Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/kim-dotcom-neues-mega-kommt-mit-720-tbyte-pro-rack-1212-96442.html    Veröffentlicht: 18.12.2012 16:53

Kim Dotcom

Neues Mega kommt mit 720 TByte pro Rack

Kim Dotcom gewährt einen ersten Blick auf die neuen Server des Sharehosters Mega. Viel ist jedoch auf dem Bild nicht zu erkennen.

Kim Dotcom zeigt die Fortschritte beim Aufbau des neuen Sharehosters Mega in seiner Wahlheimat Neuseeland. Er gab bei Twitter bekannt: "Heute angekommen. Eines von vielen Racks mit vielen Servern." In einem weiteren Tweet erklärte Dotcom: "720 Terabyte pro Rack. Ein Rack kommt am Tag."

Der Launchtermin für Mega ist der 20. Januar 2013. Die umstrittene Durchsuchungsaktion gegen Dotcom fand vor einem Jahr am gleichen Datum statt. Dotcom und vier seiner Mitarbeiter wurden verhaftet und warten weiter auf ein Auslieferungsverfahren, Rechner und Speicher wurden beschlagnahmt und die Plattform Megaupload offline genommen. Auch der größte Teil des Vermögens des Internetunternehmers wurde eingefroren, später aber teilweise wieder freigegeben.

Zuvor hatte Dotcom bereits erklärt, er habe in Neuseeland ein Unternehmen unter dem Namen Mega Limited gegründet.

Ein globales Cloud-Dateisystem, bei dem alle Daten automatisch im Browser verschlüsselt und entschlüsselt werden, solle Mega werden, hieß es auf der Website. Mit Me.ga sollten sich mehrere Uploads gleichzeitig abwickeln und auch nach einem Abbruch fortsetzen lassen.

Während die Server von Megaupload in den USA gestanden hätten, setze Mega auf "Distributed Hosting", erklärte Dotcom. Zu Wired hatte er gesagt, dass sich jeder Hoster weltweit - außer in den USA - daran beteiligen könne. Die Server selbst sollten mindestens über 20 TByte Speicherplatz, einen hochwertigen Raid-Controller und eine Anbindung mit mindestens 1 GBit/s, besser mit 2 GBit/s verfügen. Als Betriebssystem sollte Linux installiert sein.

Dotcom hatte die geplante Webadresse Me.ga für seinen neuen Sharehoster verloren. Die Regierung von Gabun, einem Staat in Zentralafrika, dessen Top-Level-Domain .ga ist, hatte dann die Sperrung der Adresse angekündigt.  (asa)


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