Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/golden-spike-privatunternehmen-will-mondfluege-anbieten-1212-96214.html    Veröffentlicht: 07.12.2012 14:03

Golden Spike

Privatunternehmen will Mondflüge anbieten

Ehemalige Nasa-Mitarbeiter haben ein privates Raumfahrunternehmen gegründet. Es will kommerzielle Flüge zum Mond durchführen. Der Preis macht das jedoch zu einem exklusiven Vergnügen.

Golden Spike ist ein neues Unternehmen, das kommerzielle Reisen ins All anbieten will. Allerdings übertrifft das Angebot des US-Unternehmens das der Konkurrenten bei weitem: Das US-Unternehmen will Touristen auf den Mond fliegen.

Golden Spike wolle bereits vorhandene Technik nutzen, um zwei Personen auf den Mond zu befördern, erzählte Alan Stern, einer der Gründer, der Tageszeitung Washington Post. "Der Trick ist 40 Jahre alt. Und wir wissen, wie er geht."

Ehemalige Nasa-Mitarbeiter und Prominente

In der Tat: Stern ist ein ehemaliger hochrangiger Mitarbeiter der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Und er ist nicht der einzige: Aufsichtsratsvorsitzender ist Gerry Griffin, ehemaliger Chef des Johnson Space Center und schon am Apollo-Programm beteiligt. Dabei sind auch unter anderem der ehemalige Spaceshuttle-Kommandant Jeff Ashby, weitere Raumfahrtspezialisten sowie diverse Prominente wie der US-Politiker Newt Gingrich und Esther Dyson.

Golden Spike will Raketen und Kapseln einsetzen, die bereits im Einsatz oder in der Entwicklung sind. Eine Möglichkeit könnte die Kombination aus Falcon-Trägerrakete und Raumkapsel Dragon von SpaceX sein. Diese hat sich in diesem Jahr bereits auf zwei Flügen zur Internationalen Raumstation (ISS) bewährt. Der ehemalige Leiter des Dragon-Entwicklungsprogramms, Max Vozoff, gehört dem Direktorium von Golden Spike an. Es gibt aber noch weitere private Raumfahrtunternehmen, etwa Orbital Sciences. Lediglich das Landefahrzeug sowie die Raumanzüge müssten entwickelt werden.

Zwei Mann zum Mond

Zwei Personen will Golden Spike jeweils zum Mond fliegen. Sie sollen allein in der Kapsel sitzen, die von der Erde aus ferngesteuert wird. Um das Jahr 2020, so der Plan, soll der erste Flug zum Mond starten.

Ganz günstig wird das Vergnügen jedoch nicht: 1,5 Milliarden US-Dollar soll ein Flug kosten, also 750 Millionen pro Passagier. Zum potenziellen Kundenkreis zählt Golden Spike entsprechend nicht unbedingt Privatpersonen, sondern Länder, die kein eigenes Mondfahrtprogramm auflegen können oder wollen - politische Befindlichkeiten inklusive: Golden Spike schließe China sowie Länder, denen die USA per Gesetz den Zugang zu Technik verwehrt, die militärisch genutzt werden kann, als Kunden aus, sagte Stern.  (wp)


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