Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/raptor-arduino-balanciert-elektro-einrad-1212-96401.html    Veröffentlicht: 17.12.2012 11:47

Raptor

Arduino balanciert Elektro-Einrad

Der Bastler Nick Thatcher hat ein motorbetriebenes Einrad im Stil eines Segway-Rollers gebaut. Ein Arduino-Mikrocontroller, ein Gyroskop und etwas angepasster Programmcode aus einem anderen Projekt verhindern, dass der Fahrer nach vorn oder hinten überkippt.

Das Raptor ist ein Einrad mit einem 350-Watt-Elektromotor, das der Bastler Nick Thatcher mit Hilfe eines Arduino Uno und eines nicht näher bezeichneten IMU-Moduls zur Positions- und Bewegungsbestimmung gebaut hat. Das Raptor besitzt einen Kettenantrieb und verhindert durch Motorimpulse, dass der Fahrer mit dem immerhin 16 km/h schnellen Gefährt umkippt.

Zuerst baute Thatcher mit dem No-Way ein Segway mit zwei Rädern nach. Danach folgte der Raptor, der mit nur einem Rad auskommen muss. Im Raptor kommen ein 350-Watt-Motor mit Getriebe sowie die Motorsteuerung Syren 1x25 von Dimension Engineering zum Einsatz. Die Stromversorgung übernehmen zwei 12-Volt-Bleiakkus, die in Serie geschaltet wurden. Künftig soll noch eine bessere Akkutechnik eingebaut werden, kündigte Thatcher auf seiner Website an. Bislang kann der kunststoffverkleidete Raptor mit einer Akkuladung je nach Geschwindigkeit ungefähr 90 bis 120 Minuten fahren.

Der Mikrocontroller Arduino Uno verwertet die Daten der Trägheitsmessung, um daraus PWM-Signale (Pulsweitenmodulation) zu erzeugen, die an die Motorsteuerung weitergegeben werden. Das Programm dafür wurde vom Projekt OneWheeled von John Dingley übernommen und für das Einrad modifiziert.

Die Motorimpulse gleichen die entstehenden Vor- und Rückwärtsneigungen aus, während das Einrad nach links und rechts bei der Fahrt nicht extra stabilisiert werden muss. Beim Anfahren und bei niedrigen Geschwindigkeiten muss der Fahrer mit seinen Füßen helfen, das ungefähr 25 kg schwere Mobil zu stabilisieren.

Eine ausführliche Bauanleitung mit Teileliste für den Raptor sowie eine Kostenaufstellung gibt es derzeit nicht.  (ad)


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