Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/infinity-battlescape-das-ganze-universum-ist-ein-bisschen-viel-1302-97677.html    Veröffentlicht: 19.02.2013 12:12

Infinity Battlescape

Das ganze Universum ist ein bisschen viel

Das kleine Entwicklerstudio I-Novae Studios wird sich doch noch nicht an einem Weltraum-Onlinespiel mit prozedural generiertem Universum versuchen. Stattdessen will es erst einmal mit dem Multiplayer-Weltraumspiel Infinity Battlescape Erfahrung sammeln - und alles auf Kickstarter setzen.

Infinity muss warten - im Blog des unabhängigen Entwicklerstudios I-Novae Studios schreibt dessen Mitgründer Keith Newton davon, dass sich das Studio erst einmal auf Infinity: Battlescape (IBS) konzentrieren will. Statt des mit prozeduralen Inhalten automatisch generierten Online-Universums wird es damit erst einmal nur ein Spiel mit einem einzelnen Sonnensystems geben - immerhin aber in derselben Spielwelt und ebenfalls mit prozedural generierten Planeten und Monden, die sich besuchen lassen. Infinity: Battlescape soll sich auf Multiplayer-Kämpfe mit Freunden konzentrieren.

Auch auf die für Anfang des Jahres angekündigte Veröffentlichung einer Techdemo der I-Novae Engine muss gewartet werden. Sie sollte unter anderem die nahtlose Reise von Planetenoberflächen in den Weltraum - und umgekehrt - zeigen. Doch I-Novae Studios will noch länger an der eigenen Engine arbeiten und seine Möglichkeiten in der zweiten Jahreshälfte dann mit einer Kickstarter-Kampagne für Infinity Battlescape präsentieren.

Angst vor dem Scheitern

Parallel dazu sollte eine Kickstarter-Kampagne für das MMOG Infinity Universe starten. Die ist nun nicht mehr geplant, stattdessen soll es eine für Infinity Battlescape geben - frühestens ab Jahresmitte 2013. Newton dazu: "Das exakte Timing wurde noch nicht festgelegt. Wir wollen es nicht überstürzen, da wir vermutlich nur eine Chance haben werden, die wir richtig nutzen müssen."

"Während Chris Roberts' Star Citizen ein gewaltiger Erfolg war, hat es Elite Dangerous gerade mal so geschafft und einige andere Kickstarter-Weltraumspiele sind entgegen unseren Erwartungen gescheitert", sagt Newton und erwähnt dabei etwa Nexus 2. "Es richtig zu machen bedeutet, die Spieldesigndokumente, die Budgets (niedrig, mittel, hoch etc.), die Stretch-Goals zu finalisieren, ein geschliffenes Video zu produzieren und schließlich genügend Inhalte zu generieren, um sie über mindestens 30 Tage veröffentlichen zu können." Entsprechend hält sich I-Novae auch mit der Veröffentlichung aktueller Screenshots zurück. Eine Ausnahme machte das Team bei einem nicht prozedural generierten Raumschiff, das die Materialdarstellung der 3D-Engine demonstriert.

Vorbereitung aufs MMOG

Und auch dann gibt es noch ein Problem: Newton zufolge haben viele Fans des Projekts zu verstehen gegeben, dass sie nur an einer Kickstarter-Kampagne für das Infinity-MMOG interessiert sind. "Wir sehen aber IBS nicht als wirklich unabhängig von Infinity; es ist eher wie ein erster Schritt zum ganzen MMO", erklärt Newton. Das werde zwar getrennt vermarktet, viele Inhalte und der Code würden sich aber in beiden Spielen wiederfinden. Wer später auf Kickstarter in Infinity: Battlescape investiere, sorge demnach dafür, dass Infinity schneller realisiert wird.  (ck)


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