Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/foxconn-apple-holt-die-mac-mini-produktion-in-die-usa-1212-96553.html    Veröffentlicht: 27.12.2012 11:28

Foxconn

Apple holt die Mac-Mini-Produktion in die USA

Der Kompaktcomputer Mac Mini soll künftig wieder in den USA produziert werden, in hochautomatisierten Fabriken von Foxconn.

Apple lässt den Mac Mini im kommenden Jahr von seinem Auftragshersteller Foxconn Electronics (Hon Hai Precision Industry) in den USA produzieren. Das berichtet die taiwanische IT-Branchenzeitung Digitimes unter Berufung auf Zuliefererkreise.

Foxconn beschäftigt in China nach eigenen Angaben über 1,4 Millionen Menschen, die 40 Prozent der weltweit verkauften Unterhaltungselektronik montieren. In den USA soll Foxconn laut Digitimes über 15 Niederlassungen verfügen. Für 2013 seien Neueinstellungen in neuen hochautomatisierten Fabriken in den USA geplant.

Apples zweiter großer Auftragshersteller Quanta Computer habe zwei Produktionsstätten in den USA: eine in Fremont im US-Bundesstaat Kalifornien und eine in Nashville, Tennessee.

Nach Angaben von Digitimes Research wird die Zahl der im Jahr 2012 produzierten Mac Minis voraussichtlich bei rund 1,4 Millionen liegen, ein Zuwachs um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2013 wird eine weitere Zunahme um 30 Prozent auf 1,8 Millionen Mac Minis erwartet.

Apple-Chef Tim Cook hatte in einem Interview mit der Business Week angekündigt, im kommenden Jahr wieder Macs in größerem Maße in den USA fertigen zu lassen. Einige der neuen iMacs werden bereits in den USA produziert. Auf den Geräten findet sich die Aufschrift "Assembled in the USA". Cook sorgte einst selbst dafür, dass Apple praktisch alle Produkte außerhalb der USA fertigen ließ.

Laut Cook soll es nicht nur um die Montage gehen, der Ansatz sei tiefgreifender. Apple werde zwar nicht selbst in die Produktion einsteigen, aber rund 100 Millionen US-Dollar investieren.

Die neuen Mac Minis wurden im Oktober 2012 mit den Intel-Prozessoren Core i5 und i7 (Ivy Bridge) ausgerüstet und mit 4 GByte Arbeitsspeicher (1.600 MHz DDR3) angeboten. Sie können auf bis zu 16 GByte aufgerüstet werden. Apple setzt bei seinem kleinsten Desktoprechner nach wie vor auf einen integrierten Grafikkern: Intels HD Graphics 4000. Ein optisches Laufwerk ist schon seit längerem nicht mehr integriert, sondern muss extern angeschlossen werden.  (asa)


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