Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/d21-umfrage-nutzer-wollen-hoehere-datenraten-im-mobilen-internet-1211-95631.html    Veröffentlicht: 09.11.2012 16:53

D21-Umfrage

Nutzer wollen höhere Datenraten im mobilen Internet

Wer das mobile Internet nutzt, findet es oft zu langsam. Laut der Initiative D21 würde das mobile Netz intensiver genutzt werden, wenn die Verbindungen schneller wären.

Nutzer des mobilen Internets wünschen sich höhere Datenübertragungsraten. Das ergab eine Studie der Initiative D21, die am 9. November 2012 veröffentlicht wurde. Die D21-Sprecherin sagte Golem.de: "Unsere Studie 'Mobile Internetnutzung - Entwicklungsschub für die digitale Gesellschaft?' im Rahmen des (N)Onliner Atlas 2012 zeigt deutlich, dass die Nutzer sich schnellere Übertragungsraten wünschen. Sie können sich dann sogar vorstellen, ganz auf stationäres Internet zu verzichten und nur noch mobil ins Netz zu gehen. Die Nutzer sind jedoch auch skeptisch, ob der Verzicht auf stationäres Internet in Zukunft wirklich möglich sein wird."

41 Prozent der in der Studie als "digital wenig erreicht" Bezeichneten und 47,3 Prozent der als "digital souverän" Benannten sagten, sie würden das mobile Internet intensiver nutzen, wenn die Verbindungen schneller als heute wären.

41 Prozent der "digital wenig Erreichten" und 45 Prozent der "digital Souveränen" könnten sich sogar vorstellen, auf das Festnetzinternet ganz zu verzichten. Doch 36 Prozent der "digital Souveränen" denken, dass der Verzicht auf kabelgebundenes Internet nie, beziehungsweise nicht in naher Zukunft möglich sein wird.

Den höchsten Breitbandanteil hat Berlin mit 61,4 Prozent. In Sachsen-Anhalt und Brandenburg dagegen kann laut der Studie nur rund jeder Zweite breitbandig online gehen.

"Der Bandbreitenbedarf steigt vor allem durch die Bedeutung der mobilen Internetnutzung. Als Treiber für das wachsende Bedürfnis nach vielfältigen Datendiensten können besonders multimediale Endgeräte, Cloud-Computing, Streaming und die starke Nutzung sozialer Netzwerke genannt werden", sagte Tim Brauckmüller, Mitglied des Gesamtvorstands der Initiative D21.

Das Datenübertragungsvolumen im Mobilfunkbereich nimmt 2012 um rund ein Drittel zu - auf 130,7 Millionen GByte (ohne LTE). Damit hat sich das Gesamtvolumen in den vergangenen zwei Jahren fast verdoppelt. Das durchschnittliche Datenvolumen pro Postpaid-Nutzer stieg um 30 Prozent auf 196 MByte. Die steigende Verbreitung von Smartphones und Tablets sei der wesentliche Antrieb für dieses Wachstum, so eine andere Studie. Das Volumen werde in Zukunft voraussichtlich noch stark zunehmen.  (asa)


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