Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/spamschutz-facebook-nachricht-an-zuckerberg-kostet-100-us-dollar-1301-96884.html    Veröffentlicht: 11.01.2013 20:48    Kurz-URL: http://glm.io/96884

Spamschutz

Facebook-Nachricht an Zuckerberg kostet 100 US-Dollar

In den USA testet Facebook derzeit einen ungewöhnlichen Spamfilter für Mark Zuckerberg: Mit einer Zahlung von 100 US-Dollar kann der Absender verhindern, dass seine Facebook-Nachricht an den Konzernchef im Spamordner verschwindet.

US-Facebook-Nutzer, die Mark Zuckerberg eine Nachricht schicken wollen, können mit einer Zahlung von 100 US-Dollar dafür sorgen, dass ihre Mitteilung nicht im Ordner 'Sonstiges' (Other) des Konzernchefs landet. Das berichtet das US-Magazin Mashable. "In unserem Test mit verschiedenen Nutzerkonten schien es so, als ob nur Facebook-Nutzer die Zahlungsoption angezeigt bekamen, die nicht zu den 16 Millionen Followern Zuckerbergs gehörten", erklärte Chris Taylor von Mashable.

Ein Facebook-Sprecher kommentierte: "Wir testen einige hochpreisige Nachrichten, um herauszufinden, wie Spam gefiltert werden kann." Der Test sei auf die USA beschränkt. Von Deutschland aus ließ sich die Zahlungsoption nicht aufrufen.

Facebook gab im Dezember 2012 bekannt, testweise Nachrichten an seine Mitglieder gegen Bezahlung zu verschicken. "Dieser Test gibt einer kleinen Anzahl von Menschen die Möglichkeit, dafür zu bezahlen, dass Nachrichten (Messages) im Postfach (Inbox) statt im Ordner 'Sonstiges' (Other) ankommen, auch wenn sie mit dem Empfänger nicht verbunden sind."

Der Test richte sich an Menschen, die andere erreichen wollten, die bei Facebook über ein Event geschrieben hätten, oder an Personen auf Jobsuche. Mit der Bezahlung könne die Wichtigkeit der Nachricht unterstrichen werden. Die Routing-Funktion für die Inbox werde nur in den USA verfügbar sein und dürfe für eine Zielperson nur einmal pro Woche genutzt werden. Das IT-Branchenmagazin Cnet berichtet, dass jede bezahlte Nachricht 1 US-Dollar koste. Ein Facebook-Sprecher sagte Cnet, dass dies auch eine Möglichkeit für Meinungsforscher sein könnte, mit Facebook-Mitgliedern in Kontakte zu treten.  (asa)


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