Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/diablo-3-blizzard-kreativchef-legt-sich-mit-community-an-1301-97034.html    Veröffentlicht: 21.01.2013 11:51    Kurz-URL: http://glm.io/97034

Diablo 3

Blizzard-Kreativchef legt sich mit Community an

Die Community freut sich über den Weggang von Jay Wilson, dem Entwicklungsleiter von Diablo 3 - auf inzwischen deutlich über 100 Seiten allein im offiziellen Forum. Kreativchef Rob Pardo ist deshalb sauer auf die Spieler.

Vor wenigen Tagen hat Jay Wilson verkündet, dass er sich bei Blizzard nicht mehr als Game Director um die Weiterentwicklung von Diablo 3 kümmert, sondern vorerst nicht näher genannte kleinere Aufgaben übernimmt. In der Community hat das Freude ausgelöst - und diese wiederum bei anderen Blizzard-Managern Verärgerung. Nachdem Spieler das Thema auf über 100 Seiten im offiziellen Forum diskutiert und dabei überwiegend - teils mit drastischen Worten - über Wilson geschimpft haben, hat sich dort nun Kreativchef Rob Pardo geäußert. "Dieser Thread ärgert mich sehr. Ich weiß, dass die Battle.net-Foren für sehr harte Urteile bekannt sind, aber ich finde es nicht fair, wie dort über den Abgang von Jay bei Diablo 3 gesprochen wird", so Pardo.

Pardo räumt zwar ein, dass die "Diablo-Community ein noch besseres Spiel von Blizzard verdient hat" und "dass Blizzard daran arbeitet, es zu verbessern." Aber er selbst habe Wilson eingestellt und es sei eine Freude, mit ihm zu arbeiten. Er habe einen großartigen Instinkt beim Design "und ein unvergleichliches Händchen dafür, das Verhauen von bösen Typen spaßig zu gestalten", eklärte Pardo. Als Exectutive Producer sei eigentlich er letztlich verantwortlich für das Spiel gewesen. Wilson habe noch eine große Karriere bei Blizzard vor sich.

Die Community wirft Wilson unter anderem vor, dass er Diablo 3 zu sehr auf den Massenmarkt ausgerichtet und das Echtgeld-Auktionshaus eingeführt und damit die Balance zerstört habe. Auch mit seinem Angriff auf David Brevik, einem der Miterfinder der Diablo-Reihe, hat sich Wilson innerhalb der Spielerszene unbeliebt gemacht.  (ps)


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