Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/carlos-bazan-canabal-ex-yahoomanager-soll-hinter-milliardenklage-in-mexiko-stehen-1212-96118.html    Veröffentlicht: 04.12.2012 12:00

Carlos Bazan-Canabal

Ex-Yahoo-Manager steht hinter Milliardenklage in Mexiko

Der Yahoo-Manager, der den Vertrag zwischen Yahoo und Worldwide Directories ausgehandelt hat, hat die Seiten gewechselt und soll hinter der Klage stehen, die Yahoo 2,7 Milliarden US-Dollar kosten könnte.

Der ehemalige Yahoo-Manager Carlos Bazan-Canabal soll im Zentrum der Klage stehen, bei der Yahoo in Mexiko zu einer Schadensersatzzahlung in Höhe von 2,7 Milliarden US-Dollar verurteilt wurde. Wie Business Insider berichtet, könnte Bazan-Canabal sogar selbst der Kläger sein.

Nach seinen Angaben bei LinkedIn kam Bazan-Canabal 1999 zu Yahoo und half dabei, Yahoo Mexiko aufzubauen. Er hat auch den Vertrag mit Ideas Interactivas, einem Unternehmensteil von Worldwide Directories, ausgehandelt. Ideas Interactivas und Worldwide Directories sind auch die beiden Kläger in dem Prozess gegen Yahoo. Bazan-Canabal ist inzwischen Vice President für Corporate Development bei Worldwide Directories.

Die beiden Kläger hatten Anfang der 2000er Jahre in Mexiko Yahoo Páginas Útiles produziert, ein gedrucktes und digitales Telefon- und Branchenbuch, das mit dem Konzern Telmex konkurrieren sollte.

Sie werfen Yahoo Vertragsbruch und Verstoß gegen gemachte Zusagen vor, wodurch ihnen hohe Gewinne durch einen Anzeigenservice für Gelbe Seiten entgangen seien. Yahoo erklärte, das "noch nicht endgültige" Urteil und die Forderungen seien "unbegründet" und es würden "mit Nachdruck alle möglichen Rechtsmittel eingelegt".

Yahoo hat sich bisher offiziell nur in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC zu dem Verfahren geäußert, erklärte aber der Nachrichtenagentur Reuters inoffiziell, dass es verschiedenste Möglichkeiten gebe, gegen das Urteil aus Mexiko City vorzugehen. Das Gericht hätte "Verfahrensfehler begangen und die Gesetze falsch ausgelegt". Bei welchem Gericht Yahoo in Berufung gehen wird, steht noch nicht fest.  (asa)


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