Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/xperia-z-hands-on-sony-smartphone-mit-vielen-klappen-1301-96787.html    Veröffentlicht: 09.01.2013 10:58

Xperia Z Hands on

Sony-Smartphone mit vielen Klappen

Die Mobilabteilung von Sony hat ein Android-Smartphone vorgestellt, das nicht nur elegant aussieht, sondern auch gegen Umwelteinflüsse geschützt ist. Golem.de hat sich einen Prototyp des Xperia Z genauer angesehen und an den Schutzklappen herumgefummelt.

650 Euro will Sony voraussichtlich für sein neues Android-Smartphone Xperia Z verlangen. Für das Geld bekommt der Nutzer ein schickes Gerät, das als Besonderheit gegen Staub und Wasser geschützt ist. Auf der Unterhaltungselektronikmesse CES hat Sony das Smartphone immer wieder in Wasser getaucht. Weder die Mikrofonöffnungen - davon besitzt das Smartphone drei Stück - noch die Anschlüsse sollen dabei beschädigt werden. Das Smartphone ist aber explizit nicht wasserdicht. Dafür fehlt die entsprechende Zertifizierung. Sony garantiert also nicht dafür, dass das Smartphone eine Schwimmrunde mit dem Nutzer unbeschadet übersteht.

Sony gibt eine Zertifizierung nach IP55 und IP57 an. Das Smartphone besitzt Strahlwasserschutz und darf zeitweilig bis zu einen Meter tief tauchen. Ein kurzer Tauchgang in der gefüllten Badewanne sollte also kein Problem sein.

Viele Anschlüsse bietet das Smartphone auf den ersten Blick nicht. Bis auf zwei Metallkontakte findet der Nutzer zunächst gar keine Anschlüsse, so geschickt sind sie versteckt. Die Metallkontakte sind für das Aufladen des Xperia Z gedacht. Die notwendige Dockingstation wird jedoch voraussichtlich nicht mitgeliefert und muss als Zubehör erworben werden.

Ein bisschen Fummelei

Der Nutzer muss ganz schön fummeln, um das Smartphone anderweitig aufzuladen, eine Micro-SD-, eine SIM-Karte oder ein Headset einzustecken. Alle diese Anschlüsse sind nämlich hinter Klappen versteckt. Um die zu lösen, ist etwas Feinmotorik vonnöten. Der Micro-USB-Anschluss ist als AB-Variante ausgelegt. Es kann also mit einem aktiven MHL-Adapter ein Monitor angesprochen werden. Sollte der Monitor MHL unterstützen, wird dabei auch das Smartphone aufgeladen. So sieht es zumindest der Standard vor. Sony hat passend dazu auf der CES auch ein paar MHL-fähige Fernseher angekündigt.

Micro-SD- und SIM-Karte werden komplett im Schacht versenkt. Beim Headset sieht das anders aus. Wer dieses nutzt, muss die Klappe offen halten. Wir befürchten, dass diese dann in der Hosentasche etwa abreißen kann, da sie nicht stabil weggeklappt werden kann. Zudem schließt der Headset-Anschluss nicht komplett ab. Der Wasser- und Staubschutz dürfte dann nicht mehr so effektiv sein. Dafür ist es aber ein Headset-Anschluss mit einer 3,5-mm-Klinkenbuchse. Gerade wegen der Klappen würde sich der Einsatz eines Bluetooth-Headsets empfehlen, um das Problem zu umgehen.

Sony unterstützt SD-Karten jenseits der SDHC-Spezifikation. Wer will, kann also etwa eine SDXC-Karte mit 64 GByte einsetzen. Das ergänzt den internen Speicher von 16 GByte. Als Prozessor kommt Qualcomms Quad-Core-Prozessor Snapdragon S4 mit 4 x 1,5 GHz zum Einsatz. Damit ist Android recht flott. Weitere technische Details zum Xperia Z finden sich in der Produktankündigung.

Android 4.2 kommt, aber nur als Update

Das Xperia Z wird zunächst mit Android 4.1 ausgeliefert, und das, obwohl das Smartphone erst im März 2013 erscheinen soll. Ein Update auf Android 4.2 hat Sony auf der CES schon angekündigt, konnte uns aber kein Datum nennen. Das Betriebssystem wurde von Sony an einigen Stellen angepasst. So hat das Smartphone etwa einen Stamina-Modus. Wird dieser aktiviert, werden Anwendungen laut Sony bei deaktiviertem Display schlafen gelegt. Die Standby-Zeit soll damit deutlich verbessert sein. Im Statusbereich des Displays wird oben dann ein Stamina-Symbol angezeigt.

Außerdem ist das Smartphone für das Zusammenspiel mit anderen Sony-Geräten vorbereitet. Dafür gibt es sogenannte Throw-Einstellungen. Damit wird aber nicht etwa die Flugbahn des Smartphones Richtung Fernseher berechnet, sondern eingestellt, wie das Zusammenspiel mit entsprechender Unterhaltungselektronik arbeitet. Sony wird mit dem Xperia Z eine ganze Infrastruktur aufbauen. Lautsprecher, Fernseher und andere Geräte sollen so miteinander harmonieren.

Die Kamerasoftware bietet eine automatische Helligkeitskorrektur an. Sobald in einem Motiv mit hohem Dynamikumfang ein Gesicht erscheint, erkennt die Kamera das und passt die Lichtmessung so an, dass die Person korrekt belichtet wird. Das funktionierte in einem kurzen Test recht zuverlässig. Für die korrekte Erkennung sollte eine Person in die Kamera schauen. Von der Seite wird sie nicht so zuverlässig erkannt. Aber auch das funktioniert meistens. Die Kamera konnten wir noch nicht im Detail ausprobieren, da wir den 13-Megapixel-Sensor nur in hellem Licht getestet haben.

Fazit

Sonys Xperia Z macht beim ersten Ausprobieren einen hochwertigen Eindruck. Die glatte Oberfläche ist schick. Laut Sony ist auf dem Smartphone eine Schutzfolie aufgebracht. Beim Testen ist uns diese nicht aufgefallen. Das lässt zumindest hoffen, dass das Xperia Z sehr kratzresistent ist. Das Smartphone sieht sehr stabil aus, ist aber dennoch etwas flexibel und keine starre, leicht brechende Konstruktion. Das Display ist dank der Full-HD-Auflösung sehr scharf und mit 5 Zoll ziemlich groß. Das gefiel uns gut. Für das Betrachten von Webseiten ist das sehr angenehm. Beim normalen Herumspielen mit dem Smartphone gefiel uns zudem die Geschwindigkeit des Xperia Z.  (as)


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