Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/colbert-report-bill-gates-vermisst-microsoft-1301-97291.html    Veröffentlicht: 31.01.2013 11:55

Colbert Report

Bill Gates vermisst Microsoft

Bill Gates hat in der Polit-Comedy-Show Colbert Report gesagt, dass ihm die Intensität und der Spaß aus seiner Zeit bei Microsoft fehlen. Und er hat sehr freundlich über Steve Jobs gesprochen, der "immer cooler" gewesen sei als er.

Microsoft-Gründer Bill Gates hat in einem Interview in der satirischen Polit-Comedy-Show Colbert Report mit Moderator Stephen Colbert zugegeben, dass er die Atmosphäre von Microsoft vermisst. "Ja, ich vermisse die Intensität, es war ein unglaublicher Spaß. Es war das Coolste, was ich in meinen Zwanzigern bis Vierzigern jemals gemacht habe." Der Teil der Show ist online nicht verfügbar, Businessinsider berichtet über den Inhalt des Gesprächs.

Das Wirtschaftsmagazin Fortune hatte im Dezember 2011 berichtet, Microsoft-Aufsichtsratschef Gates denke möglicherweise über eine Rückkehr in die Konzernführung nach. Gates schloss diese im Gespräch mit der australischen Tageszeitung Sydney Morning Herald jedoch eindeutig aus: "Ich arbeite Vollzeit für die Bill & Melinda Gates Stiftung, und das werde ich bis zum Ende meines Lebens machen. Einen Teil meiner Zeit bin ich weiterhin bei Microsoft aktiv. So stand ich in der vergangenen Woche mit ihnen in Verbindung, um einige meiner Ratschläge zu geben", sagte Gates. "Aber daran wird sich nichts ändern." Steve Ballmer führt das Unternehmen seit Januar 2000. Gates hatte sich 2008 aus dem Tagesgeschäft bei Microsoft verabschiedet.

Gates äußerte sich auch zum verstorbenen Apple-Mitbegründer Steve Jobs. Moderator Colbert fragte Gates, warum er nicht denselben Coolnessfaktor habe wie Jobs und ob ihn das störe. Gates antwortete: "Er war immer cooler als ich. Er war brillant. Er hatte seinen eigenen Stil, seine eigene Herangehensweise, und ich war immer ein bisschen mehr Geek als er."

Bei seinem Besuch in Deutschland in dieser Woche hatte Gates die deutsche Regierung aufgefordert, sich stärker ihrer Verantwortung als größte europäische Wirtschaftsmacht zu stellen. Dem zugesagten Ziel, 0,7 Prozent des Bruttosozialprodukts für Entwicklungshilfe auszugeben, müsse Deutschland sich bis 2015 zumindest annähern, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Deutsche Entwicklungshilfe könne intelligenter eingesetzt werden: Ihm sei zum Beispiel die andauernde Unterstützung Deutschlands für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria wichtig, für die Globale Impfstoff-Allianz und ganz besonders für die Ausrottung der Kinderlähmung, wofür er persönlich momentan die meiste Zeit aufbringe.  (asa)


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