Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/webkit-opera-entlaesst-viele-entwickler-im-bereich-core-technology-1302-97662.html    Veröffentlicht: 18.02.2013 20:33

Webkit

Opera entlässt viele Entwickler im Bereich Core Technology

Mit dem Wechsel von Opera Software zu Webkit und der Javascript-Engine V8 braucht der norwegische Browserhersteller weniger Entwickler. In der Opera-Sparte Core Technology fallen 90 von 100 Jobs weg.

Opera Software hat viele Entwickler seiner Abteilung Core Technology entlassen. Von 100 Arbeitsplätzen in dem Bereich wurden über 90 abgebaut, berichtet das norwegische IT-Branchenmagazin Digi.no. Opera-Chef Lars Boilesen hat Techcrunch den Bericht bestätigt.

Langjährige Mitarbeiter wie Yngve Pettersen, André Shultz und Lasse Magnussen hätten das Unternehmen bereits im Dezember 2012 mit einem Abfindungspaket verlassen, so Digi.no. In seinem Bericht für das vierte Quartal 2012 erklärte Opera Software, dass die Belegschaft von 931 auf 840 verkleinert wurde.

Boilesen erklärte, ein Teil der Entwickler würde in anderen Unternehmensbereichen arbeiten. Opera Software beschäftige gegenwärtig rund 600 Entwickler. Von den 90 Stellen, die im Bereich Core Technology abgebaut wurden, seien rund die Hälfte Entwicklerjobs gewesen. Die anderen waren beispielsweise mit Kompatibilitätstest beschäftigt.

Alle neuen Produkte von Opera Software werden ab sofort auf der freien HTML-Rendering-Engine Webkit und der ebenfalls freien Javascript-Engine V8 basieren, wurde am 12. Februar 2013 erklärt. Für Opera Software stellt die Umstellung auf Webkit und V8 einen entscheidenden Strategiewechsel dar, denn bislang entwickelten die Norweger sowohl eine eigene Rendering Engine namens Presto als auch eine eigene Javascript-Engine.

Operas Browser hat auf dem Desktop nur einen sehr kleinen Marktanteil, auf Handys und Smartphones sind Opera Mini und Opera Mobile in einigen Ländern jedoch die am häufigsten genutzten Browser.

Opera will sich künftig stärker darauf konzentrieren, einen besseren Browser zu entwickeln, statt Funktionen zu implementieren, die in Webkit bereits umgesetzt sind.

Boilesen sagte Techcrunch: "Heute leben wir in einer Welt, in der es nur sehr wenige Plattformen für mobile, sehr wenige Plattformen für Windows und nur sehr wenige Plattformen für Tablets gibt. Wir denken, Webkit ist gut genug, um den Wechsel zu vollziehen, und dadurch werden viele Ressourcen frei." Das Unternehmen brauche nicht mehr so viele Entwickler, so Boilesen. Opera Software habe nun aber doppelt so viele Entwickler für den Desktop, betonte er.  (asa)


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