Zombi U angespielt: Überlebenskampf auf der Familienkonsole
Zombie U (Bild: Ubisoft)

Zombi U angespielt Überlebenskampf auf der Familienkonsole

Auf dem Fernseher greifen Untote an - und wir vergessen glatt, auf dem zweiten Bildschirm in unserer Hand die passende Waffe auszuwählen: Golem.de hat ausprobiert, wie sich ein taktisch angehauchtes Hardcorespiel auf Nintendos kommender Wii U anfühlt.

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Es wird ziemlich bunt zugehen, wenn die Wii U am 30. November 2012 erscheint - jedenfalls, was die typischen Startspiele angeht. Nintendo etwa veröffentlicht New Super Mario Bros U und Nintendo Land, Ubisoft das ebenfalls unbeschwerte Rayman Legends U. Von Ubisoft kommt aber auch ein Spiel, das nicht so familienkompatibel ist und damit aus dem Rahmen fällt: Zombi U, ein im modernen London angesiedeltes Survival-Horror-Spiel mit taktischem Einschlag. Golem.de konnte auf einer Veranstaltung von Ubisoft eine noch nicht ganz fertige Version ausprobieren.

Erstaunlicherweise mussten wir uns richtiggehend daran gewöhnen, dass sich nicht nur auf dem großen Bildschirm vor uns etwas tut - sondern dass es in Zombi U wie in allen Spielen für die kommende Konsole auch einen zweiten Bildschirm gibt, den wir in der Hand halten. Offenbar sind wir nicht die Einzigen, denen es so geht: An den entsprechenden Stellen bittet uns die Wii U sogar mit einer Texteinblendung auf dem TV, einen Blick auf das Gamepad-Display zu werfen.

  • Zombie U
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Zombie U

Das hat in Zombi U gleich mehrere Funktionen. Zum Beispiel verwalten wir damit die Gegenstände, die wir dabeihaben. Das Inventar ist aus schlichten Kästchen aufgebaut. Ein Fingertipp auf das Symbol für die Taschenlampe sorgt für Licht, ein Fingertipp auf die Maschinenpistole platziert die Waffe auf dem großen Bildschirm in unserer Hand.

In einem anderen Modus verwenden wir das Gamepad als Bewegungssensor. Wie auf einem Radarschirm zeigt ein rot leuchtender Punkt an, wo sich vor uns etwas tut. Ob es sich dabei um einen Untoten handelt oder um eine Coladose, die der Wind durch die Straße treibt, finden wir erst später heraus.

Den ersten Sichtkontakt mit Zombies haben wir beim Anspielen in den Docks von London. Zum Glück aus sicherer Distanz, denn die beiden Gegner befinden sich auf der anderen Seite eines kleinen Themse-Seitenarms. Also tippen wir auf dem Gamepad-Touchscreen auf das Scharfschützengewehr, und dann müssen wir das Gamepad wie ein Visier hochhalten und eine Markierung so ausrichten, dass der kleine schwarze Punkt möglichst genau auf den Kopf des untoten Gegenübers zeigt; anders sind die wegen einer mysteriösen Infektion nämlich nicht endgültig auszuschalten. Ganz einfach ist das Zielen nicht, weil die ganze Sache sich ziemlich wacklig anfühlt - Absicht der Designer, damit es glaubwürdig wirkt.

Erste Kämpfe mit dem Gamepad der Wii U

Ansonsten kommen wir mit der Steuerung gut klar. Das Gamepad liegt trotz seiner ungewohnten Größe sehr gut in der Hand. Die Analogsticks, Schulter- und Triggertasten haben zumindest in unserer Probepartie keinerlei Probleme gemacht. Der Schwerpunkt des Spiels liegt auf dem sehr langsamen, systematischen Vorankommen - fast Schritt für Schritt. Aber wenn es doch mal hektisch wurde, nämlich bei Kämpfen, hat das Gamepad seinen Job genauso erledigt wie an den gewohnten anderen Konsolen.

Trotzdem haben wir nicht jede Schlacht gewonnen: In Zombi U ist der überlegte Umgang mit den extrem knappen Ressourcen wichtig - und wir haben natürlich ohne allzu viel Zurückhaltung Blei in unsere Gegner gejagt. Dann wurde es schwierig. Zwar gibt es noch die Möglichkeit, sich mit einem aus endgültig erledigten Untoten gewonnenen Impfstoff gegen die böse Brut zu wehren, aber irgendwann ist halt auch der Kampf verloren.

In Zombi U bedeutet das nicht "Game Over": Stattdessen erwachen wir in einem anderen nicht infizierten Menschen, mit dem wir uns - im Spiel gibt es dafür eine Art Teleportfunktion - möglichst schnell zu unserem Exwirt begeben, um unseren Rucksack und die darin enthaltenen Gegenstände zu retten. Mit etwas Pech hat man dabei übrigens auch mal eine Begegnung der ganz unheimlichen Art: mit dem ehemaligen, jetzt ziemlich hungrigen früheren Selbst.


dampflokfreund 13. Okt 2012

So ist es. Auch "Familienkonsole" stößt mir sehr sauer auf. Was soll das, Golem? Woran...

Endwickler 27. Sep 2012

Zitat: "Golem.de konnte auf einer Veranstaltung von Ubisoft eine noch nicht ganz fertige...

Ockermonn 27. Sep 2012

So ein Quatsch, das kam zeitverzögert als Reaktion auf die Wii. Ursprünglich wollte Sony...

rommudoh 26. Sep 2012

Die Wii U sicher nicht, denn die wäre auf Dauer zu schwer und die Kabel muss man auch...

derKlaus 26. Sep 2012

Ich seh die immer beim U-Bahn-Fahren, beim Einkaufen oder - ganz aktuell - aufm Oktoberfest.

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