Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/google-chrome-25-mit-web-speech-api-ist-fertig-1302-97759.html    Veröffentlicht: 22.02.2013 08:40

Google

Chrome 25 mit Web Speech API ist fertig

Google hat seinen Browser Chrome 25 in einer stabilen Version veröffentlicht. Größte Neuerung ist die Unterstützung des Web Speech API, mit dem Web-Apps per Sprache gesteuert werden können, beispielsweise um E-Mails zu diktieren.

Chrome 25 unterstützt das Web Speech API, über das Entwickler eine Spracherkennung in ihre Web-Apps integrieren können. Google hat dazu eine Demo samt Dokumentation veröffentlicht. Nach der Beta Mitte Januar 2013 erschien der Browser nun in einer stabilen Version.

Darüber hinaus unterbindet Google mit Chrome 25 die heimliche Installation von Browsererweiterungen unter Windows. Bislang erlaubt es Chrome, unter Windows Erweiterungen nicht nur über den Chrome Web Store zu installieren, sondern auch über die Windows Registry. Mit Chrome 25 ist das nicht mehr möglich, da der Weg über die Windows Registry missbraucht werden kann, um Erweiterungen ohne Wissen des Nutzers zu installieren.

Zahlreiche Neuerungen für Webentwickler

Chrome 25 enthält darüber hinaus zahlreiche Neuerungen für Webentwickler, darunter Unterstützung für Shadow DOM. Damit lassen sich wiederverwendbare Widgets fürs Web erstellen. Die Technik wird heute schon von vielen Browsern verwendet, beispielsweise um die Bedienelemente für die integrierten Videoplayer darzustellen. Dabei handelt es sich letztendlich um HTML, CSS und Javascript, das vom Browser gekapselt wird, so dass Web-Apps keinen Zugriff auf diesen Teil des DOM haben. Mit Shadow DOM steht diese Möglichkeit auch Web-Apps zur Verfügung, was verhindern soll, dass Widgets andere Teile einer Webseite stören oder dass sie Javascript-Variablen oder CSS-Selektoren verwenden, die anderweitig belegt sind.

Die Shadow-DOM-Implementierung stellt Chrome 25 mit dem Webkit-Präfix zur Verfügung, so dass ein eigener Zweig im DOM mit webkitCreateShadowRoot erstellt werden kann. Um die Verbreitung der Technik zu fördern, hat Google dem W3C eine passende Testsuite zur Verfügung gestellt.

Bereits seit längerem unterstützt Chrome Content Security Policy (CSP), um die Gefahr durch Cross-Site-Scripting zu verringern. In der neuen Version steht CSP nun ohne Präfix zur Verfügung.

Darüber hinaus stellt Chrome über das Resource Timing API und das User Timing API weitere Details zur Verfügung und ermöglicht die Abwicklung gleichzeitiger Transaktionen über IndexedDB, das Web Audio API stellt den Konstruktor OfflineAudioContext zur Verfügung und das Pseudoelement ::cue ermöglicht es, per WebVTT eingeblendete Untertitel anzupassen.

Auch die in Chrome integrierten Entwicklerwerkzeuge wurden verbessert: Mit der Funktion console.clear() lässt sich beispielsweise die Javascript-Konsole im Browser leeren. Zudem ist es möglich, die Log-Ausgaben farblich zu markieren. In der Timeline wird nun auch die CPU-Auslastung zum jeweiligen Zeitpunkt angegeben.

Chrome bietet in der neuen Version auch die Möglichkeit, Medientypen zu emulieren, um bestimmte Medien-Querys zu testen.

Sicherheitslücken geschlossen

Google schließt mit Chrome 25 auch einige Sicherheitslücken, von denen allerdings keine als kritisch eingestuft wurde. Insgesamt schüttet Google 2.500 US-Dollar an die Finder von fünf in Chrome 25 beseitigten Sicherheitslücken aus.

Chrome 25 steht ab sofort für Windows, Linux und Mac OS X unter google.com/chrome/browser zum Download bereit.  (ji)


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