Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/zdf-politbarometer-piratenpartei-bundesweit-in-umfrage-bei-drei-prozent-1301-97163.html    Veröffentlicht: 25.01.2013 17:07

ZDF-Politbarometer

Piratenpartei bundesweit bei drei Prozent

Glaubt man noch Umfragewerten, käme die Piratenpartei bei einer Bundestagswahl auf drei Prozent. Der Bundesvorsitzende kommentiert: "Ich lasse mir die Piratenpartei von der Öffentlichkeit nicht schlechtreden."

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Piratenpartei laut Politbarometer auf drei Prozent. Das gab das ZDF bekannt, das die Umfrage zum Politbarometer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchführen lässt. Die Interviews sind in der Zeit vom 22. bis 24. Januar 2013 durchgeführt worden. Die Befragung sei repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland, hieß es weiter. Doch bei der Landtagswahl in Niedersachsen lagen die Umfragen zumindest bei der FDP weit daneben.

Die Piraten hatten in Niedersachsen ein besonders schwaches Wahlergebnis von 2,1 Prozent erzielt. Die Spitzenkandidaten der Piraten in Niedersachsen hatten im Vorfeld die Hoffnung auf einen Einzug ins Parlament trotz schlechter Umfragewerte nicht aufgegeben.

Der Vorsitzende der Piraten, Bernd Schlömer, hat Kritik an seiner Partei zurückgewiesen. Schlömer sagte der Saarbrücker Zeitung: "Ich lasse mir die Piratenpartei von der Öffentlichkeit nicht schlechtreden." Es sei ganz natürlich, wie in Niedersachsen auch einmal eine Wahl zu verlieren. "Wir haben vier Wahlen nacheinander gewonnen und jetzt müssen wir auch lernen, mit Niederlagen umzugehen." Mit Blick auf die Bundestagswahl sagte Schlömer: "Der Einzug in den Deutschen Bundestag war, ist und wird nicht leicht sein."

Auch sei er sich mit den wichtigsten Führungskräften der Partei einig, "dass es vorangehen muss".

Johannes Ponader, der politische Geschäftsführer der Piratenpartei, sagte am 22. Januar 2013 in dem Piraten-Podcast Krähennest: "Die Zustimmung und das Vertrauen in das, was wir tun, ist zurückgegangen." Die Presse sei dem Bundesvorstand bisweilen näher als die Parteibasis. Er forderte vorgezogene Neuwahlen des Bundesvorstandes.  (asa)


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