Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/kim-dotcom-megabox-kommt-nicht-mehr-2012-1212-96557.html    Veröffentlicht: 27.12.2012 12:44

Kim Dotcom

Megabox kommt nicht mehr 2012

Dotcoms Musikvermarktungsdienst Megabox wird nicht wie geplant im Jahr 2012 fertig. Megabox startet erst einige Monate nach dem neuen Sharehoster Mega, der am 20. Januar 2013 online gehe soll.

Kim Dotcom hat in einem Interview mit Torrentfreak erklärt, dass der Musikvermarktungsdienst Megabox nicht wie geplant 2012 starten könne. Es werde noch einige Monate dauern, sagte Dotcom.

"Megabox startet einige Monate nach Mega", sagte Dotcom Torrentfreak. Mehr könne er im Moment nicht bekanntgeben. Mega ist der geplante Nachfolger des vom FBI geschlossenen Sharehosters Megaupload.

Megabox wird von der portugiesischen Firma Triworks entwickelt. "Die Musik wird kostenlos für die Anwender sein, die die Megakey App installieren. Alle anderen, die die App nicht mögen, können die Musik einfach kaufen", so Dotcom.

Laut Dotcom haben einige Topstars ihre Beteiligung für den Start von Megabox zugesagt. Torrentfreak hat ein enges Verhältnis zu Dotcom und hat ihn bereits mehrfach exklusiv interviewt.

Im September 2012 hatte Dotcom Details zu Megabox verraten. Das kostenlose Musikhören über Megabox soll über die Adware Megakey finanziert werden. Diese funktioniert ähnlich wie ein Adblocker und tauscht einige Anzeigen auf Webseiten aus, so dass die Einnahmen aus der Werbung bei Dotcom und den Musikern landen.

90 Prozent der Einnahmen sollen an die Künstler ausgeschüttet werden.

Im Making-of-Video zu Megabox wurden als teilnehmende Künstler The Black Keys, Rusko, Two Fingers und Will.i.am genannt. Zudem tauchen Namen wie Radiohead, Blur und Rihanna in dem Video auf.

Der Launchtermin für Mega ist der 20. Januar 2013. Die umstrittene Durchsuchungsaktion gegen Dotcom fand vor einem Jahr am gleichen Datum statt. Dotcom und vier seiner Mitarbeiter wurden verhaftet und warten weiter auf ein Auslieferungsverfahren, Rechner und Speicher wurden beschlagnahmt und die Plattform Megaupload vom FBI offline genommen.

Mega soll ein globales Cloud-Dateisystem werden, bei dem alle Daten automatisch im Browser ver- und entschlüsselt werden. Mit Mega sollen sich mehrere Uploads gleichzeitig abwickeln und auch nach einem Abbruch fortsetzen lassen.  (asa)


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