Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/apple-chef-tim-cook-mag-keine-oleds-1302-97551.html    Veröffentlicht: 13.02.2013 05:18

Apple-Chef

Tim Cook mag keine OLEDs

Auf der Technologiekonferenz von Goldman Sachs sagte Apples Chef Tim Cook, dass OLEDs schrecklich seien. Über die zuletzt geforderten Ausschüttungen an Aktionäre denkt das Unternehmen nach.

Tim Cook bekräftigte auf der jährlichen Technologiekonferenz von Goldman Sachs, dass er die Qualität von OLED-Displays furchtbar findet. Besonders die Farbsättigung sei unbefriedigend. Wer etwas online kaufe und wissen wolle, wie die Ware aussieht, sollte zweimal überlegen, ob man sich auf die Farbwiedergabe eines OLED-Displays verlassen wolle, sagte der Apple-Chef mit einem Seitenhieb auf Konkurrent Samsung. Der koreanische Hersteller setzt OLED-Displays unter anderem bei seinem Paradeprodukt Galaxy S3 ein.

Hinsichtlich der Forderung des Hedgefonds-Managers David Einhorn, Apples Bargeldreservern von 137 Milliarden US-Dollar abzubauen, wiederholte Cook seine Linie, über die Vorschläge nachzudenken. Man führe aktive Diskussionen über die Verwendung der Mittel. Der Vorschlag von Einhorn, Apple-Vorzugsaktien mit einer Verzinsung von 4 Prozent auszugeben, findet Cook kreativ. Den Versuch des Hedgefonds, Apple per Klage zu zwingen, an die Barreserven zu gehen, nannte Cook jedoch einen Nebenkriegsschauplatz und tat sie damit als wenig erfolgversprechend ab. Die Kosten für die Klage seien anders besser angelegt.

Im März 2012 hatte Apple angekündigt, erstmals seit 1995 wieder eine Dividende an seine Aktionäre zu zahlen. Mitte 2012 sollten 2,65 US-Dollar pro Aktie ausgeschüttet werden. Die Dividendenausschüttung und ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 10 Milliarden US-Dollar hatten zusammen ein Volumen von 45 Milliarden US-Dollar.

Auf die Frage, ob Apple ein iPhone mit einem größeren Display plane, wollte Cook naturgemäß nicht direkt eingehen, kritisierte aber die Fokussierung auf Größe und Spezifikationen der Geräte. Das sei etwas, auf das Firmen setzten, wenn sie mit ihren Produkten kein überzeugendes Gesamterlebnis schaffen könnten. Die meisten Käufer wissen beispielsweise nicht, wie schnell der Prozessor ihrer mobilen Geräte sei. Das sei auch nicht wichtig, solange das Ergebnis stimme.

Apple setze auf die Perfektionierung kleinster Details. Das Unternehmen wollte das beste Display und Cook meint im Hinblick auf die Retina-Bildschirme, dass man das auch gefunden habe.

Ein knapp 60 Minuten langer Audiomitschnitt der Konferenz von Goldman Sachs wurde auf der Investorenwebsite von Apple veröffentlicht.  (ad)


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