Die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen haben in Berlin die besten deutschsprachigen, barrierefreien Websites mit dem BIENE-Award ausgezeichnet. Goldene BIENEN gingen an die Postbank und den Integrationsfachdienst Profil Hamburg. Insgesamt wurden 19 Internetangebote für ihre besondere Zugänglichkeit ausgezeichnet.















Mit einer neuen Version der Spracherkennungs-Software Dragon NaturallySpeaking soll sich die Erkennung gesprochener Sprache deutlich steigern lassen, wobei nun nach Herstellerangaben eine Genauigkeit von 99 Prozent erreicht wird. Außerdem wurden kleinere Verbesserungen an der Windows-Software vorgenommen, um den Umgang damit komfortabler zu machen.
Seit Jahren schafft es das kleine norwegische Unternehmen Opera einen kommerziell erfolgreichen Browser anzubieten. Mit Firefox gerät der Browser-Markt langsam wieder in Bewegung und auch Opera zeigt sich über die Erfolge des Open-Source-Browsers erfreut. Im Interview mit Golem.de spricht Opera-CEO Jon S. von Tetzchner über Microsoft, Firefox und die Möglichkeiten, Opera als Open Source anzubieten. In einem zweiten Teil des Gesprächs, der am Donnerstag den 11. November 2004 folgt, spricht von Tetzchner über den Browser-Markt auf Handys und anderen mobilen Endgeräten sowie der Zukunft von Web-Standards und Browsern.
Am 23. August 2004 fand im Rahmen des KDE-Entwicklertreffens in Ludwigsburg das "Unix Accessibility Forum" statt, das sich mit den Möglichkeiten für Behinderte, unter Unix zu arbeiten, befasst. Golem.de sprach am Rande der Konferenz mit Lars Stetten, einem sehbehinderten Informatikstudenten aus Gießen, der sich seit Jahren mit der Nutzbarkeit von Linux- und Unix-Desktops für Sehbehinderte beschäftigt, über die aktuelle Situation sowie dringend notwendige Verbesserungen in diesem Bereich.
Mit Befremden hat der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS) die Stellungnahme des Städte- und Gemeindebundes NRW zum Erlass der Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik (BITV- NRW) aufgenommen. In einer Pressemitteilung vom 28. Juli 2004 hatte der Städte- und Gemeindebund NRW erklärt, dass die Vorgaben der Rechtsverordnungen veraltet seien und aus technischen Gründen nicht vollständig erfüllt werden können.
Das US-Unternehmen VisuAide kündigt mit Maestro einen Aufsatz an, womit ein normaler iPAQ-PDA des Typs H4150 auch von blinden Menschen gesteuert werden kann. Neben einer Sprachausgabefunktion bietet Maestro eine fühlbare Tastatur, über die blinde Menschen das Gerät bedienen können.
Das Bundessozialministerium hat sich zur Erhöhung der Barrierefreiheit im Internet etwas Neues einfallen lassen. Konzentriert sich zurzeit die Barrierefreiheit sehr stark auf den Bereich der "Lesbarkeit", gibt es jedoch Nutzergruppen, die mit dem Internet große Probleme haben können.
Mit einer speziellen Wachstinte ermöglichen Studenten der Fachhochschule Augsburg nun fühlbare Notenblätter-Drucke für Blinde und Sehbehinderte. Im Gegensatz zu herkömmlichen Notenblättern, die nur von normalsichtigen Menschen gelesen werden können, machen die Ausdrucke des Projekts Taktile Drucke Augsburg (TDA) Musiknoten fühlbar.
PDFlib hat die Version 6 seines Tools zur PDF-basierten Dokumentverarbeitung freigegeben. Die Programmierbibliothek zur automatisierten und serverzentrierten PDF-Erzeugung und Verarbeitung kann nun beispielsweise auch die Ebenenfunktionen von Acrobat 6 nutzen und Fließtext besser formatieren.
Der Deutsche Multimedia Verband e.V. (dmmv) will sich künftig auch dem Thema Barrierefreiheit mit einem eigenen Arbeitskreis widmen. Bundes- und einige Länderverwaltungen sind durch die Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (BITV) bereits verpflichtet, bis spätestens 2005 alle ihre Informationen barrierefrei zur Verfügung zu stellen.
Seit dem 18. Februar 2004 läuft die Ausschreibung zum mittlerweile 9. Deutschen Multimedia Award (DMMA), einem Wettbewerb für deutschsprachige Online- und Offline-Produktionen. Der DMMA 2004 wurde um weitere Wettbewerbskategorien erweitert und erlaubt nun vorangemeldeten Teilnehmern erstmals, ihre Beiträge online anzumelden.
Die Free Standards Group hat auf der LinuxWorld eine neue Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die Standards entwickeln soll, um Menschen mit Behinderungen die Nutzung von Linux zu erleichtern. Durch übergreifende Standards soll es für Entwickler einfacher werden, entsprechende "Assistive Technologien" (AT) zu unterstützen.
Vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist ein Leitfaden für diejenigen erschienen, die bei der Entwicklung von E-Government-Applikationen auf Barrierefreiheit achten müssen.
Obwohl viele öffentliche Anbieter innerhalb der nächsten zwei Jahre gesetzlich verpflichtet sind, ihre Internetauftritte barrierefrei zu gestalten und es auch für so genannte "erwerbsmäßige Anbieter" erhebliche technologische und kommerzielle Vorteile gibt, herrscht bislang noch große Unsicherheit bei diesem Zukunftsthema. Damit will eine neue Studie aufräumen.
Der freie Unix- und Linux-Desktop GNOME ist in der Version 2.4 erschienen und bringt dabei elf neue Applikationen und über 100 weitere kleinere Neuerungen mit. Neu dabei ist unter anderem der Web-Browser Epiphany 1.0, der auf Mozillas Rendering-Engine Gecko basiert, sich aber auf ein minimalistisches User-Interface beschränkt.
Die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen haben gemeinsam einen Wettbewerb für barrierefreie Webgestaltung ausgeschrieben. Der "BIENE" ("Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten") getaufte Preis soll die besten barrierefreien Angebote im Internet als Vorbild bekannt machen.
Mit Barrierefinder.de können Webseiten seit kurzem auf Behindertentauglichkeit getestet werden, um die Verbreitung von barrierefreien Websites zu fördern. Der halbautomatische Test zeigt, ob eine Internet-Seite auch von Menschen mit Behinderungen in vollem Umfang nutzbar ist. Barrieren in Internetseiten sollen jedoch nicht nur aufgespürt, sondern Problemlösungen sofort angeboten werden.
Xerox hat eine Software entwickelt, die es blinden und sehbehinderten Menschen erleichtern soll, einen digitalen Kopierer zu bedienen. Diese sollen die Xerox Copier Assistant getaufte Software nutzen können, um mit einem PC und dem Multifunktionssystem Xerox Document Centre 500 Series Kopien ohne Hilfe anderer zu machen.
Von der Firma HedoScan wurde ein System zur Schrifterkennung für Sehbehinderte entwickelt, das auf dem VIA EPIA Mini-ITX Mainboard basiert. Es soll für sehbehinderte oder blinde Anwender Bücher, Zeitungen oder andere Schriftdokumente einscannen und vorlesen können.
Watchfire Corporation, ein Hersteller für Website Management Software, hat seine neue Version des Webseiten-Testprogramms WebQA 2.0 für den europäischen Markt vorgestellt. Neu hinzugekommen ist die Integration der Accessibility-Technologie aus der Software Bobby, mit der Unternehmen ihre Website auf ihre Barrierefreiheit, einschließlich der Vorgaben des World Wide Web Consortiums (W3C, Web Content Accessibility Guideline [WCAG]) und der Vorgabe der amerikanischen Regierung, untersuchen können.
Auf der CeBIT 2003 in Hannover stellt Siemens ein modifziziertes Handy vor, das auch Blinden die Nutzung mobiler Textdienste ermöglichen soll. Das niederländische Unternehmen Alva stellt unter der Bezeichnung Mobile Phone Organizer (MPO) das Gerät auf Basis des Siemens-Funkmoduls MC45 her.
Vor wenigen Monaten wurde ein Gesetz beschlossen, dass es Behinderten ermöglichen soll, auch im Internet leichter vorwärts zu kommen. Im Fraunhofer-Projekt I2BN werden Bedarf und Handicaps untersucht sowie geeignete Lösungen entwickelt. Denn obwohl gerade diese Zielgruppe in besonderem Maße von der technischen Entwicklung profitieren könne, bestehen immer noch erhebliche Zugangs- und Nutzungsbarrieren für behinderte Menschen, z. B. schlechte Lesbarkeit und Navigation auf Grund unsachgemäßer Programmierung und Gestaltung.
Microsoft und der US-Hersteller Freedom Scientific haben ein Gerät entwickelt, das als PDA-artiges Gerät für Blinde fungieren soll. Der PAC Mate ist mit WindowsCE ausgerüstet, besitzt natürlich kein Display und verfügt über eine von Freedom Scientific entwickelte Vorleseeinrichtung namens JAWS, die auch schon in anderen Geräten dieses Herstellers Verwendung findet. Als Sprachsynthesizer kommt Eloquence in mehreren Sprachen zum Einsatz.
Red Hat hat heute seine neue Linux-Distribution Red Hat Linux 8.0 offiziell vorgestellt. Das Betriebssystem ist vor allem für den Einsatz im privaten Bereich und kleinen Unternehmen bestimmt. Red Hat 8.0 enthält ein komplett neu entwickeltes Look and Feel, das auf den Namen "Bluecurve" getauft wurde und bereits im Vorfeld der offiziellen Veröffentlichung zu heftigen Kontroversen führte.
Mit dem kostenlosen WebFormator in der neuen Version 1.3 von Frank Audiodata können Flash- und Tabellen-Inhalte über den Internet Explorer 5 und eine passende Screenreader-Software vorgelesen werden. Das versetze vor allem Blinde und Sehbehinderte in die Lage, auch auf Flash-Seiten und Web-Tabellen zugreifen zu können.
1998 war das "Web Standards Project" (WaSP) angetreten, um der einst zerklüfteten Browserlandschaft und der Spaltung des Web in zwei Lager entgegenzutreten, die Microsoft und Netscape mit ihren zueinander nahezu inkompatiblem 4.0 Browser geschaffen hatten. Nun tritt das Projekt ab, denn die Browserhersteller seien heute nicht mehr das Problem. Und dennoch, auch heute noch liegt einiges im Argen.
Die Aktion "Internet ohne Barrieren", die das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Rahmen der Kampagne "Internet für alle" durchgeführt hat, ging am 13. Dezember 2001 mit einem Treffen der Unternehmer-, Arbeitgeber-Verbände und Behinderten-Selbsthilfeverbände in Berlin zu Ende. Im Mittelpunkt der Gesprächsrunde im Ministerium stand ein Austausch der Erfahrungen beim Aufbau behindertengerechter, also barrierefreier Internet-Angebote in der Wirtschaft.
Mit der Zunge sehen: Diese Idee soll Blinden zu mehr Mobilität verhelfen. Sie wurde bereits vor 40 Jahren vom US-Neurobiologen Paul Bach-y-Rita entwickelt. Dank finanzieller Unterstützung durch das National Eye Institute haben Forscher der Universität von Wisconsin die Idee in ihrem "Tactile Vision Substitution System" (TVSS) umgesetzt.
Zusammen mit der neuseeländischen Firma Pulse Data will Microsoft Blinden Zugang zu zahlreichen elektronischen Büchern bieten. Dazu will man gemeinsam ein blindenfreundliches Interface für eBooks und den Microsoft Reader entwerfen.
Die Mercator-Universität Duisburg entwickelt gemeinsam mit weiteren Forschergruppen eine künstliche Sehhilfe, die Menschen mit einer Hornhauttrübung helfen soll, sich zumindest etwas zu orientieren. Damit die getrübte Hornhaut umgangen werden kann, trägt der Patient künftig eine Brille mit eingebauter Chip-Kamera, die Bilddaten nach der Kompression durch einen integrierten Signalprozessor drahtlos an eine Kunstlinse im Auge sendet.
Das 7. Internationale Computer Camp (ICC) für sehbehinderte und blinde Jugendliche lädt am kommenden Dienstag, dem 15. August, ab 10 Uhr alle Interessierten zum Tag der offenen Tür nach Stuttgart ein. Das ICC wurde gemeinsam von der Universität Karlsruhe (TH) und der Universität Linz (Österreich) initiiert und findet alljährlich in verschiedenen Ländern Europas in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern aus den Gastgeberregionen statt.
Das Internetangebot der Bundesregierung steht ab sofort auch als reine Textversion unter der Adresse text.bundesregierung.de zur Verfügung. Damit werden die Informationen im Internet auch sehbehinderten und blinden Menschen zugänglich gemacht. Die Barrieren, mit denen Sehbehinderte häufig im Internet konfrontiert werden, sollen so minimiert werden.
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