Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/google-eric-schmidt-trennt-sich-von-42-prozent-seiner-anteile-1302-97494.html    Veröffentlicht: 09.02.2013 13:53

Google

Eric Schmidt trennt sich von 42 Prozent seiner Anteile

Googles Eric Schmidt will im Laufe dieses Jahres 42 Prozent seiner Anteile an dem Konzern verkaufen. Nach dem aktuellen Börsenwert erhält er dafür etwa 2,5 Milliarden US-Dollar.

Aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC geht hervor, dass sich Googles Verwaltungsratschef Eric Schmidt von 42 Prozent seiner Anteile trennen will. Das entspricht etwa 3,2 Millionen seiner 7,6 Millionen Aktien. Der Verkauf soll über das laufende Jahr verteilt werden. Nach Googles aktuellem Börsenwert ist das Aktienpaket etwa 2,5 Milliarden US-Dollar wert. Mit dem Verkauf verringern sich Schmidts Anteile an Google von 2,3 auf 1,3 Prozent. Es handelt sich dabei allerdings nur um die Aktien der Klasse A, die bei dem Börsengang 2004 an die Öffentlichkeit verkauft wurden.

In den zehn Jahren als Google-CEO erhielt Schmidt ein symbolisches Gehalt von 1 US-Dollar im Jahr. Der Rest wurde in Aktien ausbezahlt, die wiederum auch ein Stimmrecht mit sich brachten. Mit seinen bisherigen Anteilen hielt Schmidt auch 8,2 Prozent der Stimmrechte. Nach dem Verkauf bleiben ihm davon 5 Prozent.

Im April 2011 übernahm Larry Page nach einem Streit mit Schmidt den Vorstandsvorsitz. Schmidt blieb als Chef des Verwaltungsrates mit einem jährlichen Gehalt von etwa 1,25 Millionen US-Dollar. Forbes schätzte im September 2012 Schmidts Gesamtvermögen auf 7,5 Milliarden US-Dollar.

Schmidt bleibt aber weiterhin im Besitz von Anteilen der Klasse B. Klasse-B-Aktien, die an Brin, Page, Schmidt, einige Google-Mitarbeiter und Investoren der ersten Stunde ausgegeben wurden, erlauben zehn Stimmen pro Aktie.

Auch die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin trennen sich bis 2014 von 17 Prozent ihrer Aktien. Mit der langfristigen Veräußerung ihres Aktienkapitals will Google große Turbulenzen am Aktienmarkt vermeiden.  (jt)


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