Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/google-docs-google-will-fast-alle-microsoft-office-nutzer-fuer-sich-1212-96543.html    Veröffentlicht: 26.12.2012 14:52

Google Docs

Google will fast alle Microsoft-Office-Nutzer für sich

Für Google gibt es ein erklärtes Ziel: Der Konzern will fast alle Microsoft-Office-Nutzer für sich gewinnen, die die erweiterten Funktionen der Büroprogrammsammlung nicht brauchen. Aber auch Microsoft setzt auf neue Funktionen, damit die Nutzer bei Office bleiben.

Wenn es nach Google gehe, werde dessen Angebot bald Microsoft Office bei einem Großteil der Nutzer ablösen, sagte der Enterprise-Chef Amit Singh Allthingsd. "Unser Ziel ist es, die 90 Prozent Nutzer zu erreichen, die die fortschrittlichsten Funktionen von Office nicht brauchen.". Diese 90 Prozent, die dann Googles Cloud-Dienste nutzten, sollten bald keinen Unterschied mehr zwischen den Programmen erkennen können. Singh deutet an, dass im dritten Quartal 2013 der Import eines Excel-Dokuments ohne Verlust möglich sein werde.

Die Nutzer will Google vor allem von den populären Office-Programmen abziehen: Excel, Word und Powerpoint. Für den Import von Präsentationen wird Google Singh zufolge auf die Erfahrung der Entwicklung von Quickoffice zurückgreifen. Google kaufte Mitte 2012 Quickoffice.

Google sieht eine Chance in der sogenannten Consumerization of IT, der Nutzung derselben Geräte im privaten und beruflichen Umfeld. Mitarbeiter neigen immer mehr dazu, ihre eigenen Geräte in die Firma mitzubringen und brauchen dementsprechend nicht nur Unterstützung der Firma, sondern auch die entsprechenden Anwendungen, die sich über das Internet synchronisieren lassen. Hier sieht sich Google mit seinen Apps im Vorteil. Aber auch Microsoft arbeitet verstärkt an solchen Lösungen. Das bereits fertiggestellte Office 2013 alias Office 365 im Abomodell hat eine sehr starke Anbindung an Skydrive. In der Standardeinstellung werden Dokumente in Office 2013 in der Cloud und nicht mehr lokal gespeichert, sofern der Nutzer angemeldet ist.

Office 2013 steht derzeit nur wenigen Nutzergruppen zur Verfügung. Verkauft werden soll das Programm erst im nächsten Jahr. Gerüchten zufolge wird es dann auch iOS- und Android-Apps geben, um ein plattformübergreifendes Angebot herstellen zu können. Wie Google will auch Microsoft sich hier auf die populären Anwendungen konzentrieren: Powerpoint, Excel und Word.

Erste Experimente in dem Bereich hat Microsoft längst abgeschlossen. Das Notizprogramm Onenote, ebenfalls Teil der Microsoft-Office-Suite, gibt es bereits seit Februar 2012 für Android, seit Dezember 2011 für das iPad und sogar schon seit Januar 2011 für das iPhone. Onenote wurde ursprünglich im Hinblick auf professionelle Tablet-PCs entwickelt. Von dessen speziellen Funktionen macht die mobile App für Tablets und Smartphones aber keinen Gebrauch.  (as)


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