Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/nikon-d600-staub-auf-dem-sensor-veraergert-die-anwender-1211-95920.html    Veröffentlicht: 26.11.2012 08:35

Nikon D600

Staub auf dem Sensor verärgert die Anwender

Nikons neue Vollformatkamera D600 zeigt nach Anwenderberichten in vielen Fällen schon nach wenigen Aufnahmen Staubspuren auf dem Sensor. Nikon hat auf das Problem erstmalig reagiert und rät zur Reinigung.

Die neue digitale Spiegelreflexkamera D600 von Nikon hat ein Staubproblem, das schon nach wenigen Auslösungen auftritt. Das berichten Besitzer der neuen Kamera in diversen Fotoforen. Bislang reagierte der japanische Kamerahersteller nicht auf die Vorwürfe. Nach einer Anfrage von Imaging Ressource hat sich das Unternehmen nun zum ersten Mal schriftlich geäußert.

Wenn die Staubprobleme überhandnehmen, sollten die Kunden ihren Nikon-Vertragshändler aufsuchen. Der kann eine Reinigung der Kamera vornehmen. Die Feuchtreinigung des Sensors ist auch mit diversen Mittelchen und Werkzeugen von Drittanbietern in Eigenregie möglich.

Neue Strategie: Probleme zur Normalität erklären

In seinem Verhalten auf Kundenbeschwerden ahmt Nikon damit Apple nach. Als beim neuen iPhone 5 bei Gegenlichtsituationen lilafarbene Schleier in den Bildern auftraten, wurde Apple kritisiert, lange nicht auf die Beschwerden einzugehen. Schließlich äußerte sich das Unternehmen und riet dazu, das Smartphone beim Fotografieren einfach etwas anders zu halten, damit der Effekt vermieden wird. Das steht so auch in einem offiziellen Support-Dokument von Apple. Seitdem ist die Kritik weitgehend verebbt.

Nikon betrachtet die Staubentwicklung innerhalb der Kamera offenbar ebenfalls nicht als problematisch, sondern als Normalzustand - genau das macht Apple auch. Der Anwender kann in Nikons Fall die Kamera reinigen lassen, wenn es ihm zu viel wird. Bei Apple muss sie nur etwas anders gehalten werden.

Imaging Ressource vermutet allerdings, dass Nikon noch untersucht, aus welchen Gründen der Staub freigesetzt wird, um eventuell eine Verbesserung oder eine Reparaturmöglichkeit anzubieten.

Der CMOS-Sensor von Nikons neuer DSLR D600 ist ein sogenanntes FX-Modell. Damit bezeichnet Nikon die Bildgröße eines Kleinbildfilms (35,9 x 24 mm). Bei 24,3 Megapixeln messen die Bilder 6.016 x 4.016 Pixel. Die Lichtempfindlichkeit des Sensors reicht von ISO 50 bis 25.600.

Die Nikon D600 kostet rund 2.149 Euro. Mit dem AF-S Nikkor 24-85 mm 1:3,5-4,5G ED VR ist sie für rund 2.700 Euro zu haben.  (ad)


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