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Microsoft-Patchday

Bessere Kompatibilität zwischen Office 2013, 2010 und 2007

Mit dem zweiten Patchtag veröffentlicht Microsoft eine größere Anzahl von Patches für Office 2013 und Office 365. Außerdem gibt es Patches für ältere Office-Versionen, die dann besser mit Office 2013 zusammenarbeiten, und kritische Updates für Windows, die jeder einspielen sollte.

Im Februar 2013 beseitigt Microsoft keine sicherheitsrelevanten Fehler aus seiner Büroprogrammsammlung, sondern konzentriert sich kurz nach dem Verkaufsstart von Office 2013 und 365 darauf, möglichst viele Fehler zu beheben. Für Office 2013 und die Abovariante 365 werden insgesamt 21 Aktualisierungen verteilt. Im Folgenden verwenden wir kurz den Namen Office 2013, meinen aber auch die Variante 365.

Die meisten Änderungen betreffen die gesamte Office-2013-Sammlung. Das Paket soll durch die Verbesserungen schneller und stabiler werden. Zudem gibt es Anpassungen bei der Lokalisierung der Programme. Ein Update für Word 2013 betrifft auch Outlook 2013. Wer lange E-Mails liest, kann ohne das Update Stabilitätsprobleme haben. Für Outlook wird zudem der Junk-Mail-Filter aktualisiert. Abstürze, die den VBA-Editor in Access 2013 betreffen, sollen jetzt nicht mehr auftreten, ebenso Probleme beim Manipulieren von Zellen in Excel.

Ältere Office-Versionen arbeiten besser mit Office 2013 zusammen

Microsoft beseitigt nicht nur Fehler aus Office 2013, sondern auch in den älteren Versionen. Fünf kleinere Updates gibt es für Office 2010, vier für Office 2007 und eines für Office 2003. Einige der Änderungen sorgen für eine bessere Kompatibilität zwischen den alten Office-Versionen 2010 und 2007 und der neuen Version 2013. Für Office 2003 gibt es dieses Update nicht. Hier wird nur der Junk-Mail-Filter in Outlook verbessert. Office 2003 befindet sich noch bis April 2014 im sogenannten Extended Support und bekommt nur noch notwendige Updates.

Bereits Ende Januar 2013 wurde das Service Pack 3 für Office 2011 veröffentlicht. Die Version für Macs wurde auf die Version 14.3 angehoben. Die neue Version korrigiert nur Probleme, die nicht mit Office 2013 zusammenhängen. Ob ein Kompatibilitätsupdate zu Office 2013 hier nicht notwendig ist oder noch fehlt, ist nicht bekannt. Office 2011 wird seit der Veröffentlichung von Office 2013 auch als Office 365 vermarktet. Wer einen Mac hat, bekommt dann im Abomodell von Office 365 die Version 2011.

Sicherheitsupdates für Windows gegen Rechteerschleichung

Wer die Office-Updates installiert, sollte möglichst auch die Windows-Updates installieren. 30 vertraulich an Microsoft gemeldete Sicherheitslücken stecken alleine im Windows-Kernel-Mode Driver. Die sind insofern kritisch, als sich Angreifer so höhere Rechte erschleichen können. Wer also aus Sicherheitsgründen nur mit Standardrechten auf einem Windows-System arbeitet, kann trotzdem vollständig kompromittiert werden. Interessanterweise sind Windows 8, Server 2012 und RT laut Microsoft gegen diese Angriffe immun, obwohl die Sicherheitslücken bestehen. Das liegt daran, dass Microsoft die bisher bekannten Angriffsmethoden in den neuen Betriebssystemen offenbar grundsätzlich blockiert.

Auf jeden Fall betroffen sind alte Windows-Versionen bis hinunter zu Windows XP und Windows Server 2003. Der Microsoft-Patchday-Artikel listet noch zahlreiche weitere Fehler auf, die unter anderem den Internet Explorer betreffen. Eine VML Memory Corruption Vulnerability wird sogar aktiv ausgenutzt. Es gibt bisher nur gezielte Angriffe.

Die Aktualisierungen sind für Windows und Office in der Regel über das Windows Update verfügbar. Neben den regulären Office-Versionen wird auch das beigelegte Office 2013 für Windows RT aktualisiert. Das Update für Office 2011 gibt es auf der Mac-Seite von Microsoft.

Viele Updates im Februar

Für Heim, Familien- und Firmenadministratoren ist der Februar 2013 ein recht arbeitsreicher Monat. Den Anfang machte Oracle mit einem Notfallupdate für Java Anfang Februar. Eine Woche später gab es einen Notfallpatch von Adobe für den Flash Player. Heute werden parallel zum Microsoft-Patchday auch von Adobe wieder Sicherheitspatches für den Adobe Reader und erneut Flash ausgegeben. Dabei ging es überwiegend um aktiv ausgenutzte Sicherheitslücken, die teils als Zero-Day-Exploits in Erscheinung traten.

Noch ausstehend ist ein weiteres Java-Update, das für den 19. Februar angekündigt wurde. Auch für den beliebten Videolan Client steht ein Update wegen einer Sicherheitslücke noch aus.  (as)


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