Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/crowdfunding-minidrohne-nanoq-wird-aus-dem-handgelenk-gesteuert-1211-95558.html    Veröffentlicht: 06.11.2012 17:12

Crowdfunding

Minidrohne NanoQ wird aus dem Handgelenk gesteuert

NanoQ ist ein Miniquadcopter, der unter anderem luftkampffähig ist: Er schießt mit einem Lichtstrahl auf seinesgleichen und stürzt ab, wenn er zu oft getroffen wird.

Diese Drohne braucht keine Landebahn: Sie startet auch aus der Hand. Allerdings ist sie bewaffnet und für den Luftkampf geeignet - sogar drinnen. Um das Produkt auf den Markt zu bringen, wollen die Entwickler per Crowdfunding Geld sammeln.

NanoQ heißt die Minidrohne, die von dem US-Unternehmen QFO Labs entwickelt wurde. Es handelt sich um einen Quadcopter, also einen Hubschrauber mit vier Rotoren. Das Fluggerät ist kreuzförmig, von Motor zu Motor misst es etwa 13 Zentimeter. Das Gewicht beträgt gerade mal 35 Gramm. Die Drohne kann eine Zuladung von 10 Gramm tragen.

Die Flugzeit ist allerdings kurz: Nach acht bis zehn Minuten geht dem Quadcopter der Strom aus. Allerdings kann der Lithium-Polymer-Akku ausgetauscht werden, so dass die Drohne nach einer kurzen Zwischenlandung wieder aufsteigen kann.

Bewegungssteuerung

Geflogen wird der Quadcopter mit der Fernsteuerung Mimix. Die Bedienung ist denkbar einfach: Mit einem Vier-Wege-Knopf für den Daumen kann der Nutzer beschleunigen und verzögern. Indem er die Hand mit der Steuerung vorwärts- und rückwärts-, nach links oder nach rechts bewegt, kann der Quadcopter gelenkt werden. Mit ihren Sensoren, dem Gyroskop und dem Beschleunigungssensor balanciert sich die Drohne selbst aus.

Mimix könne mit der linken Hand ebenso bedient werden wie mit der rechten, erklären die Entwickler. Mit Energie versorgt werde die Steuerung von einem integrierten Lithium-Polymer-Akku, der über einen USB-Anschluss geladen werde. Die Akkulaufzeit soll drei bis vier Stunden betragen.

Minikampfdrohne

Für Luftkämpfe sind die Drohnen mit einem Infrarotstrahler und einem Infrarotsensor ausgestattet. Auf Knopfdruck schießt der Strahler mit Licht auf einen Gegner und der Sensor registriert die Treffer. Wird ein NanoQ zum ersten Mal getroffen, gerät er ins Taumeln. Der Pilot spürt das als Vibration in der Fernbedienung. Nach dem zweiten Treffer zeigt die Drohne schon deutliche Schäden: Die Leistung ist eingeschränkt. Der dritter Treffer bringt die Drohne schließlich zum Absturz. Das bedeutet: Die Drohne landet.

Gespielt werden kann auch in Teams. Die Drohnen verfügen über Leuchtdioden, mit denen sie bunt beleuchtet werden können. Freunde und Gegner erkennen sich dann an der Farbe.

Weitere Spiele

Der Luftkampf sei aber nur der Anfang, schreibt QFO. Künftig sollen auch Bodenziele, die entsprechend ausgerüstet seien, hinzukommen. Außerdem ruft QFO Nutzer auf, Vorschläge für weitere Spiele mit den Drohnen einzureichen.

Über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter will QFO Geld sammeln, um die Massenproduktion für Drohne und Steuerung vorzubereiten und die notwendigen Zertifizierungen für eine Marktfertigung zu bekommen. 230.000 US-Dollar sollen bis zum 13. November 2012 zusammenkommen. Ob QFO das Ziel erreicht, ist fraglich: Derzeit haben Nutzer lediglich 61.000 US-Dollar zugesagt.

Als Belohnung für die Spender gibt es unter anderem eine Drohne mit Fernsteuerung für 100 US-Dollar. Die fertigen Drohnen sollen im März 2013 ausgeliefert werden.  (wp)


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