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Galaxy Note 10.1 und Galaxy Note 2

Patch für Sicherheitslücke in Exynos-Treibern

Für das Galaxy Note 10.1 und das Galaxy Note 2 hat Samsung in Deutschland ein Update veröffentlicht. Das Android-Update beseitigt das Sicherheitsloch in den Treibern für den Exynos-Prozessor. Das Sicherheitsleck erlaubt es Angreifern, beliebigen Programmcode auszuführen.

Samsung hat damit begonnen, für das Tablet Galaxy Note 10.1 ein Android-Update zu verteilen, mit dem das vor einem Monat bekanntgewordene Sicherheitsloch in den Exynos-Treibern beseitigt wird. Besitzer eines Galaxy Note 10.1 berichten über die Updateverteilung im Android-Hilfe-Forum. Nach dem Update läuft auf dem Tablet weiterhin Android 4.1.2.

Vorerst gibt es das Update allerdings nur für das Modell GT-N8000, also die Version des Galaxy Note 10.1 mit Mobilfunkmodem. Wann das Update für die Nur-WLAN-Ausführung GT-N8010 erscheint, ist nicht bekannt. Im Fall des ersten Jelly-Bean-Updates hat das GT-N8010 das Update einen Monat später als das GT-N8000 erhalten.

Androd-Update für Galaxy Note 2 kam ebenfalls

Auch für das Android-Smartphone Galaxy Note 2 ist diese Woche ein Android-Update erschienen, das das Sicherheitsleck beseitigt. Nach dem Update läuft auf dem Galaxy Note 2 Android 4.1.2.

Samsung hat auch keinen Terminplan dazu genannt, wann die übrigen Galaxy-Modelle den Patch erhalten, die ebenfalls von dem Sicherheitsloch betroffen sind. Dazu gehören die vier Smartphones Galaxy S3, Galaxy S2 und Galaxy Note. In Deutschland haben diese drei Galaxy-Modelle bisher kein Update erhalten, das die Sicherheitslücke beseitigt.

Patches wurden vor vier Wochen angekündigt

Mitte Dezember 2012 wurde das Sicherheitsloch in den Treibern von Samsungs Exynos-Prozessoren bekannt und einige Tage später hatte der Hersteller dann einen Patch für die betroffenen Geräte in Aussicht gestellt. Alle Patches will Samsung so schnell wie möglich bereitstellen, hieß es vor vier Wochen.

Das Sicherheitsloch steckt nach derzeitigem Kenntnisstand in den Kernel-Treibern der von Samsung entwickelten Exynos-Prozessoren 4210 und 4412, die in insgesamt fünf Galaxy-Modellen verwendet werden. Das Sicherheitsleck in den Kernel-Treibern der Exynos-Prozessoren erlaubt es Angreifern, Daten auszulesen oder auch Schadcode auszuführen. Dazu würden die Angreifer Root-Rechte erhalten und könnten in das Android-System der Galaxy-Geräte eingreifen. Die Opfer würden davon dann nichts mitbekommen. Damit sich das Sicherheitsleck bemerkbar macht, müssten Opfer entsprechenden Schadcode auf ihrem Gerät installieren.  (ip)


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