Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/umweltschuetzer-nas-hat-bessere-oekobilanz-als-die-cloud-1211-96004.html    Veröffentlicht: 28.11.2012 16:52

Umweltschützer

NAS hat bessere Ökobilanz als die Cloud

Speichern auf dem heimischen NAS ist nicht nur in der Umweltwirkung der Cloud überlegen und spart Energie und Treibhausgase. Dezentral soll auch billiger sein, hat das Öko-Institut berechnet.

Das Öko-Institut empfiehlt Network Attached Storage (NAS) statt der Cloud. Berechnungen zeigen, dass beispielsweise das Speichern eines Datenvolumens von 4,7 GByte in einem Onlinespeicher 55 Kilogramm CO2-Äquivalente erzeugt. In einem energieeffizienten Heimnetzwerk fallen hingegen für die gleiche Datenmenge nur 150 Gramm CO2-Äquivalente an.

Auch bei den Kosten sei ein Heimnetzwerk der Cloud überlegen: Die Anschaffung und der Betrieb eines lokalen Netzwerkspeichers mit 1 TByte kosten pro Jahr rund 100 Euro. Die Onlinevariante bietet zum gleichen Preis dagegen nur 100 GByte Speicherplatz.

Das Öko-Institut hat aus seinem Projekt Top 100, in dem Vergabekriterien für das Umweltzeichen "Der Blaue Engel" entwickelt werden, Empfehlungen für den Einkauf kleiner Netzwerkspeicher abgeleitet. Ran Liu, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Öko-Institut, sagt: "Ein energieeffizienter Netzwerkspeicher mit zwei Festplatten verbraucht maximal 58 Kilowattstunden pro Jahr. Ineffiziente Geräte können dagegen leicht das Doppelte verbrauchen."

Käufer sollten darauf achten, dass die NAS über einen Netzwerk-Standby verfügen, der nicht mehr als 4 Watt verbraucht, und leise im Betrieb sind. Wer nur Daten speichere, ohne verschiedene Geräte zu vernetzen, sollte auf "einfache externe Festplatten zurückgreifen", so Liu weiter. Diese benötigten nur dann Energie, wenn sie genutzt würden. Auch hier empfiehlt das Öko-Institut, auf energieeffiziente und geräuscharme Modelle zu setzen.

Die 2,5-Zoll-Modelle benötigten etwa zwei Drittel der Energie von 3,5-Zoll-Festplatten. Zudem seien sie in der Regel leiser im Betrieb. Energiesparende Modelle könnten am USB-Kabel erkannt werden. Würde die Festplatte ausschließlich über einen einzelnen USB-Port mit Strom versorgt, so könne die Leistungsaufnahme nicht den empfohlenen Wert von 2,5 Watt überschreiten.  (asa)


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