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Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in 4K

Japan beginnt früher mit Ultra-HD-Fernsehen

Japans Regierung will laut der Zeitung Asahi Shimbun den Verkauf von 4K-Geräten von Sony, Panasonic und Sharp fördern. Daher beginnt sie schon zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014, ein Fernsehsignal in Ultra-HD-Auflösung auszustrahlen.

Die japanische Regierung beginnt früher als geplant mit 4K-Fernsehen. Das berichtet die japanische Tageszeitung Asahi Shimbun am 27. Januar 2013, ohne Quellen zu nennen. Geräte werden mit "4K" oder Ultra HD bezeichnet, wenn die horizontale Auflösung rund 4.000 Pixel beträgt.

Das Programm werde zuerst über Satellit und später terrestrisch ausgestrahlt. Das japanische Kommunikationsministerium wolle so die Nachfrage für 4K-Fernseher von Sony, Panasonic und Sharp im Land stimulieren.

Ursprünglich sei das 4K-Programm für 2016 geplant worden, nun werde der Termin auf Juli 2014 vorgezogen, um das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien in Ultra-HD übertragen zu können.

Zudem würden in Japan derzeit 8K-Fernseher entwickelt, ein Testsignal in dieser Auflösung solle 2016 ausgestrahlt werden.

Die 4K-Arbeitsgruppe der Consumer Electronics Association empfahl im Oktober 2012, den Begriff "Ultra HD" statt 4K zu verwenden. Um die Anforderungen für die Kategorie Ultra-HD zu erfüllen, müssen Displays und Projektoren mindestens 8 Millionen aktive Pixel zeigen. Zudem müssen sie in der Horizontalen mindestens 3.840 Pixel und in der Vertikalen mindestens 2.160 Pixel darstellen. Dabei haben die Displays ein Seitenverhältnis von 16:9 aufzuweisen und mindestens über einen digitalen Eingang zu verfügen, der das 4K-Videoformat bei voller Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln unterstützt.

Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas wurden zahlreiche Ultra-HD-Geräte gezeigt, darunter solche von Sharp, Panasonic und Sony.

Damit die europäische Wirtschaft Erfahrung mit der höheren Auflösung und ihren technischen Herausforderungen sammeln kann, bietet Eutelsat Communications seit Anfang Januar 2013 einen ersten 4K-Demo-Kanal an. Der neue Kanal arbeitet mit einer Bildfrequenz von 50 Vollbildern in der Sekunde. Die MPEG4-komprimierten Signale werden mit 40 MBit/s in vier Quad-HD-Strömen übertragen. Dabei kooperiert Eutelsat mit Ateme, einem Anbieter von Videokompressionslösungen für die TV-Industrie.  (asa)


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