Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/schrei-vor-glueck-zalando-verdoppelt-den-umsatz-aber-auch-den-verlust-1212-96242.html    Veröffentlicht: 10.12.2012 10:57

Schrei vor Glück

Zalando verdoppelt den Umsatz, aber auch den Verlust

Zalando macht durch seine hohen Werbeausgaben weiter Verlust. Doch der E-Commerce-Umsatz wächst und der Händler baut in Berlin und Europa weiter massiv aus.

Der Internethändler Zalando hat im Geschäftsjahr 2011 einen Verlust von 40 Millionen Euro gemacht. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus ohne Angabe von Quellen. Damit hätte sich der Verlust des Unternehmens, das extrem hohe Werbeausgaben hat, verdoppelt.

Zalando, eine Gründung der Samwer-Brüder Marc, Oliver und Alexander, macht keine Angaben zu Gewinn oder Verlust. Im Oktober 2012 wurde der Onlineversender für Schuhe und Bekleidung bei einem Anteilsverkauf mit knapp 3 Milliarden Euro bewertet. Dabei gab Zalando bekannt, dass das Unternehmen im ersten Halbjahr 2012 einen Nettoumsatz von 471 Millionen Euro erzielen wird. "Das Unternehmen ist damit auf einem guten Weg, den Umsatz des Vorjahres zu verdoppeln", sagte ein Sprecher.

Im Jahr 2011 lag der Umsatz des Berliner Unternehmens bei 510 Millionen Euro. Nach Angaben des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels wurden 2011 im gesamten Internethandel mit Waren (ohne digitale Güter) 21,7 Milliarden Euro umgesetzt, im Jahr 2012 wird der Umsatz auf 25,3 Milliarden Euro geschätzt. "Damit sind wir der größte Anbieter für Fashion und Schuhe im europäischen Onlinemarkt", sagte Zalando-Geschäftsführer Rubin Ritter. Mittlerweile sei das Unternehmen in 14 europäischen Märkten aktiv. Im September 2012 gingen die Shops in Polen und Norwegen online.

Im Oktober 2008 begann Zalando mit 15 Beschäftigten, Vorbild war das in den USA 1999 erfolgreich gestartete Unternehmen Zappos, das Amazon im Juli 2009 für rund 1,2 Milliarden US-Dollar gekauft hat.

In Berlin baut Zalando an der O2 World gemeinsam mit dem Immobilienentwickler Strauss & Partner neue Büroräume. Zudem sollen ab Sommer 2013 zusätzliche Büros in der Mollstraße in Berlin-Mitte angemietet werden. In beiden Gebäuden werden mittelfristig mehrere hundert Mitarbeiter Platz finden, gab das Unternehmen bekannt. "Berlin bietet bisher sowohl den nötigen Raum für unsere Expansion als auch gut ausgebildete Arbeitskräfte aus aller Welt", so Ritter.  (asa)


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