ATI hat sein zum 31. Mai 2005 beendetes drittes Geschäftsquartal 2005 wie schon Anfang Juni vorab verkündet mit Verlust abgeschlossen. Obwohl der Umsatz um 39 Millionen bzw. 8 Prozent auf 530 Millionen US-Dollar wuchs, blieb letztlich ein Verlust von 0,4 Millionen US-Dollar.
Nvidias Dual-Grafikkarten-Lösung, das Scalable Link Interface (SLI), verspricht doppelte Leistung, bisher allerdings nur unter Windows und bei Kombination zweier identischer Grafikkarten des gleichen Herstellers - das will Nvidia mit seinen künftigen SLI-Treibern ändern, die auch erstmals für Linux in Aussicht gestellt wurden.
Mit dem nun veröffentlichten Radeon-Grafiktreiberpaket Catalyst 5.6 liefert auch ATI eine WMV9-Beschleunigung und verspricht eine etwas gesteigerte Grafikleistung sowie ein deutlich verbessertes Catalyst Control Center. Außerdem gewährte ATI Einblick in die folgenden Treiberversionen - so werden ab dem im Juli 2005 erscheinenden Catalyst 5.7 Crossfire-Grafikkartengespanne und die damit mögliche bessere Kantenglättung unterstützt.
ATIs SLI-Konkurrent Crossfire läuft nicht nur auf Mainboards mit dem überarbeiteten Xpress-2000-Chipsatz. Wie ATI mittlerweile bestätigte, soll die Technik auch mit Chipsätzen anderer Hersteller zusammenarbeiten.
Im Rahmen der derzeit im taiwanesischen Taipeh stattfindenden Computex hat ATI seine Antwort auf Nvidias SLI-Konzept vorgelegt. Crossfire benötigt ein neues Mainboard und eine neue Grafikkarte - ältere Radeon-Karten lassen sich jedoch als zweite Grafikkarte zwecks Leistungssteigerung nutzen. Zudem sollen alle Anwendungen ohne besondere Einstellungen von der erhöhten Grafikleistung profitieren.