Webseiten einschließlich Microsoft.com und MSN.com nicht möglich.
Innerhalb kürzester Zeit scheint die Microsoft-Website microsoft.com schon wieder ausgefallen zu sein. Bereits am Mittwoch, den 24. Januar 2001 war nach offizieller Lesart eine falschen Konfiguration der Microsoft-DNS-Server dafür verantwortlich, dass die Microsoft-Webseiten fast den gesamten Tag nicht erreichbar waren.
Microsoft entschuldigt sich bei seinen Kunden für den fast kompletten Ausfall aller Webseiten des Software-Konzerns. Auf Grund einer falschen Konfiguration der eigenen DNS-Server waren die Microsoft-Webseiten gestern fast den gesamten Tag nicht erreichbar gewesen.
Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hat jetzt mit Dr. M. Stuart Lynn einen neuen President und CEO bestimmt. Er folgt Michael Roberts als President und Chief Executive Officer nach.
Sieben neue Top Level Domains sind das Ergebnis der gestrigen Sitzung des ICANN-Boards. Dabei entschied sich die ICANN für die neuen TLDs .biz, .info, .name, .pro, .museum, .aero und .coop.
RealNames will ein globales Registrierungssystem zum Verkauf und zur Verbreitung von Keywords einführen. Dazu will man ein dreischichtiges Distributionsmodell einführen, das aus RealNames Global Registry Service, Country Registries und normalen Registraturen besteht. Auf diesem Weg will RealNames das aktuelle Domain Name System durch seine proprietäre Keyword-Technologie ablösen.
Mit einer deutlichen Mehrheit hat Andy Müller-Maguhn, der Sprecher des Chaos Computer Clubs, die Wahl zum ICANN-Direktorium in der Region 2, Europa, gewonnen. Maguhn gehört dem CCC an, der sich für den "freien Fluss" von Informationen einsetzt.
Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hat jetzt eine Liste von möglichen neuen Top-Level-Domains veröffentlicht. Allerdings handelt es sich dabei nur um die TLDs, die bisher bei der ICANN beantragt wurden. Welche Top-Level-Domains später eingeführt werden, entscheidet sich aber erst in den weiteren Verfahren.
Thomas Heilmann, CDU-Internetsprecher, und Andy Müller-Maguhn, ICANN-Kandidat und Sprecher des Chaos Computer Clubs (CCC), streiten in der aktuellen Ausgabe 20/2000 des Computermagazins c't über den Umgang mit rechtsradikalen Inhalten im Internet.
Die DENIC eG will durch eine Modifizierung der Domainregistrierungsbedingungen die Registrierung von .de-Domains vereinfachen, transparenter gestalten und die Position des Domaininhabers stärken. Die Neufassung war am 3. Mai 2000 von der Generalversammlung der in der DENIC zusammengeschlossenen Internet Service Provider (ISP) beschlossen worden und soll nun von den Mitgliedsunternehmen bis zum 30. September 2000 umgesetzt werden.
Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn hat einen E-Mail-Rundbrief an alle Großforschungseinrichtungen und IT-Forschungseinrichtungen geschickt, mit der Bitte, sich möglichst breit an der Wahl einer Internet-Regierung zu beteiligen. Zudem spricht sich die Ministerin für einen deutschen Kandidaten für die ICANN-Wahl aus.
Auf dem "Meeting of the ICANN Board in Yokohama" hat das ICANN (The Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) die Einführung neuer Top Level Domains (TLDs) beschlossen. Damit ist allerdings keine Entscheidung darüber gefallen, welche dies sein werden.
Seit Ende Juni sind Informationen über Domainnamen mit der Endung .de für Deutschland nur noch über die deutsche Registrierungsstelle DENIC abrufbar. Ab diesem Zeitpunkt wird die Übermittlung der Daten an die europäische Internetorganisation RIPE in Amsterdam eingestellt.
Auf dem ICANN Yokohama Meeting am 15. und 16. Juli sollen die Weichen für die Einführung neuer Top-Level-Domains gestellt werden, eine entsprechende Roadmap veröffentlichte jetzt die ICANN. Demnach sollen bis zum 1. Oktober Vorschläge für neue Top-Level-Domains gesammelt werden, über die die ICANN am 1. November entscheiden will.
Nach einem Bericht des Focus fordert CSU-Medienexperte Markus Söder, die Vergabe von Domain-Adressen künftig über eine staatliche Behörde abzuwickeln. Am geeignetsten sei das Europäische Patentamt, so Söder gegenüber dem Magazin.
Die Zahl der Domains mit der Endung ".de" verdoppelt sich weiterhin alle sechs Monate. Nachdem vor einem Jahr 500.000 und Anfang Oktober 1999 eine Million Domainnamen eingetragen waren, konnte am Montag, den 3. April, bei der DENIC in Frankfurt, der zentralen deutschen Registrierungsstelle, bereits die zweimillionste Domain registriert werden.
Eigentlich sollten vergangene Woche bei der Kairoer Konferenz von der Internet Corporation for Assigned Namens and Numbers (ICANN) erste Vorschläge für neue Top-Level-Domains gemacht werden. Doch diese vertagte sich ohne Ergebnis nun auf den 20. April.