Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/acme-packet-oracle-kauft-fuer-1-7-milliarden-dollar-hardwarehersteller-1302-97366.html    Veröffentlicht: 04.02.2013 22:37

Acme Packet

Oracle kauft für 1,7 Milliarden Dollar Hardwarehersteller

Oracle kauft wieder im Bereich Hardware ein. Der Hersteller von Session Border Controllern, Acme Packet, kostet Oracle 1,7 Milliarden US-Dollar.

Oracle will Acme Packet für 1,7 Milliarden US-Dollar übernehmen. Das gab das Unternehmen am 4. Februar 2013 bekannt. Acme Packet stellt Session Border Controller, Multiservice-Sicherheitsgateways und Session Routing Proxies her und konkurriert mit Cisco.

Oracle-Vorstandschef Larry Ellison hat seit 2005 mehr als 50 Milliarden US-Dollar für mehr als 80 Akquisitionen aufgewendet. Acme Packet ist für Oracle die erste große Übernahme im Hardwarebereich seit dem Kauf von Sun Microsystems für 7,4 Milliarden US-Dollar vor drei Jahren. Analysten vermuten, dass der Zukauf von Acme Packet eine Reihe weiterer Übernahmen in dem Bereich von Firmen wie Sonus Networks, Procera Networks, Allot Communications oder Riverbed Technology auslösen könnte.

Acme Packet berichtete für das vierte Quartal 2012 einen Verlust von 2 Millionen US-Dollar. Der Umsatz sank um 15 Prozent auf 70,7 Millionen US-Dollar.

Das Unternehmen wurde im Jahr 2000 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Bedford, Massachusetts, mit Niederlassungen in Spanien, Deutschland, Japan, Südkorea und Großbritannien. Acme Packet hat rund 760 Beschäftigte.

Im Juli 2012 kaufte Telefónica Germany bei Acme Packet Hardware für seinen Signaling Core, darunter den Net-Net Session Router und den Net-Net Diameter Director, um die Voice-over-IP-Dienste, das mobile 3G-Datennetzwerk und Long-Term-Evolution-(LTE-)Dienste zu unterstützen. Die Net-Net-7000-Plattform soll das zentrale IP Multimedia Subsystem (IMS) und Diameter Server von Telefónica Germany vor Überlastung schützen und die Verfügbarkeit der Dienste gewährleisten.

Marius Moise, Manager für Mobile Voice Service bei Telefónica Germany, sagte, mit der neuen Net-Net-7000-Serie könne der Telekommunikationskonzern dem erhöhten Signaling-Bedarf, den die LTE und IMS-Netzwerke bieten, gerecht werden. "Gleichzeitig hilft es uns, neue einnahmengenerierende Dienste zu erschwinglichen Preisen anbieten zu können."  (asa)


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