Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/drohne-europaeer-testen-uav-mit-tarnkappentechnik-1212-96097.html    Veröffentlicht: 03.12.2012 16:21

Drohne

Europäer testen UAV mit Tarnkappentechnik

Mehrere europäische Luftfahrtunternehmen haben gemeinsam eine Drohne mit Tarnkappentechnik entwickelt. Der Technologiedemonstrator hat seinen Erstflug absolviert.

Dassault Aviation hat die Drohne Neuron erfolgreich getestet. Der Erstflug des unbemannten Luftfahrzeugs (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) fand nach Angaben des französischen Flugzeugherstellers am 1. Dezember 2012 Istres in Südfrankreich statt und dauerte 25 Minuten. Weitere Tests des Drohne sollen folgen - zunächst in Frankreich, später in Schweden und Italien.

Neuron ist eine mit Tarnkappentechnik ausgestattete Drohne. Sie ist 10 Meter lang und hat eine Flügelspannweite von 12,5 Metern. Das 5 Tonnen schwere UAV ist aus Verbundwerkstoffen gebaut. Materialien und die Form sollen laut Projektbeschreibung eine geringe Sichtbarkeit für das Radar ermöglichen.

An dem 2005 gestarteten europäischen Projekt sind neben Dassault und Thales aus Frankreich die Unternehmen Alenia Aermacchi aus Italien, EADS-CASA aus Spanien, HAI aus Griechenland, RUAG aus der Schweiz sowie Saab aus Schweden beteiligt. Einen deutschen Projektpartner gibt es nicht.

Trägerdrohne X47-B

Wie die europäische Neuron nutzt auch die US-Drohne X47-B, die der US-Luftfahrt- und Rüstungskonzern Northrop Grumman gebaut hat, die Tarnkappentechnik. Entwickelt wurde die Drohne, die erstmals Anfang 2011 geflogen ist, für den Einsatz auf Flugzeugträgern.

Den Einsatz bereiten Northrop Grumman und die US-Marine derzeit vor: In der vergangenen Woche haben sie erstmals erfolgreich einen Katapultstart mit der Drohne durchgeführt. Der fand allerdings nicht an Bord eines Flugzeugträgers statt, sondern auf dem Marinefliegerstützpunkt Patuxent River im US-Bundesstaat Maryland.

Kurz zuvor war das ferngesteuerte Fahren mit der Schubkraft der Drohnentriebwerke geprobt worden - ebenfalls auf dem Marinefliegerstützpunkt. Im kommenden Jahr soll die X-47B, ein knapp 12 Meter langes Nurflügelflugzeug mit einer Spannweite von rund 19 Metern, von einem Flugzeugträger aus operieren.  (wp)


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