Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/project-shield-nvidia-streamt-borderlands-2-vom-pc-auf-sein-handheld-1302-97405.html    Veröffentlicht: 06.02.2013 11:17

Project Shield

Nvidia streamt Borderlands 2 vom PC auf sein Handheld

In einem Video führt Nvidia vor, wie gut das Spiele-Streaming vom PC zur Handheld-Konsole Shield funktionieren soll. Bemerkenswert ist dabei die geringe Verzögerung. Weitere Demos, auch mit nativen Android-Spielen, sollen folgen.

Nvidia hat eine neue Marketingaktion für seine Android-Konsole namens Shield gestartet. Das Gerät mit einem 5-Zoll-Display und Controller im Konsolenstil kann sowohl Android-Spiele ausführen als auch Titel vom PC per Streaming über WLAN steuern.

Bei der ersten Vorführung auf der CES fiel dabei eine deutlich sichtbare Verzögerung zwischen dem Bildschirm des Shield und einem per HDMI angeschlossenen Fernseher auf. Wenn diese Verzögerungen, auch Lag genannt, zu groß werden oder sogar unregelmäßig auftreten, kann die Steuerung von schnellen Actionspielen schwierig werden.

In einem eigenen Video zeigt Nvidia daher nun das System des Spiele-Streamings ohne TV: Im Bild befinden sich meist die Bildschirme des Shield und des PC. Auf diesem wird das Spiel Borderlands 2 berechnet, per WLAN gelangen Bild und Ton zur Shield. Nvidia erhofft sich von dieser Methode ein neues Einsatzgebiet für zu Hause. Ohne sich zum Gaming-PC bemühen zu müssen, soll der Spieler vom Sofa aus auch grafisch anspruchsvolle Titel auf der Shield nutzen können.

Das klappt in der Vorführung von Nvidia recht gut, die Verzögerungen sind wesentlich geringer als bei der ersten Vorstellung von Shield auf der CES. Dabei ist aber zu bedenken, dass es sich offenbar um einen recht schnellen PC gehandelt haben muss. Nvidia nennt zwar nicht die Art des Prozessors, betont aber, dass eine GTX-680 als Grafikkarte im Rechner steckte. Das ist die schnellste Spiele-GPU des Unternehmens, entsprechende Grafikkarten kosten ab 440 Euro.

Möglich wird das Spiele-Streaming laut früheren Aussagen von Nvidia aber auch schon mit günstigeren Modellen, und zwar auf Desktops ab einer GTX-650 (ab 100 Euro) oder einer 660M für Notebooks. Erst ab diesen Modellen besitzen die GPUs nach Angaben des Unternehmens einen H.264-Encoder, der die vom Spiel errechneten Bilder direkt aus dem Framebuffer übernehmen und als Stream zur Shield schicken kann.

Wie bei früheren Produktankündigungen will Nvidia potenzielle Kunden für Shield wöchentlich mit neuen Informationshäppchen versorgen. Ab sofort soll es jeden Montag ein neues Video mit einem PC-Spiel geben, an jedem Donnerstag will Nvidia ein auf Shield optimiertes Android-Spiel zeigen. Wann die Konsole auf den Markt kommt und was sie kostet, behält das Unternehmen dabei noch immer für sich.  (nie)


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