Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/olympus-monokel-als-kamerasucher-ahmt-google-glass-nach-1301-96892.html    Veröffentlicht: 14.01.2013 08:48

Olympus

Monokel als Kamerasucher ahmt Google Glass nach

Eine Mischung aus Google Glasses und einer Digitalkamera verfolgt Olympus mit seinem digitalen Monokel, das als elektronischer Sucher für Kameras dient. Die Technik hat Olympus patentiert.

Der japanische Kamerahersteller Olympus hat in den USA ein Patent zugesprochen bekommen, bei dem der elektronische Sucher einer Digitalkamera als Brille ausgeführt ist. Sie ist im Normalbetrieb durchsichtig - doch wenn die Kamera in die Nähe des Okulars geführt wird, zeigt das Digitalmonokel das Sucherbild. Dazu muss einerseits erkannt werden, dass sich die Kamera in der Nähe der Brille befindet und andererseits muss das Livebild drahtlos übertragen werden.

Die Idee hinter diesem Konstrukt ist bestechend einfach: Die Kamera selbst kann dadurch erheblich kleiner gebaut werden, weil sowohl das Display als auch der eingebaute Sucher überflüssig werden. Ob es für den Fotografen allerdings angenehmer ist, eine Digitalbrille tragen zu müssen, ist fraglich.

Die Technik könnte weiter entwickelt sein als es die Patentschrift 8,325,263 vermuten lässt. Im Sommer 2012 hatte Olympus Japan einen Brillenprototyp vorgestellt, der vor einem Auge ein halbtransparentes Bild erscheinen lässt. Die Auflösung ist allerdings sehr gering. Eine Kamera fehlt im Gegensatz zu Google Glasses. Sie wäre wie im Patentantrag beschrieben auch gar kein Teil der Brille.

Die Olympus-Brille MEG4.0 kann ein Bild einblenden, das mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixeln allerdings recht grob wirken dürfte. Die MEG4.0 soll mit einer Akkuladung bis zu 2 Stunden funktionieren und kommuniziert über Bluetooth mit ihrer Bildquelle. Wann die Olympus MEG4.0 auf den Markt kommen soll und was sie kosten wird, gab der Hersteller bislang nicht bekannt.

Die Google-Brille ist mit Mikrodisplay, Kamera und Kommunikationstechnik ausgestattet und ebenfalls noch nicht marktreif. Ein ausgewählter Kreis von Entwicklern konnte sie für 1.500 US-Dollar vorbestellen und soll die Prototypen Anfang 2013 erhalten.  (ad)


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