Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/imaging-fuenf-jahre-haft-fuer-anfuehrer-einer-release-gruppe-1301-96667.html    Veröffentlicht: 04.01.2013 11:36

Imaging

Fünf Jahre Haft für Anführer einer Release-Gruppe

Der Chef einer US-Release-Gruppe muss wegen Verletzung des Urheberrechts für längere Zeit ins Gefängnis. Alle Imaging-Mitglieder hatten ein Geständnis abgelegt.

Der Chef der Release-Gruppe Imaging ist zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Jeramiah P. plädierte laut US-Justizministerium der gewerbsmäßigen Urheberrechtsverletzung für schuldig. Seine Gruppe habe illegale Angebote für Filme, Musik und Spiele im Internet gemacht.

Richterin Arenda Wright Allen verhängte am 3. Januar 2013 die Strafe. Der 40-jährige Perkins steht zudem drei Jahre unter Aufsicht und muss 15.000 US-Dollar Entschädigung bezahlen. Seine Release-Gruppe nutzte Infrarotaufnahmegeräte, spezielle Empfänger und Camcorder, um Filme in Kinos zu kopieren. Die Inhalte wurden dann aufbereitet und neu abgemischt.

Der Verband der US-Filmindustrie MPAA (Motion Picture Association of America) nannte Imagine die produktivste "Release-Gruppe, die von September 2009 bis September 2011" im Internet aktiv war.

Drei weitere Mitglieder der Gruppe wurden bereits im November 2012 nach Schuldeingeständnissen verurteilt, ein fünfter, Javier E. F., hat im März 2013 Prozesstermin. Gregory C. erhielt drei Jahre und und vier Monate Haft, Sean L. muss für 23 Monate und Willie L. für 30 Monate ins Gefängnis.

Eines der Ziele der Gruppe war, die Filme immer vor der Verfügbarkeit auf DVD online bereitzustellen. Imagine mietete dafür Server in den USA, Frankreich und Kanada und hostete Webseiten wie unleashthe.net, die Mitgliedsprofile, Torrent Tracker, Diskussionsforen, Nachrichtenboards und eigene Verhaltensregeln boten.

Der Gründer und Chef des illegalen Filmportals Kino.to war am 14. Juni 2012 vom Landgericht Leipzig zu vier Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Das Gericht blieb damit im untersten Strafrahmen. Dirk B. musste zudem an den Staat bis zu 3,7 Millionen Euro abführen, die er über meist betrügerische Werbung wie Abofallen, Adware zum Unterschieben von Trojanern, Sportwetten und Onlineglücksspielen über seine spanische Firma eingenommen hat.  (asa)


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