Original-URL des Artikels: http://www.golem.de/news/google-wallet-paid-content-mit-geld-zurueck-garantie-1210-94894.html    Veröffentlicht: 04.10.2012 09:02

Google Wallet

Paid-Content mit Geld-zurück-Garantie

Über Googles Bezahldienst Google Wallet ist es ab sofort möglich, einzelne Artikel im Web zu Preisen ab 25 US-Cent zu verkaufen. Käufer erhalten dabei eine Geld-zurück-Garantie.

Google nimmt einen weiteren Anlauf in Sachen Paid-Content und ermöglicht es, den Kauf von Inhalten im Web zu Preisen zwischen 25 und 99 US-Cent über Google Wallet abzuwickeln. Die Abrechnung solch kleiner Beträge ist üblicherweise schwierig, da Anbieter neben einer geringen Provision in aller Regel eine zusätzliche Gebühr pro Transaktion erheben. So verlangt Google beispielsweise bislang eine Gebühr, die aus einer Provision zwischen 1,9 und 2,9 Prozent zuzüglich 30 US-Cent besteht.

Mit One Pass hatte Google schon einmal versucht, einen Dienst für kostenpflichtige Inhalte im Web bereitzustellen. Das einst zusammen mit deutschen Verlagen gestartete Angebot war aber wenig erfolgreich und wurde mittlerweile wieder eingestellt.

Nun folgt auf Basis von Google Wallet ein weiterer Versuch, eine Infrastruktur für den Verkauf kostenpflichtiger Webinhalte anzubieten. Es geht Google dabei um umfangreiche Texte, deren Anfang ganz normal lesbar ist. Wer den Artikel aber bis zum Ende lesen will, soll dafür zahlen, denn nur dann wird auch das Ende lesbar. Einmal gekauft, bleibt der Inhalt dann dauerhaft lesbar.

Eine wesentliche Komponente dabei ist die Geld-zurück-Garantie für Käufer: Sind diese unzufrieden mit dem gekauften Inhalt, können sie innerhalb von 30 Minuten ihr Geld zurückfordern. Das soll Hemmungen abbauen, denn es genügt ein Klick, um das gezahlte Geld zurückzuholen. Wer allerdings von dieser Möglichkeit zu oft Gebrauch macht, wird nach einer vorherigen Warnung gesperrt. Dann können zwar auch weiterhin Inhalte gekauft werden, eine Geld-zurück-Garantie gibt es für neue Einkäufe dann aber nicht mehr. Wo die Grenze hin zum Missbrauch liegt, gibt Google nicht an.

Interessierte Anbieter aus den USA können sich bei Google registrieren, denn noch steht der Dienst nicht breit zur Verfügung. Wie der Einsatz von Google Wallet für Web-Content aussieht, ist bei einigen Anbietern zu sehen, die den Dienst bereits zum Start nutzen, darunter die Töchter Peachpit und Dorling Kindersley des US-Verlages Pearson. Oxford University Press (OUP) will zudem rund 80.000 Artikel aus der Oxford Reference auf diese Art und Weise im Web anbieten.  (ji)


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