Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/click-to-play-mozilla-schaltet-fast-alle-plugins-in-firefox-ab-1301-97265.html    Veröffentlicht: 30.01.2013 15:09

Click to Play

Mozilla schaltet fast alle Plugins in Firefox ab

Mozilla will fast alle Plugins in Firefox auf Click-to-Play umstellen. Das bedeutet, es werden künftig mit einer Ausnahme alle Plugins standardmäßig deaktiviert, entsprechende Inhalte müssen erst mit einem Klick vom Nutzer aktiviert werden.

Firefox unterstützt seit der Version 17 standardmäßig Click-to-Play. Darüber können Nutzer, aber auch Mozilla die automatische Ausführung bestimmter Plugins abschalten, so dass der Nutzer erst auf einen entsprechenden Inhalt klicken muss, um das jeweilige Plugin zu aktivieren.

Mozilla will diese Funktion nun nutzen, um praktisch alle Plugins in Firefox standardmäßig zu deaktivieren und auf Click-to-Play umzustellen. Einzige Ausnahme soll die jeweils aktuelle Version von Adobes Flash-Plugin sein.

Im ersten Schritt hat Mozilla bereits alle alten Flash-Versionen bis einschließlich Flash 10.2 in Firefox auf Click-to-Play umgestellt. Schrittweise sollen demnächst auch neue Versionen auf Click-to-Play umgestellt werden. Flash-Inhalte zeigt Firefox demnächst also nur noch dann automatisch an, wenn die gerade aktuelle Flash-Version installiert ist.

Sobald das User Interface für Click-to-Play fertiggestellt ist, sollen dann nach und nach alle anderen Plugins deaktiviert werden, auch in ihrer jeweils aktuellen Version. Das betrifft beispielsweise Silverlight, Java und Acrobat Reader. Auch wenn die jeweils aktuelle Version der Plugins installiert ist, wird Firefox entsprechende Inhalte nur noch nach einem Klick des Nutzers anzeigen.

Mozilla will Nutzern auf diesem Weg mehr Kontrolle darüber geben, welche Plugins auf ihrem Rechner laufen. Nutzer sollen dann auch recht einfach festlegen können, welches Plugin auf welcher Seite automatisch ausgeführt werden soll. Zudem kann die Nutzung von Plugins für bestimmte Webseiten komplett deaktiviert werden.

Mozilla will damit die Sicherheit der Nutzer sowie die Geschwindigkeit und Stabilität von Firefox verbessern. Schlecht programmierte Plugins seien die häufigste Ursache für Abstürze von Firefox und die am häufigsten genutzte Möglichkeit, um Schadsoftware auf den Rechnern von Nutzern zu installieren.  (ji)


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