Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/swtor-diskussionen-um-schwul-lesbischen-star-wars-planeten-1301-96921.html    Veröffentlicht: 15.01.2013 14:52

SWTOR

Diskussionen um schwul-lesbischen Star-Wars-Planeten

Kann es schwule Jedi-Ritter oder lesbische Sternenkrieger geben? Darum ist in den Foren von Star Wars: The Old Republic ein heftiger Streit entbrannt, nachdem Bioware einen Planeten mit gleichgeschlechtlichen Beziehungen angekündigt hatte.

"Ich möchte diese homosexuellen Ansichten nicht mit meinem Geld oder meiner Spielzeit unterstützen", schreibt ein User im offiziellen Forum von Star Wars The Old Republic (SWTOR) - und fordert sein bisher gezahltes Geld zurück. Er oder sie ist damit nicht allein: In den Kommentaren protestieren zahlreiche Spieler gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen in dem Onlinerollenspiel und in der Welt von Star Wars.

Konkreter Stein des Anstoßes: Die für das Frühjahr 2013 angekündigte Erweiterung 'Aufstieg des Huttenkartells' enthält einen neuen Planeten namens Makeb, und auf dem sind schwul-lesbische Beziehungen mit NPCs möglich. Das hatte Executive-Producer Jeff Hickman bereits vor einigen Tagen in seinem Blog angekündigt. Richtig Wellen schlug es aber erst, nachdem die US-Seite Pcgamesn.com unter der Überschrift Say hello to The Old Republic's gay planet einen längeren Artikel über Makeb veröffentlicht hatte.

Auch Verfechter von schwul-lesbischen Beziehungen sind nicht ganz zufrieden mit den Optionen, die Sternenkrieger künftig bei der virtuellen Liebe und Erotik haben. So ist Sex mit NPCs nur gegen Bezahlung möglich, und das auch nur für höherstufige Charaktere - auch darüber gibt es zahlreiche Beschwerden in den Foren von Bioware.

Die Firma plant zwar, auch in anderen Teilen von SWTOR gleichgeschlechtliche Techtelmechtel zu ermöglichen. Allerdings ist das laut Hickman nicht ganz einfach, weil dazu vor allem viele neue Sprachaufnahmen gemacht werden müssen - und das ist aufwendig und teuer.

Bioware hatte bereits früher in Serien wie Mass Effect und Dragon Age die Option für gleichgeschlechtliche Beziehungen eingebaut. Und war dafür in den USA zum Teil heftig kritisiert worden: Publisher Electronic Arts, dem Bioware gehört, ist wohl auch wegen Stimmaufrufen von christlichen Fundamentalisten zur Worst Company in America 2012 gewählt worden.  (ps)


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