Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/esfere-android-spielekonsole-ohne-zukunft-1302-97381.html    Veröffentlicht: 05.02.2013 12:07

Esfere

Android-Spielekonsole ohne Zukunft

Für eine Android-Spielekonsole mit einem Touchpad-Controller ohne weitere Buttons wollte auf Indiegogo niemand zahlen. Die Esfere-Entwickler schwiegen dazu - und Golem.de hakte nach.

Im Januar 2013 scheiterte das Unternehmen Esfere mit seiner gleichnamigen Android-Spielekonsole. Fast 400.000 US-Dollar wollten die Entwickler über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo für Esfere einsammeln und präsentierten einen funktionsfähigen Prototyp. Die Kampagne scheiterte auf ganzer Linie - am Ende waren nur noch wenige Interessenten bereit, Esfere Geld zu geben.

Seit die Kampagne im Januar erfolglos beendet wurde, gab es weder auf Indiegogo noch auf Esferes Twitter- oder Facebook-Präsenzen eine öffentliche Reaktion der Entwickler zum Scheitern. Golem.de hakte deshalb nach - und erfuhr, dass die Esfere-Konsole endgültig eingestellt wurde.

"Die Zukunft von Esfere hing stark an der Crowdfunding-Kampagne. Da sie nicht erfolgreich war, wurde das Projekt eingestellt", so Joaquin Soler von Esfere Entertainment. Das Team werde nun mit dem Entwickeln von Apps weitermachen, womit es sich auch zuvor schon beschäftigt habe.

Wie die auf Kickstarter ungemein erfolgreiche Konkurrentin Ouya sollte auch die Esfere-Konsole auf Nvidias Tegra3-Chip basieren, allerdings über 2 GByte RAM und 16 GByte Flashspeicher verfügen - doppelt so viel wie bei der Ouya. Das machte sich auch beim Preis bemerkbar: 125 Dollar sollte eine Esfere kosten, während die Ouya für 100 Dollar vorbestellt werden kann.

Der Preis dürfte aber weniger relevant gewesen sein als Esferes Entscheidung für ein großes Touchpad ohne weitere Steuerelemente. Während bei der Ouya auf ein traditionelles, aber um ein kleines Touchpad erweitertes Gamepad-Design gesetzt wird, bot das Esfere-Team gewohnte Konsolensteuerungselemente wie D-Pad und Druckknöpfe nur in Form von Silikonaufsätzen zum Anflanschen.

In den Kommentaren auf Indiegogo ist nachzulesen, dass diese Idee auf wenig Gegenliebe stieß. Offenbar auf so wenig, dass am Ende gerade mal 2.400 US-Dollar über Indiegogo zusammengekommen wären.  (ck)


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